Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Witsen - Zyx
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1825336
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1827046
Wylc, s. Wyck. 
Wykeham, William 70h, Architekt, wurde 1524 zu Wikeham 
in der Grafschaft Southampton geboren, und galt zu seiner Zeit 
als ein Muster von Gelehrsamkeit und Kunst. Das Studium der 
Geometrie führte ihn auf die Baukunst, welche damals in England 
grosse Kräfte erforderte. König Edward 111., welcher 1377 starb, 
wählte ihn zum Baumeister des neuen Schlosses in Windsor, und 
liess aus ganz England Werkleute zusammenkommen, wie Ashmole 
(Hist. of the Garter p. 12g) benachrichtet. Edvvard III. liess das 
alte Schlossgebäude Wilhelms des Ellroherers, welches Wilhelm von 
Florenz mit Malereien verziert ha to, abbrechen, und nur drei. 
Thiirme auf der Westseite stehen. Der Bau des William ofWikeham 
erlitt im Verlaufe der Jahrhunderte ebenfalls viele Veränderungen, 
sowie die St. Georgen-Capelle, in welcher Edvvard III. den Orden 
vom Hosenband (Ordre of the Garter) stiftete. Die grössten Er- 
weiterungen wurden unter der Königin Elisabeth und Carl II. vor- 
genommen, und Georg III. liess durch James Wyatt das Schloss 
llIl. modernen Begriffe herstellen. Im Jahre 182i bewilligte aber 
das Parlament 500000 Ff. St. zur Herstellung des Schlosses im al- 
ten gothischen Style. JelTry Wyatville war derjenige Künstler, 
welcher dem Iiöni sschlosse seine jetzige imposante Gestalt gab. 
Aus der Zeit des äVilhelm von Wikeham sind. nur noch einige 
Iläume übrig. 
König Richard II. (1577 - gg) ernannte den Künstler zum 
Erzbischof von Winchester, und 1589 zum Staatskanzler. In die- 
ser hohen Stellung war er vielen Kabalen ausgesetzt, und zuletzt 
schÖerer Schuld angeklagt, wovon ihn aber das Parlament los- 
sprach. Die letzte Zeit seines Lebens verlebte er in Winchester 
als Muster christlicher Tugend. Parteiansicht ist es, wenn man 
ihm die Verbannungldes John Wickliffe (1-1585) als Akt der Un- 
duldsamkeit zum Vorwurfe macht. Wir haben hier nur noch zu 
bemerken, dass William von 1591 an die Cathedrale von Winche- 
ster vollendete, so wie sie jetzt dasteht. Den Bau begann Bischof 
Ethevvold 980, Walkelyn gründete 107g einen neuen Dom, Henry 
da Blois (1155) und Lucä Edington (1545) setzten ihn fort, bis 
endlich William das Wer krönte. Er starb 1421. 
Wyl, Jakob 70H, Maler-und Patrizier zu Luzern, nahm den Hol- 
bein pum Vorbilde. In der Stiftskircäie zu Luzern waren viele 
schöne Gemälde von Wyl, sind aber urch Brand zu Grunde ge- 
gangen. Im ehemaligen Jesuitenkloster daselbst ist ein Todtentanz 
von ihm, welcher jetzt durch Abbildung bekannt ist: 'l'odtentanz 
oder Syiegel menschlicher Hinfälligkeit. in 8 Abbildungen, welche 
von J, v, Wyl gemalt sind. Getreu naehflen Origmahen lith. von 
Gebr. Eglin. Mit deutschem und lranwmchem Text von Burkhart 
Leu. Luzern 18145, qu. 1'01- 
Im Jesuiten-Collegium zu Luzern wurde auch dem Caspar 
Meglinger, einem Schüler ungers Künstlers, ein Tbdtentanz zu- 
geschrieben, aber vielleicht mit Unrecht. Von Meglinger ist der 
odtentanz auf der Spreuerbrücke zu Luzern, welcher von jenem 
WyPs verschieden ist. Dieses geistreiche Werk war lange in einem 
Gange des Regierungsgebäudes veruachlässiget, und erst 1845 her- 
Wfgelßgßn und restaurirt worden. Vgl. WeigePo deutsches liunst- 
bmt 1850 s. 59, 
Wyl starb zu Luzern 1621. Meglinger heirnthete seine Willwß-
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.