Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Seele und das Kunstwerk
Person:
Lichtwark, Alfred
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1837895
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1838685
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aus, als hätte er etwa mit einem befreundeten 
Schotten getauscht. 
Die Anpassung an so viele, die ruhige und 
stetige Entwickelung der eigenen Kraft hemmenden 
Umstände ist für den deutschen Künstler zu einer 
mit 
einem 
b efreund eten 
Lebensgefahr geworden. 
Das Genie überwindet sie, 
zahl unserer Talente ist es der 
für 
aber 
Tod. 
die 
Mehr- 
In welchem Stande herrschen heute die ge- 
sundesten Grundsätze der Erziehung? In welchem 
Stande werden die Individuen am sorgfältigsten 
auf ihre angeborene Begabung und Neigung ge- 
prüft, damit das besondere Ziel und die besondere 
Methode der Ausbildung bestimmt wird? Und in 
welchem Stande setzt die Erziehung so früh ein, 
dass der Zögling in das höchste Mass der Leistungs- 
fähigkeit ruhig und sicher hineinwächst? 
Ich glaube, es sind die Akrobaten. 
Soviel ich sehen kann, werden die vornehmsten 
Gesetze der Pädagogik nirgend so folgerichtig, mit 
so eisernem Zwang, mit so klarem Bewusstsein zur 
Anwendung gebracht wie in der professionellen 
Athletik. 
Die 
Resultate 
allein 
würden 
CS 
beweisen. 
Wo 
sind 
die 
auf einem anderen Gebiet in so 
allerhöchsten technischen und 
grosser Menge 
künstlerischen 
Leistungen 
vorhanden 
wie 
bei 
dem fahrenden Volk
        

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