Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Studien zur Geschichte der Oelfarbentechnik
Person:
Cremer, Franz Gerhard
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1838905
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1840305
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farben zusammen zu bringen, da sich Mischfarben aus 
Cadiniumgclb und Kupferfarben 1) am Lichte schwarzen. 
Stil de graine jaune gehört, weil unhaltbar, garStiI de graine 
nicht auf die Palette. 3811110- 
Laque Robert, hellgelb und dunkelgelb, (trocknetLaque Robert. 
langsam). Er wird, wie auch die röthlich-braunen Töne, 
aus dem Krappz) hergestellt. Darf man sicher sein, dass 
keine anderen Färbemittel verwandt werden sind, dass er 
lediglich ein Product des echten Krapp's ist, dann ist die 
Farbe zu gebrauchen. Aber gerade bei den gelben 
Tönen dieser Krapp-Producte mag man doppelt vorsichtig 
sein, indem ich dies Krappgelb schon mit Xanthin in Ver- 
bindung gebracht gefunden habe. Xanthin Endet sich in 
geringen Mengen in vielen thierischen Secreten, auch im 
Theeextract. Künstlich wird es aus dem Guanin, einem 
Bestandtheile des vor etwa 90 Jahren zuerst von Humboldt 
nach Europa gebrachten Düngemittels, dem Guano, her- 
gestellt. Dies zu wissen, ist insofern nützlich, als es zur 
Vorsicht mahnt, denn die Vielen neugefundenen Herstel- 
lungsweisen und Ersatzmittel decken sich noch lange nicht 
immer mit den früher gewonnenen und als günstig be- 
kannten Resultaten. 
Roth. 
Gebranntcr lichter Ocker (trocknet nlässig gut). Gebrannte? 
Dies ist eine vortreffliche, solide Farbe, die überall ver-lißhtßr Onkel 
Wandt werden darf; sie wird nicht angegriffen und wirkt 
2111011 nicht ändernd auf andere Farben.  Man findet auch 
natürlichen rothen Ocker, dieser ist viel leuchtender als 
der gebrannte lichte Ocker. Das fltrbende Princip ist 
Eisenoxyd.  
Um lichten Ocker in rothen Ocker zu verwandeln, 
Was eine Operation von wenigen Minuten ist, bricht man 
1) Als da sind: das Malachit oder Berg-grün, und jene aus 
essigsaurenr und arsenigsaurexn Kupferoxyrl hergestellten chemischen 
Verbindungen, wie Schweinfurtem YVienerq Kaisergriin, die verschieden be- 
zeichneten Deckgriine, Vert Paul Veronese, dann Mineralgrün oder 
ScheePsches Grün und die noch dahin fallenden Farben, die nicht zu 
bezeichnen sind, weil dieNamcil so sehr wechseln oder auch 
derselbe Namen für ganz verschiedene Stoffe gegeben wird. 
Ferner mag noch Berghlan, auch Bleu ceileste, Bleu celestiale 
und Blau vcrditre erwähnt werden; auch gehört hieher das künstliche 
Nßllbergblau. 
2) Rubia tinctorum, Fiirlnerröthe oder Krapp.
        

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