Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Vouillemont - Witsen [vielm. Witig]
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1829259
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1830282
U0 
WVaIdmanu . 
Wüxldmiiller , 
Ferdinand 
Geürg, 
vvaldmann Öde? vvaltmanll; der Name einer Malerfmnilie in 
Innsbruck, welche im Verlaufe von hundert Jahren viele Werke 
schuf. 
Michael Waldmann war 1632 bereits Hofmaler des Erzherzog; 
Leopold, und schritt löliö zur zweiten Ehe. Er starb als Hofmalex- 
des Erzherzog Ferdinand Carl von Tyrol. Sein gleichnamiger Sohn 
war ebenfalls Maler. Von dem älteren Waldmann ist das Hoch- 
altarblatt bei den Franziskanern in Hall. Andere Bilder sind von 
beiden Künstlern gemeinschaftlich ausgeführt. In der Sammlung 
zu Leopolpskron ist sein eigenhändiges Bildniss. L. Hcclacnatiqx- 
stach nach Ihm die Reinigung Maria. G. A. Wolfgang stach The- 
sen nach seinen Zeichnungen, so'wie ein Denlsblatt auf den Arm 
 Cammerliinder. 
Caspar Waldmann, der Sohn des jüngeren Michael Kvalrlmann, 
malte 1089 den Plafond der Mariahilfliiqche zu Innsbruck in Frcscth 
In der Spitalhirche daselbst ist ebenfalls ein Frescobild von ihnh 
.und andere Arbeiten dieser Art sieht man im liloster zu Wiltau. 13,5 
sonderen Beifall erwarb er sich durch seine Darstellung des Gigan. 
tensturzes im Palaste des Grafen Tannenberg in Schwaz, dieses G3- 
niälde ging aber 131g durch Brand zu Grunde. Auch in der Ilüfka 
pelle zu Brixen, in der Frauenkapelle zu Neustift, in den Schlössern 
zu Dietheim und Mühlen sind Bilder in Oel und Frescu von ihm. ß_ 
lfiilian stach nach ihm das Bildniss des rönxischen Königs Joseph 1., und 
G. A. Wolfgang das Portrait des seeligen Peregrinus. Er starb 173m 
Johann Paul und JosephWaldmann malten 17H den Herkules- 
Saal in der alten Burg zu Innsbruck. und erregten Solche Zufrie- 
denheit, dass man ihnen zu den bedungenßll 580 ll. noch 20 I], 
 Gratifikation gab. Joseph malte auch das Hochaltarbild im Spitale 
,zu Innsbruck, und für Privxatpersonen Sülßßlelbl-lller- D0? Hüpfer- 
stecher Heiss in Augsburg stach mehrere seiner Zeichnungen in 
Kupfer. Von Bodenehr haben wir ein grosses Blatt in schwarzer 
Manier, welches die Maria von Weissenstein mit den Ordensstif. 
tern der Serviten vorstellt. Dieses Blatt hat die Jahrzahl 174,_ 
Bald darnach starb der Künstler. Er war der Meister des Malers 
J. F. Schor. 
Johann Paul lebte in Wien unter Kaiser Leopold, und starb 
in Pra .  
US: 1629 lebte zu Frankfurt ein Kupfersteeher Joh. Philipp 
Waldmann. 
Waldmüller, Ferdinand Georg, Mill", wurde 179; zu VVien 
geboren, und übte sich Anfan s unter Zintlefs Leitung un Blumen- 
zeichnen. Hierauf nahm ihn grofessor Maurel: IQ Seine Schule auf, 
wo er gchun im zweiten" Jahre den ersten Preis im Zeichnen nqch 
dem Hupfe, und im folgenden Jahre jenen nach der Figur Clllieln 
Nach Verlauf dieser Zeit war er der fleissigste Zeichner im Antiken. 
Saale, und a]; ihn Lampi mit der Behandlung der Farben vm, 
traut gemacht hatte, galt Waldmüller bald als einer clcr-glucklicgb 
sten Miniaturmaler. Aus jener Zeit stammen viele Bildnisse, Wg]- 
clie eben so ähnlich, als schön behandelt sind. Darunter sind viele 
Bildnisse von ungarischen Magneten, deren er innerhalb eine; 
Zeitraumes voudrei Jahren beim Landtage in Prcssburg gemalt 
hatte. Waldmiiller fand auch noch später in den Städten Qngaru; 
Bcschältigung, so wie in Prag, wo seine Miniaturen ebenlalls be. 
wundert wurden. Endlich kehrte er mit seiner Gattin. der berühm- 
Sgingerin Catharina Weirlner, wieder nach Wien zuruclf. Wh er 
sich mit aller Kraft auf die Oelmalerei verlegte. Er cupirte un Helve-
        

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