Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Seele und das Kunstwerk
Person:
Lichtwark, Alfred
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1837895
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1838696
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der Artisten, und wo ist der Durchschnitt so hoch? 
Nicht bei den Malern und Bildhauern, nicht bei 
den Sängern, nicht bei den Schriftstellern, nicht 
bei den Berufen, in deren Mittelpunkt die Herr- 
schaft über das gesprochene Wort steht. 
Was für ein Genuss wäre es, die Oper zu be- 
suchen, wenn die Sänger in der Schulung ihrer 
Mittel durchweg auf einer Höhe des technischen 
Vermögens Ständen, wie jeder beliebige Reck- oder 
Trapezkünstler unserer Singspielhallen? Mit welchem 
Behagen würden wir in Deutschland unsere Zei- 
tungen, die Abhandlungen in unseren Wochen- 
und Monatsschriften lesen, wenn die wVoltigeurs 
der Federrr über ein so hohes Mass technischer 
Herrschaft verfügten? Von den Berufen, zu deren 
Funktion das gesprochene Wort der freien Rede 
gehört, ganz zu schweigen. Und welches Bild 
würden unsere Kunstausstellungen gewähren, wenn 
unsere Akademien die Maler und Bildhauer so früh, 
so ernst und gründlich in die Hand nehmen, so 
vorsichtig und so umsichtig ausbilden könnten, wie 
die Erzieher der Artisten das Menschemnaterial, 
das sich ihrem Rat und ihrer Einsicht anvertraut? 
Aus 
bekannt. 
der 
Athletik 
ist 
der 
Begriff 
der 
Form 
Man 
versteht 
darunter 
das 
hö chste 
Mass 
VOII 
Kraft 
Seele 
eine 
und Gewandtheit, das ein Körper und eine 
erreichen können. Denn auch das ist ja 
selbst ausserhalb der Athletenwelt bekannte 
Thatsache , 
dass 
jedem 
Körper 
ein 
höchstes 
Mass
        

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