Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Vouillemont - Witsen [vielm. Witig]
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1829259
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1834952
WVisger, 
Johann 
Georg. 
WVissing, 
Willem . 
557 
Wisger, Johann GGOTg, irrig Whitska, Wihtska und Withmslca 
genannt, wurde 1722 zu Mannheim gebeten. Er bekleidete An- 
fangs die Stelle eines churfürstlichen Medailleurs in Axnberg, wurde 
aber dann in gleicher Eigenschaft nach Miinchen berufen, wo er 
zugleich Lehrer der Zcichenhunst ainfzliurinrstllcheni Gymnasium 
war. Der k. Hofmedailleur Jos.Lusch lIl IYlunchen war sein Schii- 
ler. Starb 1797.  
Wir haben von diesem Künstler eine Folge von 12 Blättern 
mit Bilclnissen alter churbayerischer Fürsten nach Gemälden, wel- 
che im Collegium der Jesuiten zu Amberg waren. Es befinden sich 
auf jedem Blatte 2, 5 und 5 iiniestiiclse in Form von Friesen. 
Nr. 1  11 sind von ihm selbst radirt und gestochen, Nr. 12 von 
G. M. Weiäsenhahn nach einer Oelcopie der Johanna Wisgerixi, 
Schwester das Künstlers, qu.  VVeissenhalul stach noch ein drei- 
zehntes Blatt mit dem Bilduiss des Churfiirsten Friedrich V. von 
der Pfalz, ebenfalls nach einem Bilde in Bamberg. 
"Wisger stach auch sein eigenes Bildniss in Aquatinta. Er hält 
einen Stock im Arme. Der liupt" ist in Profil mit Bedeckung. 
Man darf diesen Künstler nicht mit Johann Wisger aus Mainz 
verwechseln. Dieser radirte kleine Heiligenbilder. 
VViSliOtSGlllll, Thaddäus, Bildhauer, geboren zu Prag 1755, war 
Schüler seines Vaters, und stand in Dresden bei Langbein in Con- 
dition. Im Jahre 1775 wurde er Medailleur der Eisengießerei des 
Graten Einsiedel in Mückenberg, wo er zugleich auch die Gussi 
werlse leitete. Zum Hufbildhauel: in Dresden ernannt, lührte er 
verschiedene Büsten in Marmor und Erz, ßasrelieis und Gruppen 
in Stein aus. Eine solche ist über dem Portale des Marcolinischen 
Hauses. Capienx stach nach ihm ein Monument, fol. 
Dieser Iiiinstler starb zu Dresden 1794.  
Wisniewski, Oscar, Maler zu Berlin, ist Seit 1340 durch schöne 
Zeichnungen in Aquarell bekannt. Die Darstellungön gehören 
dem Genre und der Romantik an.  
Wisscher , 
Visschor. 
VVlSSlng, Vvlllem, Maler, geboren im Haag oder in Amsterdam 
1056, war Schiller von VV. Doudyns, und ging dann nach Paris 
und London, wo er längere Zeit Geliiilfe des P. Lely wvar. Nach 
dem Tode dieses Künstlers ernannte ihn Carl II. zum Hofmaler. 
Er malte das Bildniss dieses Fürsten, so wie die Portraite der k. 
Familie. Den Herzog von lWIonmouth portrnitirte er zu wieder- 
holten Malen, und bald wollten alle Damen und Herren des H0- 
fes von ihm gemalt seyn. Im Palaste zu Hamptoncourt sind jetzt 
seine Bildnisse Carl II. , Wilhelm III. und der Königin Maria II. 
zu schon. Die beiden letzteren Bildnisse malte Wissing im Auf- 
trage Jakob II. im Haag. Er war der ßflodemaler des englischen 
Hofes, da Gottf. Iineller erst nach Wissmgk Tod den Rang be. 
haupten konnte. Das aussehweifende Leben brachte ihn als jun. 
gen lVIann von 31 Jahren H1 die Grube. Das von J. Sinith gesto- 
cheno Bildniss des Künstlers verkündet Lob und Tadel: Guiliel- 
mus Wissingius inter pictures sui saeculi celeberrimus, nulli se- 
cundus, artis suae nun exiguunx decui et ornanientum.  Immo- 
dicis brevis est aetan, fol. Auch Walker hat sein Bildnils gesto- 
chen, Priur begang sein letztes Bild. 
        

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