Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Witsen - Zyx
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1825336
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1825559
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Witte, 
Franz 
Adolph 
Wirte, 
Emanuel 
dieselbe Lieder singt. und andere Feierlichkeiten gehalten VVßftlel 
Auf anderen Bildern zieht das Volk aus der Kirche, oder es wohi 
einer Begräbniss bei u. s. w. Von ausserordeixtlicher Wirkung i: 
der Reflex des Sonnenlichtes, welches in die dunkle Kirche dring 
Doch malte der Künstler auch öffentliche Plätze, besonders i 
Amsterdam. Der Fisch- und Gemiisemarkt bot ihm zuweilen Sto 
zu schönen und reichen Bildern. In Gallericn ist er indessen nick 
häufig. Im k. Museum zu Berlin ist die innere Ansicht einer Kir 
che mit massigen Formen des späteren italienischen Styles. Da 
scharf einfallende Licht, und die lebendige Staifage machen die 
ses mit dem Namen des Meisters bezeichnete Bild von 1667 seh 
anziehend. In der Gallerie zu Pommersfelden sind ebenfalls zwe 
meisterhafte Architekturstücke. Das eine führt in die Hauptkireh 
zu Delft, wo das Grabmal des Grafen Wilhelm I. von Oranien 
Nassau hervortritt. Das zweite Gemälde gibt eine Seitenansich 
derselben Kirche, und beide sind reich staifirt. Im Museum zu 
Paris war unter Napoleon I. ebenfalls eine Ansicht der genannter 
Kirche mit dem Grabmale Willem I. Das Bild war hUXJSIbGI-IU 
aus dem Cabinete des Prinzen Statthalter der Niederlande , und 
wurde nach der Restauration reklamirt. Reville und Caquet haben 
dieses Bild für das Musee Napoleon gestochen, unter den; Titel: 
Chevet de Peglise de Delft. Kleinere Stiche sind von Lienard und 
Villerey, nach Aetzungen von Reville und J. de la Porte. In der 
Sammlung des Conterenzrathes Bugge zu Copenhagen waren bis 
1842 zwei Bilder von de Witte, das Innere einer Kirche mit dem 
Prediger auf der Kanzel, und eine Ansicht des Fischuiarktes in 
Amsterdam. In der Sammlung des Direktors Tischbein zu Eutin sah 
man bis 1358 die innere Ansicht einer gothischen Kirche mit dem 
Prediger auf der Kanzel. Im Vorgrunde steht ein Mann im m- 
then Mantel mit seinen Hunden. Descamps sah (1754) auch im 
Haag Bilder von, de Witte, besonders in den Sammlunien van 
Slingelandt und van Bremen. Eines der schönsten Wer c ging 
zu Grunde. Es stellte den Chor der neuen Kirche zu Amsterdam 
vor, mit dem Grabmale des Admirals Ruyter. Er hatte es für den 
Ritter Aug. Ruyter gemalt, welcher aber vor der Vollendung starb. 
Ein Verwandter des Ritters bot dem Meister 200, und dann 500 fl-, 
de Witte fand aber den Preis so gering, dass er das Bild zcrriss. 
Er war überhaupt ein hochfahrender Mann , welcher einmal dem 
dänischen Consul, als er ihn an die Bestellung zweier Bilder für 
den König erinnerte, antwortete, wenn sein Ochsenkönig die Bil- 
der nicht haben wolle, werde der andere Liebhaber finden. Dabei 
war aber de Witte ein Bruder Lieder-lieh, welchem G. Lairesse 
die Nase einschlug, als er in der Schenke eine unflättige Barri- 
Iiatur zeichnete. Meister Lairesse hatte sein Riechorgan in Folge 
von Ansteckung verloren. In der letzteren Zeit seines Lebens kam 
de Witte in missliche Verhältnisse, und zuletzt wollten die Wirthe 
nicht mehr borgen. In Folge einer Zankes in der Schenke stürzte 
sich (1692) der 85 jährige Greis ins Wasser. Descamps erzählt 
mehr von diesem Manne. 
Witte, Franz Adolph de, Maler von Stralspnd, war in Berlin 
um 1852 Schüler von Kretschmar. Er malte Blldnisso und Genre- 
bilder. 
VVÜZCB, Ferdinand Emanuel de, Maler von Stralsund, machte 
um 1824 seine Studien an der Akademie in Berlin, und verweilte 
mehrere Jahre in dieser Stadt. Er malte historische Darstellungen, 
Sccnen au: Dichtern und Genrebildcr.
        

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