Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Witsen - Zyx
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1825336
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1827958
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Zehelein, 
Justus Fr.  
Zehendcw , 
Carl 
Ludwig. 
besonders solche mit dem Bildnisse des Ferdinand Maria von 165-; 
 1665. Von ihm ist auch das vortrelfliche Goldstück, welches 
die Churfiirslin Maria Anna als Wittwe und Vormiinderin um 1651 
prägen liess. Beschrieben von J. v. Streber (Üeber eine goldene 
Medaille Herzogs Albert VL, nebst Anhang über vier unbekannte 
Schaumiinzen. Denlisehriften der Ahad. d. VV. 1807, S. 232). Sehr 
schön ist auch die Dledaille auf den geheimen liath Joachim von 
Donnersberg  1650), welches J. P. ljaierlein (Medaillen auf bQ_ 
rühmse Bayern, Oberbayerisches Archiv XII. 2.) beschreibt, 11m1 
in Abbildung gibt. Baierlein ist auch der erste, welcher (lcn  
Zeggin in die Kunstgeschichte einführt, indem die ChilTer P. Z. auf 
seinen Geprägen nicht erklärt war. Das erwähnte Goldstück trügt 
diese Buchstaben, Streber schreibt sie aber dem Zacharias Pelzßn, 
zu, welcher von 1584-94 churfiirstlicher Siegel und I'1'iigseh1iei_ 
der war, und dem somit Münzen und Medaillen aus der Regim 
rungszeit Wilhelm V. (f 1596.) angehören könnten. Sein Vorgiilh 
ger war Peter Weinher.  
Paul Zeggin starb zu München 1666. Er hinterliess zwei Söhne, 
Namens Paul und Caspar, welche ebenfalls tüchtige Siegel- und 
Stempelschneider waren. Sie erhielten nach dem Tode des Vaters die 
Hofarbeiten als churßsiegel- und Münzprägschneider. Paul schnitt 
meistens die Siegel, und Caspar die Stempel zu den Münzen und 
Medaillen, welche mit G. Z. bezeichnet sind. Letzterer starb 171:" 
Zehelem, Justus Friedrich, Kunstlicbhaber, geboren zu Bßireuih 
1760, erwarb sich den Ruf eines trefflichen Zeichners. Er zcieh_ 
nete Bildnisse und Landschaften, letztere gewöhnlich in Aquarqh 
äiziigesl winde nach ihm gestochen. Starb zu Neustailt an dm. 
u m a s ustiz-Amtmann 1802. 
Eigenhändige Radirungen. 
1) Das Bildnisß des Künstlers. Mit F. Z. bezeichnet, I2. 
2) H. L. Zehelein, nach eigener Zeichnung, 4. 
3) Joh. Guttlieb Richter, Sekretär zu Baircuth, 12. 
4) Ansicht von Sanspareil, qu. fol. 
5) Einige Vignetten in S. Gessneüs Manier, 12. 
Zehender, Garl Ludwig, Maler, geboren zu Gerzensee in der 
Schweiz 1751, verlebte seine Binderjahre zu Nyon in der Wann 
wo sein Vater Pfarrer war. Um 1769 begab er sich nach Paris, um 
einen gründlichen Unterricht in der Iinnst zu erlangen, war aberj 
wie in der Heimath, auch hier auf sich selbst angewiesen. Dgch 
fand er an dem Herzog von Chartres einen Gönner, welcher dem 
Künstler einen Gehalt aussetzte, und ihm den Titel eines herzmm 
liehen Zeichners verlieh. Zwei grosse Zeichnungen in Aquareü 
Winlielrietifs Tod, und Wilhelm Tell's Verurtheilung, machten ihn. 
auch im Vaterlande vortheilhaft bekannt, und erwarben ihm eine 
Unterstützung der Berner Regierung. Später nahm er an der {Ich 
ausgabe der bekannten Wagnerkchen Schwelzerprospekte im Fan 
hendruck Theil, deren Fortgang aber unterbrochen wurde. [m 
Jahre 1781 verliess der Künstler Paris, und erlangte in Bern das 
Biirgerrecht. Hier führte er viele Zeichnungen in Farben aus, und 
malte auch Bilder in Oel, meistens Volhsscenen und Schlachtsm- 
ehe. Einige der letzteren sind sehrgeistreich behandelt, andere 
Gemälde aber, besonders die Bildnisse ängstlich vollendet, wodurch 
der übrigens verständigen Cumposition Abbruch geschieht. Um 1315 
starb der Künstler. 
Durch folgende Blätter wurde er in weiterem lireise belsanm,
        

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