Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Witsen - Zyx
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1825336
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1827933
Zeghers 
oder 
Zegevs . 
Herkules. 
ner letzten und grössten Platte. In der Sammlung des Erzherzogs 
Carl zu Wien sind vier kleine Blätter, welche in Dresden nicht 
repräsentirt sind. Dagegen aber hat das erzherzogliche Cabinet kei. 
neu Abdruck von denen in Dresden. Die Sammlung des Prinzen 
Friedrich in Dresden bewahrt zvveiBlätter, welche von den obigen 
verschieden sind. Die Zahl der Radirungen dieses Meisters be_ 
läuft eich daher iuf circa zwanzig. Die meisten der folgenden 
Blätter sind in qu. 4. 
i) Landschaft niit einem sich weit ausbreitenden Baunie in de, 
Mitte des Blattes, rechts Häuscr von Bäumen umgeben, im 
Grunde Schiffe auf der See, und in der weiten Ferne Thiir- 
me. II; 8 Z. 2 L4; Bf. 10 Z. 5 L4 
Dieses Blatt ist in Aquatinta übergangen, und die LuQt 
bis über die Gräliien der Baumformen mit der Wiege. wie, 
bei den Schabblättern bewirkt. Zwei ähnliche Blätter lie. 
ferte im 16. Jahrhunderte D. Hopfer, und Zeghers steht zvvi. 
eehen (liegen; und dem französischen Künstler le Prince als 
Erfinder der Tuschmanier, als welcher le Prinee gilt. 
2) Reiche Landschaft in die Höhe und mit weiter Ferne. Link, 
im Vor runde auf den Felsen Tannen: und Fichtenstiimme, 
und au? dem Thalgebirge in der Mitte Gebäude von Ge- 
eträuchen umgeben, worunter rechts ein Thurm emporreichn 
3) "Beiche Gebirgslandschaft. Im Vorirunde ein grosser kahle, 
Hügel mit Steinen, rechts ein Wer mit einer Hütte. Leiche 
radirt und kräftig geäm. A 
Ausser dem Exemplar m Dresden kennt man auch eine; 
l in der Sammlung des H. von Nagler in Berlin. 
4) Landschaft mit Felsmassen im Vorgrunde bis zur Femm 
Im Mittelgrunde ein kleiner Flecken, wo sich ein spitzi e, 
Thurm und die Brücke mit einem Bogen auszeichnen. Jg" 
Wesserfall gibt seine Masse nach dem Vorgrunde ab. 
Von diesem geistreich radirten Blatte gibt es folgendß 
Abdrücke:    
I. Die ganz feinen Aetzdriicite. Ein höchst seltener Probe. 
druck in Dresden zeigt über den Bergen mehrere Proben 
von Kreuzschraiiirungen.  
U. Die Platte tiefer geiitzt mit Anwendung von ganz feinen und 
dichten Schatten- und Halbschattenperthien, wodurch die 
Lichter pikanter werden. Ä 
III. Dieselben Vorzüge. An dein im Vorgrunde links befindli- 
ehem Baumstamme sieht man einen Ast, an den Felsen 
rechts, und en drei anderen Parthien in der Ferne zeigen 
sich herausgeschlißene Stellen. 
5) Gebirgsgegend. Die Bergreihe geht nach dem Mlttelgrunde 
und der Ferne. Auf der Fläche sind eine große Anzahl kleb 
ner Gebäude und Massen von Bäumen. 
6) Hohe Gebirgsgegend. Im Vorgrunde rechts ein spitziger FeL 
sen, an dessen Fuss ein kleiner Bach, und Bäume und Ge_ 
sträuche sich ausbreiten. Hinter dem Felsen erhebt sich ein 
Bergschluss mit einem Thurme, und nach links bemerkt man 
gas Dorf. Ein sehr niedliches Blättchen. H. 5 Z. 5 L., Bh 
Z. 7 L. 
7) Kleiner Wald von belauhten Bäumen. Es führt die Straße 
durch denselben, und links sieht man eine alte Hütte mit 
epitzigem Schornstein. Diese: Blättchen ist die Arbeit eine; 
genialen Künstlers, und von höchst geistreicher Behandlung,
        

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