Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Witsen - Zyx
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1825336
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1828896
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Zuccaro 
oder 
Zncchero, 
Taddeo 
Fresco. In Oel malte er wenig. Lanzi nennt eine Darstellung der 
Erscheinung des heil. Geistes in S. Spirito zu Urbino, und meint, 
dass andere Altarbilder in den liirchen dieser Stadt gerade nicht 
zu den Hauptvverlsen Taddeok gehören. In der Cathetlrale zu 
Ilheims ist ein von Engeln angebeteter Leichnam des Herrn eine 
Zierde der Kirche. Die Stalleleihililer fanden indessen den mei- 
sten Beifall, da sie in Zeichnung und Ausführung grosse Sorgfalt 
beweisen. Die Geburt Christi im Palazzo Leopardi zu Osimo hebt; 
Lanzi besonders hervor. 
Taddeo starb zu Rom 1566. Federigo liess ihn in St. Maria 
della Rotonda beisetzen, und die Stelle durch einen Stein bezeich. 
nen , mit der stolzen Grabschrift: 
sFredericns moercns posuit anno 1566 moribus, 
pictura Raphaeli Urbinatl llmllllmüm 
Ein Rafael war Taddao Zuccaro durchaus nicht, sicher aber 
steht er über seinem Bruder. Ueber die Richtung, welche die Zug- 
cheri eingeschlagen hatten, haben wir bereits im Artikel des F, 
Zuccaro gehandelt, und wir bemerken daher nur, dass Taddeo 
weniger manierirt ist, als Federigo. Lanzi hat wohl recht, wenn 
er sagt, dass sich der Künstler einen eben nicht ausgezeichneten 
und genug überlegten, aber doch leichten, gemeinen Augen ver- 
stiindlichen und für Jedermann gefälligen Styl gebildet habe. Seine 
Werke bestehen neben jenen der grossen Meister vorTaddeo nicht, 
am allerwenigsten neben jenen von Itafael, mit welchem ihn Fe. 
derigo auf dem Grabsteine ganz gleich setzt. 
Taddeo's eigenhändiges Bilclniss ist in der Tribune der Gnllerie 
in Florenz, und gestochen von Baron, fol. Auch Vasari fügte sei. 
nein Werke Taddeds Bildnis: bei, liess ihn aber nicht ohne Tadel 
durch, wesswegen Federigo denselben der Böswilligkeit und Miss. 
gunst beziichtiget. Allein Vasari hat in britischer Hinsicht fast im- 
mer ein gesundes Urtheil. Bei Bottari, Sandrart, dhärgensville etc, 
findet man ebenfalls das Bildniss des Taddeo Zuccaro, so wie er 
es häufig in seinen Gemälden anbrachte. Taddeo hatte keine rei- 
ehe Phantasie, und schob daher gerne irgend eine Figur ein, wsl- 
che er schon zuwiederholten Malen angebracht hatte. 
Stiche nach Gemälden und Zeichnungen. 
Das Bildniss des Kanzlers de Hospital. J. B. Tilliard sc., fo], 
Die Darstellung der heil. Jungfrau im Tempel. Ch. Alberti fee, 
Im ersten Drucke vor der Inschrift an der ersten Stufe des 'I'em- 
lels, fol. 
l Die Darstellung der heil. Jungfrau im Tempel. C. Cort fee, 
1570. Ohne Namen des Malers, lol. 
Dieselbe Darstellung von der Gegenseite, Maria rechts. Fr, 
Bern. Bergonci leo, fol. 
Sadeler hat dieses Blatt copirt, gr. 8.  
Dieselbe Darstellung. C. van Sichem exc., fol. 
Die Geburt Christi mit den anbetenden Hirten. C. Cort 5c, 
1567. Im alten Drucke vor den Künstlernamen, fol. 
Die Copie ist ohne Jahrzahl, fol. 
Dieselbe Darstellung von der Gegenseite. Tadeus Zuccaro. 
NBS. F. (Natalis Bonifacio Sebenzanus l'ec.l, fol. 
DiefAlnbetung der Hirten, mit grösseren Figuren. J. Matham 
513., gr. o . 
Die Anbetung der Hirten. Ch. Alberti fec. 1575. Vor dem 
Wappen und der Dedication, und mit diesen, gr. qu. fol.
        

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