Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Witsen - Zyx
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1825336
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1828210
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Zeyll v 
Zeyßssnecker 
Seysenegger 1 
Jak. 
salem nach Josephus malte. Oben "in der Einfassung brachte de; 
Künstler Medaillons von berühmten Männern an, und zwischen 
einer Menge von Bildnissiiguren sah man auch jene des Francescq 
Petrarca. Dieses Werk ist leider zu Grunde gegangen. Ihm soll 
aber ein Theil der Malereien in der Capelle S. Giorgio de' Lupi 
zu Padua angehören, wo er mit Jacopo 41' Avanzi malte. Vasari 
nennt nämlich als Jacopo's Gehulfen den Aldigieri und Sebcto aus 
 Verona, der letztere ist aber mit Aldigieri Eine Person, jener Al- 
tieherio de Jebeto (da Zevio) . dessen Vasari in einem Briefe des 
Girolamo Campagnuola erwähnt fand. Nach der Angabe des er- 
wähnten Schriftstellers (Lebensbescln, deutsch von Schorn lI. 2. 
S. 408) malte Aldigicri in der genannten Capelle das Abendmahl 
und Bilder aus der Legende der heil. Lucia, und jener zmgebli- 
ehe Sebeto Begebenheiten aus dem Leben des heil. Johannes. Dr. 
E- Förster, welcher diese Gemälde bei einem längeren Aufenthalte 
in Padua sorgfältig reinigte und zum Stiche zeichnete (Vgl. dessen 
Briefe aus Italien, Iiunslblatt 1858 S. 1G und 22). fand keine Ver- 
schiedenheit in dcr Ausführung der Hauptbilder, und ist geneigt, 
sie allein dem Avanzo zuzuschreiben, von dessen Namen sich Spu- 
ren erhalten haben. Somit scheint dem A._da Zevio nur ein Theil 
der Malereien in der Capelle S. Felice in S. Antonio zu Padua 
übrig zu bleiben. ,Diese Werke schreibt ihm der Anonymus des 
Morelli p. 5. zu. Sie tragen die Jahrzahl 1576-  
Dann erwähnen Veroneser Schriftsteller, (Panvinus und de] 
Pozzo) auch eines Stefano da Zcvio, welcher nach Vasari Schii- 
ler des Agnolo Gaddi war. Dies: ist unser Stefano da Verona. 
Es muss indessen zwei Künstler dieses Namens geveben haben, 
a. die Thätiglseit des Schülers von Gaddi um 13425 Faun, und ei- 
nem St. da Verona ein Bild von 1487 zugeschrieben wird. 
Zeyll, Gu, 5, G, zy], ' 
Zeysenegger , s. Zeyssneclier. 
zßysälnger, M. , s. M. Zagel (Zasinger). 
Zeyssneclter oder Seysenegger, Jakob, war Hofmaler des 
römischen König Ferdinand I. in Wien. und bis in die neueste 
Zeit nur durch die kurze Nachricht bekannt, welche Christ und 
nach ihm Heller und Brulliot in den Monogrammen-Verzeichnis- 
sen geben. Irrig ist es aber, wenn behauptet wird, Zeyssnecker 
sei Hofmaler des Kaisers Carl V. gewesen. Dr. Joseph Bergmann 
in Wien hat in den dortigen Jahrbüchern der Literatur XXII. 
S. 1 ff. einen interessanten urkundlichen Beitrag zur Lebensge. 
schichte dieses Künstlers gegeben, letzterer nennt sich aber in 
den betreffenden Dokumenten Seyienegger oder Seisenegger. In 
den Hofregistern erscheint er als König Ferdinand's I. Hofxna- 
lcr mit einer 'ährlichen Besoldung von 210 Pfd- Im Jahre 1547 
malte er eine 'l'afel zuvor der Röm? khllll- M3 hflßhloblichen vnd 
fälligen Gedachtnuss Begrabnuss zu. Pragzß _D1eses Epitaphium 
wurde zum Andenken der Erzherzogxn Anna in St. Veit errichtet. 
Sie starb 1547 drei Tage nach der Geburt. 
Vom Jlhre 1555 findet sich im k. k. Hoflsammerarchive ein 
eigenhändiges Gesuch des Künstlers um des seligen Augustin Hirs- 
vugel jährliche Provision von 100 Gulden, und er bemerkt darin, 
du; er ein gebot-nei- und erzugcner Unterthan. d. h. Oenterreicher 
sei. Die Provision wurde ihm- mit einer weiteren Zulage von 5011.
        

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