Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Seele und das Kunstwerk
Person:
Lichtwark, Alfred
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1837895
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1838485
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Und das alles, nachdem er 
schon einen ganz seltenen Erfolg 
als junger Mann 
erlebt hatte. 
Künstler wie Feuerbach, Lenbach, Graf Kalck- 
reuth d. ä.  in der Frühzeit  Klinger, Stauffer, 
Prell  in der Berliner Episode Gurlitt  Dichter 
wie Paul Heyse, Graf Schack, Forscher wie Bayers- 
dorfer, um nur einige beliebige Namen heraus- 
zugreifen, haben Boecklin zuerst erkannt. Seine 
Gegner waren Künstler akademischer Tendenz und 
die Masse der Gebildeten. 
Seit etwa 1890 begann jedoch die Stimmung 
sich zu wandeln, erst langsam, dann, seit etwa drei, 
vier Jahren, durch einen Umschlag ins Gegenteil. 
Dieser Umschlag ist gerade seinen begeistertsten 
Verehrern als Überraschung gekommen. Sie hatten 
jahrelang beobachtet, welch" ungeheure Schwierig- 
keiten sich dem Verständnis Boecklins entgegen- 
türmten. Mit einem Male war alles wie Schnee 
zerschmolzen. Viele grosse und kleine Ursachen 
mussten zusammenwirken, diese Wandlung herbei- 
zuführen. 
Eine allgemeine Disposition lag zu Grunde, 
eine Sehnsucht nach Farbe, ein Verlangen nach 
gestaltender Phantasie. 
Äussere Mittel, die Gemüter dem Künstler 
nahe zu bringen, waren die grossen Publikationen 
seiner Werke durch die Verlagsanstalt in München.
        

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