Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Witsen - Zyx
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1825336
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1826969
WVyatt , 
Samuel. 
Wyatvillc . 
JeEry. 
143 
in Rom. S. Penrce hat sein Bildnis: 
neten Werke ist es gestochen. 
in 
und 
dem 
bezeich- 
Wyatt, Samuel, Architekt zu London, machte seine Studien in 
Italien, und nahm mit Vorliebe die classische Arcbitekur der römi- 
schen Vorzeit zum Muster. Versehen mit einem reichen Porte- 
feuille von Zeichnungen kehrte er in die Heirnath zurück, wo ihm 
bald Auszeichnung zu Theil wurdefselbst neben James Wyatt, 
welcher damals als derjenige Meister betrachtet wurde, welcher al- 
lein der höchsten Aufgabe fähig war. Er baute von läß  95 
das Trinity-house in London, und machte dabei seine enntniss 
des jonischen Styls geltencl,__welcher aber gerade hier nicht klas- 
sisch erscheint. Dennoch Frundete er mit diesem Werke seinen 
Ruf, so dass ihm verschiec ene andere Bauten übertragen wurden. 
Sein Todesjahr ist uns unbekannt.  
Wyart, qihßma5 Henry, Architekt zu London , stand unter Lei- 
tung des beriihtnten C. N. Cuckercll, und machte dann seine wei- 
teren Studien H1 Italien, wo er neben der classischen Baukunst 
sein Hauptaugenmerk auf die Werke des italienischen Mittelalters 
und der Renaisance richtete. Wyatt baute 1842 mit D. Branden 
die County Courts zu Cambridge, eine Reminiscenz der Bnsilica 
des Palladio zu Vicenza. Sie bauten auch die Kirche der heil. Jung- 
frau zu Wilton bei Salisbury, welche mit dem durch einen Gang 
verbundenen Glockenthurm an Veroneser Kirchen erinnert. Wyatt 
ist Mitglied des B. Institute cf" british architects, und seitjlßztü 
Ord. Membre of Council desselben. 
Wyatville, deüfy, Architekt, war der Sohn des Joseph Wyatt, ei- 
nes Landbaumeisters zu Burton-upon-Trent, und wurde daselbst 
1765 geboren. Seine erste Bildung erhielt er in der Freischule 
 jener Stadt, und trat dann zu London bei seinem Onkel James 
Wyatt in die Lehre, welcher ihn die üblichen sieben Jahre unter 
Aufsicht hatte. Hierauf arbeitete er bei einem zweiten Onkel, Sa- 
muel Wyatt, welcher in Rom seine Ausbildung erlangte, und dann 
durch den Bau des Trinity-house zu London einen bedeutenden 
Ruf erworben hatte. Im Jahre 1799 associirte er sich mit einem 
angesehenen Landbaumeister, der grosse Bauten auf Contrakt für 
die Regierung ausfiihrte, und blieb bis 1824 in dieser Lage, bis 
ihm der ganz unerwartete Befehl zuging, sich zu Georg IV. zu 
begeben, um von diesem riiclssichtlich der Restauration "von Wind- 
sor-Caslle Instruktionen zu erhalten. Sein Plan wurde angenom- 
men, und 1824 legte der König den ersten Stein. Bei dieser Ge- 
legenheit ertheilte der König dem Künstler die Vollmacht, seinen 
väterlichen Namen Wyatt in Wyatville uinzuändern, nicht nur um 
 ihm persönlich eine Auszeichnung wiederfahren zu lassen, sondern 
auch der bequemeren Unterscheidung von James Wyatt willen, 
welcher während der Regierung Geoi-ällll: zu YVindsor viele Bau- 
 teu ausgeliilirt hatte. Als ißgß der 'o4nig seine Zimmer bezog, 
 ertheilte er dem Architekten die Bitterwurde. 
Die Wiederherstellung, oder vielmehr Abänderung und Ver- 
vollständigung von Windsor- Castle ist NVyat-rillek grossartigste 
Leistung, er hat aber in den Grafschaften von England und Wa- 
les noch viele andere bedeutende Bauten geführt. Auf Befehl der 
Königin Adelheid entwarf er auch den Plan zum Sehlosse Alten- 
Slßilt im Herzogthum Mciningen, und einen anderen für ein her- 
zogliches Schloss mit grossen btallgebäuden ete. in Meiningen. Der 
 Herzog verlieh ihm dafür das Grusskreuz desErnestinischen Haus- 
UPllCllS.
        

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