Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Vouillemont - Witsen [vielm. Witig]
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1829259
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1830071
YVßgn er , 
J oh. 
Pei. 
Alex. 
Joseph. 
Wagner, 
G9 
Beachtung verdienen. Er fertigte mehr als 100 Altäre, dann "Stullwn 
in llulz und Stein, Basreliefsi, Vasen u. s. w. Seine 14 Passions- 
gruppeu 111 Lebensgrüsse auf dem St. Niculausberge galten als 
Meisterwerke. Auch die Statuen und Urnen auf der neuen Culon- 
nade, welche den Residenzplatz einschliesst, die Statuen und liin- 
dergruplaen auf der 'l'reppe der Residenz, und die Statuen und 
Grilppeix im Garten zu Veitshöchheim bei Würzburg wurden ge- 
rühlnt. Die Statue des hl. Ignaz von Luyola an der 1721911110 der 
Jesuitenlsirche der genannten Stadt musste er auf Befehl des Bi- 
schofs Franz Ludwig in einen Pastor bunus umändern, was sehr 
gut gelang, weil man nach ScharPs Bemerkung (Würzburg und 
seine Umgebungen S. 261) aus einem Jesuiten Alles machen kann. 
Dieser Künstler starb 180g. 
Wagner, JOSGPlI, Iiupfersteicher, wurde 1706 zu Thalendorf am 
Bodensee geboren, und von J. Amiconi in München unterrichtet, 
welcher ihn als Iiltaben von vierzehn Jahren aufnahm. Er wollte 
Maler werden, und hatte auch schon einige Praxis erlangt. als 
er bei dem Iiupfersteclter Spiith zu München in die Lehre trat. 
Nach zwei Jahren nahm ihn Ainiconi mit sich nach Rom, Wagner 
besuchte aber nach einiger Zeit die Akademie in Bologna, und 
fand erst nach vier Jahren seinen Meister Amiconi in England 
wieder, wo er drei Jahre dessen Gehülfe in der Malerei war. End- 
lich rieth ihm dieser, aussehliesslich der Iiupferstccherkunst sich zu 
widmen, und in Paris den Unterricht desL. Cars zu suchen. Nach 
einiger Zeit ging er wieder nach England, und verblieb da tust 
fünf Jahre im Hause AmicunPs, bis dieser 175g) n.aeh Venedig sich 
begab, wo Wagner sein Glück fand. Er gründete eine liunst- 
handlnng, und verband damit eine [iupferstechersehnle, aus wel- 
cher namhafte Schüler hervurgingen, die aber in der Folge den 
Meister weit überlliigelten, besonders Volpato und Bartolozzi. Die 
ersteren Arbeiten dieser Meister erschienen in Wagneris Verlag, 
und auch eine Menge anderer Blätter sind Arbeiten von Schülern, 
welche theilweise nur Wagner?) Adresse haben, so dass es schwer 
hält, den Stecher zu bestimmen. Viele dieser Wugnefschen Ver- 
lagsartiliel sind auch unbedeutend, eigentliche lfabriltwaare. Er 
Selbst aber hatte als Künstler Ruf, da er die Nadel und den Grab- 
 stichel gut zu handhaben wusste. Er arbeitete in einer gefäilligen 
 und breiten Manier, in der Weise des Jahob Frey. Auch deu- 
tete er die Farbe verständig an, wobei sein rautenlörmiges l'un-n 
grosse Hralt bekam. Ehedem sah man die Wagneüschen Stiche 
als Zierden in Zimmern vornehmer Häuser, diese Zeit aber ist 
längst vorbei. Der Künstler starb zu Venedig 1780. 
Zu seinen Hauptbliitterit gehören Folgende, doch rühren sie 
theilweise von anderer Hand her, obgleich sie seinen Namen fiih- 
ren. Die bessten Blätter seiner Schüler gab er unter seinem Na- 
men lteraus. Auf andern steht: Ex calcographia Jos. Wagner Ve- 
netiae. Mitarbeiter waren die Stecher Bartoluzzi. F. Berardi, Vol- 
pato, Flipart, F. Brunet, A. Capellan, F. Jampicoli u. s. w. 
1 ) Petrus lYlagnus llussorum Imperator. Zur Seite der Minerva, 
ganze Figur. Nach J. Amiconi, gr. fol. 
2) Anna Prima Russorutn linpcratrix, ganze Figur in reichem 
Costüm. Nach demselben, gr. folf 
5) Elisabeth Petrovvna, Kaiserin von Russland, halbe Figur in 
Wvlliell. Nach Amiconi. gr. fol. 
ü) Almochus Princeps de Cantcniir, russischer Gesandter in 
London. Nach Amicotii 17515, hl. 4.
        

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