Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Studien zur Geschichte der Oelfarbentechnik
Person:
Cremer, Franz Gerhard
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1838905
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1840794
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tiveren Bereitungsweisen angewandt  Sowohl auf diese 
als auch auf die zur Verbrennung beziehungsweise Russ- 
abscitzung verwandten Stoffe ist die Güte, die Schönheit 
und Verlässlichkeit der Russfarben zunächst zurückzu- 
führen. Hierzu tritt aber noch die Fertigstellung des ge- 
wonnenen Russes als Farbe. Diese kann durch Auskochen 
oder durch Ausglühen bewirkt werden.  Das Ziel (lieser 
Verfahren ist: die Gewinnung chemisch reinen Kohlen- 
stoffs, der sich als ein ungemein zartes Pulver von der nur 
denkbar reinsten Färbung ohne jede Nüancirung ins Braune 
darstellt. Dass es bis zu diesem Grade der Reinigung, 
die nicht etwa ein Geheimniss ode1' eine Kunstleistung, 
sondern nur als die Frucht sorgfältiger Arbeit und auf- 
gewendeten Fleisses zu betrachten ist, viele Abstufungen 
gicbt, zeigt uns schon die beste, die feinste chinesische 
Tusche im Vergleiche mit geringeren Fabrikaten und des- 
gleichen der Preiscourant der Buehdruckfarbenf) welelf 
letztere mehr denn einen Preisunterschied von 1400 Procent 
aufweisen.  Die erstere Art der Reinigung des Russes 
erfolgt durch Auskochung mit einer starken Aetznatron- 
lauge oder auch Aetzkalilauge. Man erneuert die Aus- 
kochung so lange, als sich noch beigemengte Substanzen 
durch Färbung der Flüssigkeit zu erkennen geben. Voll- 
ständig wird der Russ durch dieses Mittel jedoch nicht ge- 
reinigt. Ein besseres aber etwas theures Lösungsmittel 
bietet ein Gemisch von Aether und Terpentinöl. Die 
sicherste und billigste Weise, den Russ harzfrci zu machen, 
besteht in der Ausglühung desselben bei Luftabschluss, 
welche am besten in gut verschlossenen Eisenblechbüchsen 
erfolgt. Da aber der Russ ein leicht vcrbrennbarer Körper 
ist, so hat man alle Vorsicht anzuwenden, um keine Ver- 
luste an Kohlenstoff zu erleiden. Man hat darauf zu achten, 
dass die Deckel gut schliessen, und um ganz sicher zu 
gehen, empfiehlt es sich, diese noch mit Lehm besonders 
sorgfältig zu verstreichen, so eine zuverlässige Dichtung 
der Verschlüsse zu gewinnen. Nur in dem oberen Deckel 
wird eine kleine Oeffnung zum Abzug der verflüchtigenden 
Stoffe gelassen.  Um die Eisenblechbüchsen vor zu 
starkem Verbrennen zu schützen, denn um ein sicheres 
Resultat zu erzielen, muss die Erhitzung des Russcs bis 
indem 
diese 
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