Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Witsen - Zyx
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1825336
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1828762
Zucoali , 
Heinrich. 
Zuccarelli , 
Francesco... 
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in der historischen Composition erfahren- Nach dem Tode seines 
Bruders verlegte er sich auf die Musivarbeit, und lieferte Werke 
für die St. Peterskirche in Rum. Starb daselbut um 1011. 
ZtICCOlI, llclnrlßll, auch Zugalli genannt, war Hufarchitelrt des 
Clinrfiirstexi Nlux Emanuel von Bayern, welcher ihn aus Italien. 
berief, um den Plan zum neuen Sehlosse in Sehleissheiin zu fer. 
tigen. An jener Stelle hatte schon Maximilian I. von Heinrich 
Schön ein Jagdschloss mit Oeltonoiniegebi-iudcxi errichten lassen, 
allein die Schweden richteten gwßäß Zerstörungen an, so (lass der 
ClHJPliliFSLllCllG Huf das Schloss unbeachtet liess. Den Plan zu dem. 
jetzigen, im italienischen Slyle erbauten Schlosse fertigte Zuccali 
16m1, so wie jenen zum Schlosse in Lultheiin. Die Bauten sind 
sehr ausgedehnt, und daher wurden die Gebäude erst. 1701 von 
dem Hol" Cammerrath und Oberbaumeister Joseph Eifner vollendet. 
Zuccali scheint 169i gestorben oder nach Italien zurückgekehrt zn 
seyn, da von diesem Jahre an ElTner als Oberarchitelit erscheint, 
welchem von einigen auch der Bau. des Schlosses zugeschrieben 
wurde. Allein er leitete nur den Ausbau, und die innere Einrichtung 
desselben. Die Zeichnung zur grossen. noch nicht ganz vollendeten 
Treppe wurde dem Architekten Lespilier zugeschrieben, allein wir 
 fanden den Plan in einem arehivalischen Ahtenstiick von 11.12 dem 
H. Zuecali vinclieirt. so dass dieser als ursprünglicher Schöpfer des 
ganzen Planes zu_ diesem grossen Gebäude zu betrachten ist. Es 
 iniponirt durch seine lYIassen, trägt aber das Gepräge desliVei-falls 
der Architektur, welcher seit L. Bernini im Sturiuscliritte zu- 
nahm. Das Vestibul und die Tieppenanlagen sind aber wirklich 
grossartig.   
Zuccnli fertigte 1685 auch den Plan zur Theatincrlsii-che in 
Salzburg, so wie jenem zum Kloster, welches jetzt zum llrliilitär- 
Spital dient. Im dahre 1586 wurdedie St. Erhardslsirche in Salz- 
burg nach Zuecalfs Plan erbaut. Jer. Renner radirte nach seiner 
Zeichnung die innere Ansicht einer lrlirche, wahrscheinlich einer 
der beiden genannten, ful. 
Lipowsliy sagt, dass Zuccali noch um 1752 in Wlünchen gelebt 
habe. Diese Angabe ist irrigt sowie zum Theil auch dasjenige, 
was Füssly über seinen Zugalli sagt.  
Znccarelh oder Zucehßrelh i), Francesco, Maiev und 3,- 
direr, wurde 1702 zu Pitigliano geboren, und Anfangs von Puulo 
Anese unterrichtet, bis er in Rom an G. M. Pwlurunrli einen wei- 
teren Lehrer fand. Damals machte Zuccherelli eifrige histurische 
Sludien, fing aber dann in Venedig an, die Landschaft in sei- 
nen Bereich zu ziehen, aber ohne dass seine Gemälde der Figu- 
renstalfage entbehren. Er wählte dazu den Stuf? ausller Mytholo- 
gie, und aus der heiligen und profanen Geschichte, oder er brachte 
Scenen an, welche au? dem Leben clcs italienischen VOlliCS ge- 
schöpft sind. Zuccherelli erlangte mit 513111011 Werken grossexx Ruhm, 
da sie alle Vorzüge besitzen, welche zu seinßr Zeit das Auge fezsnilrun. 
Znccherelli wählte Venedig zu seinem Aufenthalte, und von 
da aus unternahm er Reisen nach Deutschland, Holland und Frank- 
reich. Syiiter begab er sich auf Veranlassung des englischen grin- 
suls Georg Srnith auch nach LUDddD, Wu er flink Jahre reich che 
 
  Dieser Künstler wird gewöhnlich Zuccarelli genannt, 
aber nach seiner Abkunft Zucclyxqrelli.  
 2:  
er heisst
        

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