Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Vouillemont - Witsen [vielm. Witig]
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1829259
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1835108
Withoos , 
Alida , 
Mazhias 
Withoos. 
vvlthßüs; brßnz, Maler, geboren zu Amersfort 1657, war Schülvr 
seines Vaters Mathias. Er malte Blumen. Früchte und Insekten 
sehr schön in Wasserfarben, wesswegen ihn der General Iinmy 
huysan mit sich nach Indien nahm. Withuos malte in diesem 
Lande Pflanzen und Insekten, leistete aber nach seiner Rückkehr 
nicht mehr so Vorzügliches, als früher, wie Descampn behaupten. 
Starb zu Hoorn 1705. 
WIÜhOOS; Jan, Landschaftsmaler. genoss den Unterricht seinen Va- 
ters Mathias, und begab Sich dann nach Rom, wo er im Verlaub: 
mehrerer Jahre alle Merkwürdigkeiten in Aquarell zeichnete. E1- 
malte auch viele italienische Landschaften in Oel nach der Natur. 
Andere sind cumponirt, wobei ihm seine Zeichnungen dienten. 
Nach seiner Rückkehr aus Italien wurde er Hofmalor des Herzogs 
, von Sachsen-Lauenburg, und desswegcn sind seine meisten Bilder 
in Deutschland zerstreut. Er hatte als Künstler Ruf. Starb 1685. 
vvlthüüss Mathlaßs genannt Calzetti, Maler von Amersfort, war 
Schüler von J. van Lampen, und stand sechs Jahre unter dessen 
Leitungfbis er mit O. Marcellis, H. Granw und anderen Künst- 
Wler nach Rom sich begab, wo der Cardinal de Medici ieine Bililoi 
'lnul'te. Woher er den Beinamen Calzetti hat, ist nicht mit [le- 
stimnithcit zu sa en. Der Künstler blieb nur zwei Jahre in Ita- 
lien, und liess siäi ,165p_.in Utrecht nieder, bis ihn 1672 die fran- 
zösische Invasion nach Hooiu vertrieb. Er malte Landschaften, 
wovon einige reich ausgestattet sind. In der Sammlung des Di- 
rektors 'l'ischbein in Eutin war bis 1838 die Ansicht einer römi- 
sehen Villa mit Terassen, Bildsäulen und Fontainen, und der Aus- 
sicht auf die Peterskirche. An dem Postumente der Vase im Yor- 
'grunde entfalten zwei Pfauen ihr prächtiges Gefieder. Auch in der 
Sammlung des Grafen Rubiano zu Brüssel war bis 1857 ein schü- 
nes Gemälde von Withoos, auf welchem ein Park mit Ruinen dar- 
gestellt ist. An. diesen sind Vasen. Basreliefs u. s. w. angebracht. 
Im Vorgrunde liegen Bücher, eine Mappe und andere Gegenstände. 
Die Gallerie des Staatlrathei v. Kirschbaum bewahrte eine Land- 
schaft mit Bäumen und Wasserfall. Vorn verzehrt ein Fischotter 
seine Beute. Deacamps sagt nur, dass Withoos Pflanzen, Blumen. 
Schlangen und Insekten mit grösster Naturtreue und Feinheit ge- 
' malt habe. Solche Gegenstände malte auch seine 'l'ochter Alida, 
und. sein Sohn Peter, sowohl in Oel als in Wfasserfarben. 
Withoos starb zu Hoorn X705 im 70. Jahre. 
vvithOOS, Pleter, Malei, der Sohn undßchüler des Obigen, galt 
als ein vortrefflichen" Künstler. Er malte Blumen, Früchte, Vögel, 
zahme: Geflügel und Insekten sehr zart in Wasserfarben. Bilder 
dieser Art wurden lheuer bezahlt. In der Gallerie zu Hampton- 
court sind von ihm auch drei Blumenstücke in Oel. Starb zu Am- 
sterdam 1693. 
Withonc, z. Witdoeck. 
Witig , 
Wittig. 

        

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