Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Witsen - Zyx
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1825336
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1828046
Zeitblom , 
Bartholomiius. 
251 
l {n der Pfarrkirche zu Grosssiissenvvar ein reiches Altarwerk, 
WC CJCQ 1407 unter Qeneral Villars mit dem grossten Thgile des 
QMM 111 Brand aufging. Im Altarkasten waren Holzfiguren, um], 
ääelivdem ALtlare ein geschnitztes Crucifix. An der Säaflel sah man 
1 Ireuzsc u e f d b "d A "t Fl" l d' 
Verkürlßligungzpdpesnläliigidlls, ieiilweztiiliznrerihstssexdsiizl liiizgeitrde die heilt 
Niculaus, links jene des heil. Wolfgang dargestellt. Neben dem i 
Hulzbilde des heil. Ulrich stand der Name: Bartholme Zcytblorn 
1507. _Vgl. Weyermams neue Nachrichten, S. 658- 
kircälflin-lähifallglatß stegt an; enger laiel au? 51er  molfgangb 
ho ien ure- an er an er ]ez an ein ati ause a- 
selbsä. im xenthält die Legende des lieil. Wolfgang und die Mar- 
ter_ es iei. Sebastian mit dein abweichenden llrloiiograinin des 
Meisters. Die Malerei imit ihrer bräunlichen Carnatiun, die Zeicli- 
nnng von minderer Bestimmtheit der Gesichtsform, namentlich aber 
dlf? lßbllillllß üffd bewegte Cuniposition weisen mehr auf eine An- 
nnhernng an die Schule des älteren Holbein in Augsburg, als auf 
Zeitblomtsvßharakter. Qasdjild mag daher von einem Schüler ge- 
isertliget seyn. Vgl. Ulms hnnstleben von Gruneisen und Manch 
. ö. 
 In der liapelle des älteren Landschlosses zu Krauchenwies 
sind acht Faleln, welche E. Manch (Verhandlungen des Vereins 
iur Kunst und Alterthurn III. Ulm 18116, S. 24) zu Zeitbloiifs schön- 
sten Werken zählt. Sie enthalten Darstellungen aus dem Leben 
der Maria bis zu ihrem Tode. Die Figuren haben g Lebcnsgriisse 
und sind auf (Joldgrund gemalt. {Äuf den Riickseiten sind vier ge- 
malte Darstellungen aus der Leiclensgesehichte des Herrn, und 
vier llelieliiguren. Sie haben stark gelitten, während die Vorder- 
seiten sehr gut erhalten und ohne Ausbesserung sind. Diese Bil- 
der zierten wahrscheinlich einen Altar.  
"Andere Werke, welche auf Zcitblorrfs Werkstätte oder Schule 
zurnckweiseii, sind ausser dein kleinen Altar mit Tafeln aus dem Le- 
genäht; Milftüntllllld dem Gemälde mit Brustbildern von lleiligen in 
t. är an zu a und mehreren weiblichen Heiligen in der Blo- 
iterltirche lzuPrlurihardt, vornehmlich die Ilochaltarbildei- in Blau- 
eueru, ac it ' 'afeln im Frauenliluster zu He bacl be" B'b ach und 
acht Tafeln aus dein vormaligen Augustineiiklosier du de: VVdngen 
{n Ulflll. Illiie acht 'l'al'eln dieses Klosters, wovon zwei in der Samm- 
un" (es r. von Abel zu St tt t  l h" it   
senaAltarwerlie, welches das llfiiilrenslde; iileeiliilndrdsmziufmelidixnggoesl- 
berge schildert, und vor allein geeignet ist, das Streben des Mei- 
ster?)eälillcrmnaturgetreuer Darstellung _und_ tiefer Charaltterisirung 
Zu _d äfl-  A_uf der einen Seite ist die colossale Darstellung 
des Lei eniwhristi, wo ]ede Figur durch inehrereuffaleln hindurch 
geht. Die lwpie sind von hohem Ernste, die ltorperlormen vuii 
edelsten Bildung, und die Gevvandnnä von schönstem WVm-fm Auf 
den ltncliseiten hat leflß Tafel ein eigenes Bilo von besonderer 
Lieblichlieit, aber von minderer Bedeutung als die 151-5154491191; 
gzlusserfan Gegiilde.nMaii_ sieätt du flielyerliiincligung, Geburt, Be- 
 tnC Ü. 0' 
Priestgrusxrfg delarätle ung iin cmiieh, eie Himmelfahrt Christi, den 
OIJSIILJDLQ, den lauter Johannes mit mannlichen, 
31145111. lllrlargaretlia mit weiblichen IIeiligen. Auch zu dem Cycluä 
er gl-  i-h" 1' ".1 i.1 d   
garetha Ldiiillileaciiiliiileiiiaidtii. ellßliä xgizlhtildbLdeiuäeiilxilälidlliäizliiiieäii- 
kenllllar an dem Typus und der Anmuth der iliöpfe, dochibei min- 
der llefempfundener Darstellung und weniger feiner Pralstik, als 
d?" Mus?" Sie lititte. An Schönheit aber und Leibreiz iliirften 
"hem Gemahl", besonders der heil. Frauen, zu dem Bcssteit gcf
        

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