Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Witsen - Zyx
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1825336
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1826950
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Wyatt, 
PhiIHPIL 
Q1 
Wyatfs , 
Richard 
James. 
trage des Herzogs von York das Statford-house, den Palast des H: 
zogs von Sutherland. Dieser Bau bildet ein Viereck von 120  
150 Fusl. Zwei seine rFaqaden sind über dem Sockel mit secl 
 korinthischen Säulen versehen, über welchen sich ein Giebelfe 
befindet. Sie bilden aber keinen eigentlichen Portikus, indem Sii 
 zwischen der Mauer und den Säulen nur ein sehr schmaler Bau 
zeigt. Nur die Nordfacade besitzt einen ziemlich stark hervortr- 
tenden Portikus. der aber in seiner Dürttigkeit dem Gebäude nicl 
 zur Zierde gereicht, da die weiten Zwischenräume der Vermuthun 
Baum geben, dass Säulen herausgebrochen seyen. Das Ganze i 
alhäglich und geschmacklos. Ein grosses Wohnhaus ist dcsswege 
noch nicht grossartig, und man kann es daher den Emhusiasxe 
für die ethische Bauweise verzeihen, wenn sie im Anblicke ein. 
solchen glalastes der classischen Architektur den Stab brechen, f 
sie im Vergleiche der gothischen Pracht in Armuth und Dürfti 
keit erscheint. Doch hat der englische Architekt J. Elmes, e; 
Anhänger der Classiker, diesen Palast prachtvoll genannt, und i 
den vier Frontons architektonische Schönheit und Grossartigke 
gefunden.    
Indessen ist gegenwärtig StaFord-house nicht mehr in der vo_ 
Wyatt hergestellten Form. Der Sohn des Herzogs von Sutherlan 
hat iiber den Hauptstock noch ein Stockwerk setzen lassen, wc 
durch das Gebäude zwar höher. aber plumper geworden ist, un 
die Ordnung stellt sich noch unbedeutender dar. 
In Verbindung mit seinem Bruder baute er das Crocltford 
Clubhaus, und dann das orientalische Clubhaus. Diese Gebäud 
nehmen sich neben den anderen Häusern allerdings imposant aus 
 sie erscheinen aber kahl und geschmacklos im Styl. Die große; 
 schmucklosen unteren Fenster des Croektord-house sind eine wahr 
 1- Verhöhnung des guten Geschmackes. Starb 1836. 
Wyau, Richard JiImGS, Bildhauer, wurde 1795 zu London ge 
boren, wo sein Vater Edward dieselbe Kunst iible. Dieser Meister 
welcher 1855 in Surrey starb, ertheilte ihm den ersten Unterricht 
bis er unter C. Rossi's Leitung kam. ln Rum ward ihm A. Ca 
nova Freund und Lehrer, und 1821 begab sich Wyatt nach Paris 
 um in Bosio's Atelier Aufnahme zu finden, da dieser Bildhauer i; 
jener Zeit ein" grosses Feld behauptete. Wyatt kehrte aber balr 
wieder nach Rom zurück, und verblieb daselbst eine Reihe vor 
 Jahren, so dass er der englischen Schule fern steht. Es finde! 
sich treifliche Bildvverke von seiner Hand, welche in der fleissige; 
und weichen Behandlung des Marmurs an Canova's schönste A,- 
beiten erinnern. Bei allen seinen Darstellungen leitete ihn ein fei. 
 ner Schönheitssinn. Ein meisterhafte: Werk ist seine Statue de, 
 Penelope mit dem Bogen und dem Hunde zu den Füssen: Im Jahr, 
1841- für die Königin von England in Marmor ausgeiulirt bclin. 
det sie sich jetzt im Schlosse zu Windsor. In der Art Union 134g 
findet man dieses Werk in Kupfer gestochen. Der Herzog von 
Devonshire besitzt die Statue der Nymphe Musidora, aus Thomsozi": 
 Jahreszeiten entnommen. Die Gruppe der Iuo mit Bacchus erwarb 
Sir Robert Peel, und eine ins Bad steigende Nymphe kam in den 
Besitz des Herzogs von Leuchtenberg in St. Petersburg. Ein ge. 
riihmtes YVerk ist auch die Statue der Glycera, und an dieses i-Ci. 
licn sich zwei Statuen von Nymphen. Die letzten Arbeiten XVyatFs 
sind die Statuen von Flora und Venus. Ueber das Leben und die 
  Studien dieses berühmten Künstlers gibt Art Union 1850 p. 24g 
ausführliche Nachrichten. In dem erwähnten Jahre starb Wyau
        

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