Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Vouillemont - Witsen [vielm. Witig]
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1829259
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1830123
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Wa gn er k, 
Nanette. 
Wvugner , 
Mit dem Monogramme nnsers M. Wagner ist ein fliegender; 
Blatt bezeichnet. Es stellt den Augustiner Münch G. Rabe vuu 
Prag vor, welcher später evangelischer Lehrer in Wittenberg wurdm 
Wagner, Nanette, Hunstliebhaberin, ist durch folgendes Blatt bq- 
kennt. Sie ist wahrscheinlich die Schwester des Otto Wagner. 
Landschaft mit _weiter Ferne. Nanetle Wagner fec. 1830, qu. 3_ 
Wagner, OlJIO, Landschaftsmaler, wurde 1805 zu TYn-gau geboren, 
kam aber 1815 mit seinem Vater. dem k. sächsischen Yvasserbau- 
Direktor Christian Friedrich Wagner, nach Dresden, wo er 1816 
die Akademie besuchte, um sich in der Historienxnnlerei ausznhil, 
den. Allein er fühlte sich auf dem Gebiete der Landschziftsxnalerni 
bald heimischer, und suchte daher dielYIittel zu erlangen, Welche 
 ihm dazu nothwendig waren. Er genoss aber nur in der Perspek- 
tive gründlichen Unterricht, welchen ihm der ThcatermalcrJenlzsel, 
ertheilte, mit Hinwcisung auf die Gesetze der Architektur und 01-- 
narnenlik. In der Technik der Qelxxialerei war er fast auf sich a1_ 
lein angewiesen, da auf der Akademie in dieser Beziehung wenig 
geboten wurde. Er hätte sich zwar der Anleitung der berühmten 
Landschafter Dahl und Friedrich bedienen können. allein man 
hatte damals die vorgefaisste Meinung, alles unrnittilüar nach du; 
Natur zu studiren, um nicht in die Manier eines anderen zu 5.5 
rathen. Auch nach guten alten Bildern zu copiren, hielt man für 
hinderlich, und so lernte Wagner die yraktischeh Hilfsmittel zwar 
spät, aber sicher kennen. 
 Das erste Bild, welches sich einiger Beachtung zu erfreuen 
hatte, stellt eine Schlittschuhbahn oberhalb der Elbebrücke den 
Damals befasste sich Wagner auch mit der Theatennalerei, da ihm 
Jentzseh fortan hehülflich war, und als dieser Meister 1826 mit 
Tod abgegangen war, wurde ihm die Auszeichnung zu Theil, Vor- 
lesungen über Perspektive und Schattanlehre auf der Akademie ge_ 
hen zu dürfen. Das Honorar benutzte er zu einer Reise nach 
dem Rhein, dem Schwarzwald, nach der Schweiz und nach Bayern 
wobei die architektonischen Denkmäler seine besondere Aufrnark: 
samkeit erregten. Nach seiner Rückkehr führte er mehrere BiL 
der in Oel aus, worunter der Hreuzgang in Zurich, und die Wal-L 
burg-Capelle mit vielen Figuren zu den gelungensten gehdreu_ 
Durch den Verkauf dieser und anderer grösseren und kleineren 
 Bildern wurde es ihm 1850 endlich möglich, E1118 R915? nach ltn- 
lien zu unternehmen, wo er eine grosse Anzahl von Zßlüilnllllgqn 
fertigte, und besonders auch solche Studiexrmaßblß, Welche einen, 
Architekturmaler und Ornamcntisten am meisten von Nutzen sind, 
In Rom verlebte er Herbst und Winter, die weiteren Pläne störte 
aber 1851 der Ausbruch der Unruhen, und somit fand er es gß 
rathen, nach Deutschland zurückzukehren, wo die politischen Ver, 
hältnisse ebenfalls eine bedenkliche Wendung nahmen. Jetzt führte 
Wagner einige seiner Zeichnungen in Ocl aus, unter welchen wir 
die Ansichten des Grabmales der della Scala in Verona, des Hu_ 
fes im Palazzo vecchio zu Florenz, des Marktplatzes in Perugia 
und der Piazetta in Venedig erwähnen. Im Jahre 1832 führte er. 
mit. seinem Freunde Oehme eine Reihe von Temperabildern aus 
die durch Kerzenlicht beleuchtet zur öffentlichen Ausstellung bei 
stimmt waren, und grossen Beifall fanden. Im folgenden Jahre 
erhielt er vonßDr. Härte] in Leipzig den Auftrag, mit dem Male,- 
Peschel eine Loge in seinem neuen Hause in Fresco zu verzieren, 
Andere Malereien dieser Art sind im Gartensalon des Dr. Crnsm.
        

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