Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Witsen - Zyx
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1825336
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1828774
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Zuceherell , 
oder 
Zucoarelli 
Francesco. 
Bestellung fand. Er malte viele Ansichten, besonders an der Themse, 
welche in die Gallerien der englischen Großen kamen. Sein Mac- 
beth mit den Hexen nach Shakespeare gehört zu den vorziig- 
lichsten Bildern jener Zeit. Woollett hat es gestochen. Nach Ve- 
nedig zurückgekehrt fuhr der Künstler mit erneuerter Thätigkeig 
fort, Werke zu liefern, deren auch nach Deutschland gingem 
Zwei Landschaften sieht man jetzt in der Gallerie des Belvedei-e 
zu Wien. Zwei der schönsten Bilder des Meisters schickte Graf 
Algarotti an den Churfiirsten von Sachsen, sie sind aber in der 
Gallerie zu Dresden nicht. aufgestellt. Die reiche Sammlung des 
Consuls G. Smith in Venedig wurde zerstreut, und ein Theil der 
Gemälde ging nach England. In Venedig sind aber noch viele Ei]- 
der von Zuccherclli vorhanden. Bei der Aufnahme in die Akade- 
mie daselbst überreichte er eine Landschaft mit der Predigt de; 
Johannes, welche man in der k. k. Galleria academica mit noch 
vier anderen Gemälden sieht. Auch in den Gallerien Manfrin, Cor- 
naro, Craglietto etc. sind Bilder von ihm. Besonders geriihmt wur- 
den die Gemälde in der Sammlung des Grafen Grotta, jetzt Eigen- 
thum der Familie Manzoni. Mehrere andere Gemälde bewahrt die 
k. Villa di Stra an der Brenta. 
Zuccherelli war viele Jahre in Venedig thätig, bis er endlich 
eine zweite Reise nach England antrat, wo er noch seinen Namen 
in frischem Andenken fand. Er malte auch noch viele Bilder, und 
brachte früher vollendete Gemälde an den Mann. Man zählte 
ihn auch zu den ersten Mitgliedern der Akademie in London. Auf 
B. Earlomß grossem Blatte noch Zoifany, die Akademie von Lau- 
den betitelt, kommt er in ganzer Figur vor. Mit Schätzen Über- 
häuft kehrte er endlich nach Italien zurück. um in Rom den Rest 
seines Lebens zuzubringen. Nach einiger Zeit zog er aber Flo- 
renz vor, wo der Künstler 1788 starb. J. Cattini hat das von No- 
gari gemalte Bildniss des Künstlers gestochen. 
Die Blätter, welche nach diesem Meister gestochen wurden, 
sind sehr zahlreich. Folgende {fehören zu den interessantesten, und 
einige machen Theile von Fo gen aus, welche J. Wagner in Ve- 
nedig herausgah.  
The Finding of Moses, nach dem Bilde in der Gallerie zu 
Hamptoncourt, gest. von Sam. Smith 1788, s. gr. qu. fol. 
Abraham und Loth, welche Aegypten verlassen, nach einem 
Bilde aus Mr. Iieate's Sammlung von F. Bartolozzinnd W. Byrne 
gestochen, gr. qu. fol. 
Die Ruhe der heil. Familie auf der Flucht in Aegypten, gest_ 
von Nardello für Zanottds Pinacotheca Academica Vcneta, qu. fol_ 
Macbeth, gest. von Woollett nach dem Bilde im Cahineg 
Locke zu London, gr. qu. fol.  
Venus and Cupid, punktirt von V. M. Picot. Rund, fol. 
Nymphs Sporting, von demselben punktirt, gr. qu. fol. 
Diana aud her Nymphs. Id. sc., gr. qu. fol. 
Die vier Jahreszeiten, Landschaften mit mythologischen Figu. 
ren. Wagner sc. Venen, gr. qu. fol.  
Landschaft mit Diana und Endymlon, gest. von F. Bartolozzi, 
Qgr. qu. fol.  
g Landschaft mit Apollo und Daphne. Id. sc., gr. qu. fol. 
Landschaft mit Silcn, Bacchanten und Satyrn. G. Volpato sc. 
Appo. VVngner Venet., gr. qu. fol. 
Landschaft mit einem Philosophen bei einem Denkmal. G. Vol- 
pato sc. Id. exc., gr. qu. fol.
        

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