Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Seele und das Kunstwerk
Person:
Lichtwark, Alfred
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1837895
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1838629
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Zielen 
zustrebenden 
Persönlichkeit 
Boecklins 
sehr 
stark zur Anschauung gebracht. 
Sie haben aber auch deutlich hervortreten lassen, 
welche Entwickelungsmöglichkeiten, die in seiner Be- 
gabung lagen, durch die Gleichgültigkeit oder die 
Opposition seiner Zeitgenossen dem Genius Boeck- 
lins abgeschnitten worden sind. 
Zwei Gebiete waren es vor allem, die sein Fuss 
nur selten betreten hat, und die seiner Natur die 
reichste Nahrung bereitet haben würden, das Bildnis 
und die Monumentalkunst. 
Den meisten Besuchern der Ausstellungen war 
es eine ganz unerwartete Erkenntnis, dass wir in 
Boecklin einen der ganz grossen Bildnismaler des 
Jahrhunderts zu sehen haben. Aber er war be- 
schränkt auf das Selbstbildnis und die Darstellung 
seiner Familie und seiner nächsten Freunde, Bildnis- 
aufträge sind selten und spät  zu spät  an ihn 
herangetreten. 
Ebenso überraschend, wenn auch im ganzen 
weniger beachtet, waren die Dokumente, die eine 
Einsicht in seine Entwickelung als Monumentalmaler 
und Bildhauer gestatteten. Es hat Boecklin stets 
gelockt, seine Kunst gegebenen Räumen anzupassen. 
Seine Masken in Basel mit ihrer überwältigenden 
Charakteristik und Komik in der Verkörperung 
typischer Charaktere  es reizt jeden, der sie sieht, 
in jeder einzelnen das Bildnis eines Bekannten zu 
bezeichnen  sind wohl die wirksamste plastische 
Dekoration, die in Deutschland seit Schlüters Tagen 
ichtwal 
Die Seele u. 
Kunstwerk.
        

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