Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Witsen - Zyx
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1825336
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1825700
YVoeiriot, 
Picrre. 
sind sehr steif und hart, in einem widerlichen metallischen Glan- 
zc, später lieferte er aber für seine Zeit treflliche Arbeiten, wie 
das Bildniss des Franz Duarexi, der Louise Lebe. sein eigenes 
i55Ö,_die Degengritie und die Blätter des Pinax Iconicus (Be- 
grübniäs-Cereinonien). Diese nennt Hobert-Duinesnil kleine Mei- 
sterstücke. Sein fritchtbarer Geist spricht sich namentlich auch in 
den allegorischen Bciwerliei: und in den Ornamenten aus, womit 
. die Bildnisse umgeben sind.   
Dem Forrnschnitte widmete er sich erst in späteren Jahren. 
Blätter dieser Art erscheinen erst in Drucltweri von 150i, 1575 
und 1579. Die früheren sind schwach, und naei eigener Zeich- 
nung, meisterhaft aber die Abbildungen der lYIiinzen in Le Pois' 
Discuurs sur les medailles, iiir Welchen VVoeiriot auch solche in 
Iitipfer gestochen hat. Das jüngste Datum auf seinen Blättern ist 
von 153g. Diese Jahrzahl trägt des Bilduiss des Dichters Nie. Cle- 
ment, welches aber noch mit voller Iiraft gestochen ist. Auch die 
Bildnisse der Könige und Herzoge von Austrasien gehören in jene 
Zeit, und zeugen 1'011 dem UHgBSClIWäClIICII Talente des Meisters. 
Er liebte aber das Alterthiimliclte, und gestattete daher den go- 
thischen Elementen bis in die späteste Zeit ihren Einfluss, obgleich 
im Ganzen der Styl der Itenaisse-Periode vorherrschend ist. Von 
seinen Zeitgenossen GeolTroy du Monstier. J. Andruuet du Cerceaue, 
Reue Boivin, B. Delaulne, J. Chartier, Marc Duval hat er wenig 
gemein.  i 
Robert-Dumesnil beschreibt im Ganzen {tot Blatt von diesem 
Meister, alle aus der Zeit von 1555  153g, glaubt aber nicht, da- 
mit das Verzeichniss geschlossen zu haben. 
Das Bildniss des Iiiinstlers kommt am Schlusse der Portraite vor. 
In Iiupfer gestochene Blätter. 
Nach angenummener Weise lassen wir hier die einzelnen Por- 
trait: nach deipqAlphabet der Namen, dann die Suite der austra- 
sischen massig-e, die historischen Darstellungen u. s. w. folgen. 
Die NrS. "bei Bobert-Dumesnil sind in    
t Portraite. 
i) (275) Anoau, Bartheleini, Dichter, halbe Figur nach rechts 
mit dem Lorbeerl-tranz, umgeben von allegorischen Figuren, 
welche chemische und astrotugische Zeichen tragen. Fortuna 
et Livor, Spatii cuncedite tantuin etc. Mit dem Zeichen und 
 demABeisatze: amico suo. Ohne Namen des Dichters, wel- 
eher aber erkannt wird, 8. 
2) (214) Bocchius, Achilles An. Aet. LXXI. 156g. Biiste 
nach rechts in_Medaillon. Mit dem Munogramm WF., 5-3. 
 5) (275) Boccwhia, Qonstantia, Achillis F. Ann. Aet. XVIII. 
155g, Das (xegenstuck zu obigem Blatte, und eben 50 be_ 
zeichnet. 
(i) (276) Bornonius, Jac. J. C. anno aetatis 45. Büste in 
ovaler Einfassung mit Pallas und Merkur. Pro Patria pu- 
 gnare, dumique furisque etc. Mit dem Zeichen 1575, 3. 
v I. Mit obiger Schrift unten im Cartuuche. 
II. An der Stelle derselben: Soerates Philosophe Athenien iils 
d'vn sculpteur etc. Jullain exe. 
5) (277) Calvinus, Johan. Vere Theologus Ecclesiastes geile- 
v_en. Büste auf einem Piedestal, mit der Devise: Prompt: et 
Slueere. MiLdcin Zeichen, 8. 
6) (295) Carolus, D. G. Cal. Lotlt.,B. GelrDuxjCarl lIl. 
Herzog von Lothringen), Büste auf einem Piedestal in ver- 
NaglerÄs Künstler-Lear. Bd. XXII. 2
        

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