Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Studien zur Geschichte der Oelfarbentechnik
Person:
Cremer, Franz Gerhard
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1838905
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1840364
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gegen Osten und Süden daran stossendc steht an Frucht- 
barkeit und an Gütern des Landes 1) und des Meeres keiner 
auf der ganzen bewohnten Erde nach. Das ist die, welche 
der Fluss Bätis durchströmt". Es ist also das heutige 
Andalusien, damals von dem Flüsse Bätis, Bättikafa) von 
den Bewohnern aber Turdetania genannt. (Das Nähere 
bei Casaubonns lib III 912  d ' K" h " l 
  p. .4 , 1n e1 aic 81801011 
Uebersetzung B. III, S. 267.) Desgleichen berichtet der 
genannte Geograph (Das. 212; b. Kärch, S. 277) über 
diese Farbe, als einen Gegenstand, der aus Turdetanien 
nach Rom ausgeführt wurde. Es lautet die Stelle bei 
Casaubonus: "Exportatur e Turditania multum frumenti 
P10 vini, oleumque non multum modo, sed 82; optimum. 
Praetere cera, mel, pix 8a coccusz) multus 8c minium 
Sinopica terra non deterius".  Da nun Strabo das 
aus Südspanien geförderte minium oder (ziltog, wie es im 
griechischen Urtexte heisst, dem aus Sinope bezogenen 
Farbstoffe gegenübersteht, so ist es unzweifelhaft, dass die 
Sinopia, die „terra Sinopica" Schwefelquecksilber und nichts 
anders ist. Denn auch Plinius (Hist. nat. 33) sagt, dass 
die Griechen schon um 700 v. Chrß) aus der Provinz 
Baetiea ihr Minium holten, wo sich noch heute in ausge- 
dehnten Districten reiche Gold- und Zinnobergruben linden. 
Es sei hiernur auf Almaden in der Provinz Ciudad Real 
mit seinen reichen Quecksilberwerken, dem früheren Sisapo4) 
Verwiesen, eine Stadt, die so berühmt durch ihre reichen 
inne erminen ewor en ass man eine re io miniarii 
Z b  g d 2 d g ß 
als sisaponensiseh bezeichnete.  Casaubonus fügt der 
Stelle Strabds (nai Milzog) erklärend bei: "Maxime in 
Sisaponensi re  t t Pl'  l'b' XYXIII Ca 40" 
 gione ese m10 1 10 L , p.   
hlnzusetzend: "Justinus de Hispania XLIV, Ü. 1, Mlnn 
s? 
1) Chateaubriand sagt S. 1891 „Ich durchreiste die alte bätische 
Provinz, wohin die Dichter der Vorzeit den Sitz des Glücks verlegten. 
 Hierzu sehe man weiter bei Strabo III, S. 288 u. f. (Uebers. d. 
Kärcher.)  
1a) Strabo in seinem III. Buche von Turdetanien (läaetica) berich- 
teud: Zeigt uns, wie dies Land schon Homer bekannt war, der hiehcr 
das Land der Seligen und die elysische Flur versetzte (Odyss. IV. 563), 
(äiägniite Phönicierfk) sagt Strabo, machten die Vorzüge dieser Gegenden 
i) Schon um 1100 v. Chr. war Cadix pbönicische Colonie; Joh. Graue, eine 
Rundreise in Spanien; Würzburg, Woerl. 
r 2) Man sehe Pausanias B. X. G. 36, und S. 78 dieses Buches 
Äeile 14 v. u. 
s  
) Phn. B. 3. C. 3, I1. 
4) Plin. B. 33, C. 36 u. w. Weiteres Anhang 27.
        

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