Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Witsen - Zyx
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1825336
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1825919
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Wohlgcmuth , 
Michael. 
hier der Antheil eines Gesellen nur in geringerem Mansse unzu- 
nehmen ist. Der letzte Flügel des St. Veitaltares zeigt vurn die 
Heiligen Juhannes Baptista und Nikolaus, auf der Rückseite den 
heil. Bernhard, wie ihn Christus vom Kreuze herab umarmt, und 
St. Christoph mit dem Jesuskinde. Auch diese Bilder sind edel. 
von innigrm Ausdrucke, klar und warm im Ton. TVnagen erkennt 
durchaus Wohlgemutns Hand. Zwei andere zu diesem Altare ge- 
hörigen Flügel sind im Landaner Briiderhause, in welchem die 
Gewerbsschule und eine städtische Gallerie sich befindet. Sie m31- 
len zwei Sccnen aus der Legende des heil. Veit dar, worunter die 
Tenfelaustreihung von einem der bessten Gesellen des Meister. 
herriihrt. Das andere Bild, welches die Jahrzahl 1587 trägt, zeigt 
den Heiligen, wie er zum Götzendienst gezwungen wird, Es ist 
mit B. F. bezeichnet, welche Buchstaben wohl ohne Zweifel auf 
den Gesellen sich beziehen.') Auch in der Gallerie auf der Burg 
zu Nürnberg ist ein Flügel von dem Altare aus der Augustiner 
Kirche, aber von der Hand eines Schülers gemalt. Er stellt S; 
Veit und zwei andere Martyrer in einem Kessel dar. Die Bilde;- 
in der St. Morizkapelle wurden 1829 von Friir gereiniget, so dags 
sie wieder ihre ursprüngliche Frische haben. 
In früheren Werken wird dem Wuhlgemuth ein in der Raths. 
stube zu Niirnber befindliches Bild des jüngsten Gerichtes zugb 
schrieben, wahrsciieinlich dasselbe Gemälde, welches wir als auf 
Burg vorhanden erwähnt fanden. Wie es mit jenem ligurenreichen 
Gemälde steht, welches Wuhlgemilth 14'496 für die Kapelle der 14 
Nothhelfer gefertiget haben soll, ist uns unbekannt. Die Capene 
wurde zur Wagenremise degradirt.  
Ehedem waren auch in Privatsammlungcn zu Nürnberg Bilder, 
welche dem Vllohlgemuth mit mehr oder weniger Recht zugeschrie. 
ben wurden; allein alle namhaften Cabinete, welche v. Murr 5m 
schreibt, sind gänzlich verschwunden. Dr. F. Campe besaß! in lelz. 
terer Zeit die Marien am Grabe, und Joseph von Arimathea mit 
Nicodemus. Campe hielt diese Bilder für eigenhändige Werke WohL 
gemutHs, .und jene, welche zum Altare in der heil. lireuzkirqhe 
gehören, für Gesellenarbeit. Campäs Sammlung ist jetzt ebenfalls 
zerstreut.  
In der Sammlung des H. A. von Dersclmu in Niirnlierg fvai-en 
zwei Flügel eines Altares, yvelchen Wolilgemuth Mgßänlur die Ab. 
tey Ebrach in Franken verfertigle. Sieftellen auf geblumteni Gold- 
grund den Zug nach Golgatha und die Kreuzigung des Hcilandes 
dar. Diese Bilder sind nicht ganz vier Schuh hoch, und wurden 
1825 versteigert. ln der Derschaußchen Sammlung warenfmch die 
Bildnisse de; Dr. I-lartmann Seliedel und des Martin Pfinzmg, beide 
in Bruatbild nuf Hulztafeln geleixnt. 
In der Neumiinster liirche zu Würzburg sißhl man an den 
Wänden des Chures zwei Gemälde, welche Wohlgemlllh 1512 malte. 
Ehedem bildeten sie 'l"heile des großen Hochaltares, welcher 17H 
einem mittelmäßigen Alten-bilde von J.Zimmermanu weichen musstm 
Sie stellen die Anbetung der Hirten und Weisen, und die Geburt 
Christi dar.  . 
In der k. Pinakothek zu Mii n Cll e n sind ebenfalls Werke von 
Wohlgemutli, welche Theile eines Altares ausmachen. Diese; Werk 
verdankt der Familie Landauer in Nürnberg seinen Ursprung, und w," 
w 
In der k. k. Gallerie zu Wien 
sem B. F. 
sind ebenfalls Bilder von 
die-
        

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