Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Studien zur Geschichte der Oelfarbentechnik
Person:
Cremer, Franz Gerhard
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1838905
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1840218
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J uune 
Chro 
bei stärkerem Erhitzen dunkeler gefärbte Producte erzielt 
werden, welche eine fast orangenrethe Färbung erreichen 
 können.  
brlnant" Jaune brillant, hell und dunkel, (trocknet ziemlich 
gut); es ist eine Mischfarbe, und deshalb hier nicht zu 
besprechen. Wenn die unbestimmt angegebene Mischung  
richtig ist, dann ist die Farbe von recht zweifelhaftem 
Werthc, weshalb Keim dieselbe auch wohl nicht auf- 
genommen hat.  Bleibt also am besten von der Palette! 
"ngem Chromgelb (trocknet ziemlich schnell); es ist noch 
viel weniger als die Vorehrwähnte Farbe zu empfehlen, 
da es sich selbst sowohl, als auch die demselben bei- 
gemischten Farben ändert. 
Unter der Aufschrift: „Specielle Anweisungen zur Dar- 
stellung der Chromgelbe"; "Darstellung der hellcitronengelben 
Chromgelbe" findet sich bei Gentele ein die vollste Aufmerk- 
samkeit verdienender Abschnitt. Da heisst es: "Soll nun dieses 
Chromgelb diejenige Waare werden, welche als Chromgelb hell- 
citron, chemisch rein, hellcitron Chromoxyd, im Handel vor- 
Anweisungen wohl wundern, ein Umstand, der wenig geeignet erscheint, 
das Vertrauen zu der Verlässlichkeit besagter Farbe zu erhöhen. Dies 
wird aber geradezu erschüttert, wenn wir einen Fachmann sich dahin 
äussern hören, dass viele dieser Vorschriften eine ziemlich willkürliche 
Anordnung der Bestandtheile aufweisen, weil sich keine wissenschaftliche 
Begründung dafür auffinden lässt! Deshalb findet sich wohl schon der 
Rath, Dies oder Jenes fortzulassen, weil man nicht weiss, wofür es 
dient. Gibt es aber denn vielleicht nicht auf vielen anderen Gebieten 
nicht auch uuaufgeklärte Erscheinungen? Und doch lehrt uns die Er- 
fahrung. dass jene dem Zufall oder einer glücklichen Verkettung von 
Umständen zu denkenden Flntdeckungen das Richtige haben treffen 
lassen!  Wir haben demnach als Künstler gewiss allen Grund, diesen 
Materialfragen, die von Vielen als etwas Nebensächliches betrachtet 
worden sind, fürderhin die grösst-denkbare Aufmerksamkeit zugewandt 
zu sehen und selbst zuzuwenden.  Ich will aber hier noch kurz die 
von Bersch gemachte Angabe zu begründen suchen. Gorup-Besanez 
sagt bei Besprechung der Eigenschaften der Antimonsiiure,  hier, 
beim Neapelgelb, handelt es sich ja um amtimonsaures Bleioxyd  
naehdem erklärt, wie man die Antimonsärlre aus dem Antimon zunächst 
in der Zusammensetzung von Antilnonsäurehydrztt erhält, Folgendes: 
"Erhitzt verliert das Antimonsäurehyrlrzit sein WVasscr leicht, und ver- 
wandelt sieh in wasserfreie Antimonsäure, welche ein blass zitronen- 
gelbes beim Erhitzen dunkler werdendes Pulver darstellt."  Vom Blei- 
oxyd sagt der oben Genannte: "Das Bleioxyd stellt ein bald zitrouen  
bald röthlichgelbes Pulver dar, welches sich bei jedesmaligem 
Erhitzen braunroth färbt."  Eine weitere Bemerkung dürfte 
hierzu wohl nicht mehr erforderlich sein. 
l) Weiss, Schwefelkalium und Neapelgelb.
        

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