Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Witsen - Zyx
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1825336
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1828072
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Zeitter , 
Zclati, 
Bart. 
und 
Gcneslo. 
deren Bilder wenig erheblich sind, ist der Besitz eines so reifr 
und bedeutenden Werkes doppelt wichtig fiir die Sammlung. 
In der k. Gallerie zu Augsburg sind vier Tafeln mit  leben 
grossen Figuren, welche Darstellungen aus der Legende des he 
Valentinus (nicht St. Ulrich) enthalten, und aus dem vorma] 
gen liarineliterliloster stammen. Waagen (Ii. u. K. in Dcutse] 
land II. 55) beschreibt diese Bilder, und erkennt darin eine hol 
Stufe der künstlerischen Ausbildung. Die Figuren sind von gute 
Verhällniss, die Zeichnung, zumal der Köpfe und Hände, zeu, 
von vieler H?ntniss, die Gewänder sind von einfachen, aber g; 
radlinigen Fa ten. Ganz eigenthiimlich ist die Zusammenstellug 
der Farben, worin ein dunkles Violett, Rosa, Schillerstoffe um 
braunlasirtes Gold mit vielem Geschmacke vereinigt sind. Der ö 
ter bräunliche Fleischton ist minder warm als in den frühere 
Bildern von ihm zu Nürnberg, doch von ungleich grösserer Fei, 
heit und Sättigung. An die Stelle des Goldgrundes ist eine ziemli. 
einfache Landschaft getreten, und das architektonische Beiwe; 
ist nicht mehr das gothische. Conservator Eigner hat diesen B; 
dern ihre ursprüngliche Frische verliehen. In dieser Gallerie sir 
auch noch drei andere Bilder (1504) von Zeitblom, welche de 
Künstler von seiner günstigsten Seite zeigen. Sie stellen aufGol. 
grund die Heiligen Alexander, Eventius und Theodotus dar. Vi. 
andere Bilder von Heiligen auf Goldgrund sind weniger erheblic 
In der Sammlung, des Kaufmanns Auberlen zu Augsburg w! 
ren bis in die letzte Zeit zwei 5 F. hohe Bilder, welche die He 
ligen Georg und Nikolaus, dann St. Gatharina und Apollonia da 
stellen, die ersteren auf Goldgrund, die weiblichen Heiligen a, 
blauem Grunde mit goldenem Sternenhimmel.  
Das Todesjahr dieses Meisters, des deutschen Leonardo, i 
unbekannt. Im Jahre 1517 war er noch thätig, wahrscheinlich e; 
tiefer Sechziger. Sein Bildniss ist auf der Rückseite des Altar, 
auf dem Herrberg bei Gaildorf, lithographirt in dem oben erwäh, 
ten Werk des Alterthumsvereins für Ulm und Oberschwaben. 1 
der Titelverzierung von Ulm's Hunstleben im Mittelalter, beschri 
ben von C. Griineisen und E. Manch. Ulm 1840, kommt es i 
Kleinen vor. 
Zeltter:  C-y Maler zu London, gehört zu den geschiclatestg 
Künstlern seines Faches. Im Jahre 1857 erregte seine Ansicht d. 
Festung Pest ärossen Beifall, und 18510 wurde ein Gemälde m 
Reisenden un Mönchen auf dem St. Bernhard von J. Egan g 
Rochen.  
 Ein anderer Zeitter, vielleicht der Vater unsers liunstle, 
war liupferstecher. Im Jahre 1823 Stach er ein Bild von Lau 
seer, unter dem Titel: The italian Boy and Monkey's. 
Zelttlnger, Hieronymus, Iriupfenstecher von Wien, war um 17, 
Schüler von M. Pitteri in Venedig, und liess sich dann in Wg, 
nieder. Er stach mit J. C. VVinlsler nach Piazetta. eine Folge v1 
Aposteln, fo]. Auch eine Madonna mit Heiligen stach er 11a, 
diesem Meisier, ful. 
Zehn, Bartolomco und GCIICSIO, Maler inlCramona, wan 
zu Anfang des 16. Jahrhunderts thätig. Der erstere war unter d( 
Concurronten zur Ausschmückuxmg des Domes, und von Genesio s; 
man, bis 1772 in der Sakristei vnn S. Luca ein Tabernalael u;
        

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