Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Vouillemont - Witsen [vielm. Witig]
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1829259
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1829882
Wagenschein. 
Wagenschön , 
Franz 
Xavier. 
Wagenschem , s. Wagenschön. 
VVEIgBDSClIÖII, Franz Xavier, Maler, soll nach einer Berichti- 
gung in Füssly's Supplementen mit Franz Fahrenschon eine Per- 
 son seyn. Diesen Fahrenschon führt Meusel in die Kunstgeschichte 
ein, aus "dessen deutschem Künstler-Lexicon ihn Dlabacz in sein 
historisches Künstler-Lexikon für Böhmen aufnahm, aber ohne 
zu vermuthen, dass darunter ein ihm unbekannter F. Wagenschön 
verborgen sei. Er kennt im Gegentheile auch einen Maler Paul 
Friedrich Fahrenschon, der von 1715  25 in Prag lebte. Diese? 
könnte nun der Vater des Franz Fahrenschun seyn, und wir las, 
sen es dahin gestellt, dass letzterer mit unserm Wagenschön Eine 
 Person sei. Der Böhme Franz Fahrenschon wurde 1726 zu Cum_ 
mothau geboren, und hatte als Portraitmaler Ruf. Er bildete sich 
in Italien. Die gräflich Pachtische Familie in Prag gab ihm viele 
Aufträge. Er malte auf einem grossen Bilde den Grafen von Pachm 
mit seinen Angchöri en, und dieses Gemälde wurde vor allen ge_ 
rühmt. F. Fahrenscäion starb zu Prag 1796. Was unsern F. Wm 
genschön betrifft, lassen ihn einige 1726 oder 1729 in Commotl-rau 
andere zu Litisch, oder in Prag geboren werden. Sein Meiste; 
soll Peter Brandl in Wien gewesen seyn, und von einem Aufl 11h 
halte in Italien ist nichts bekannt. In den liirchen zu Wien 
Pressburg, Temeswar, St. Florian, Tuln, findet man Altarbilde; 
von ihm. Er scheint meistens historische und allegorische Darsteh 
langen gemalt zu haben, wenig Bildnisse. Fritzsch soll nach ihm 
jenes des Erzherzugs Joseph gestochen haben. Dann finden sich 
auch schöne Zeichnungen "von ihm, mit der Feder oder in Tusch 
ausgeführt. In der Sammlung des GratenxSternberi; waren die 
vier Elemente unter mythologischen Figuren dargestel t, lebendige 
Compositionen in der Weise des Cor. Schut. Bartsch (Catalogue de 
dessins du Cabinet de Ligne. Vienne 1794) lässt den Künstler 1790 
in Wien sterben. Nach Meusel lebte er noch 1780, nach andß 
ren war er 1795 bereits todt. Alles dieses reimt sich nicht mit F_ 
Fahrenschon. 
Eigenhändige Radirungen. 
Die Blätter dieses Meisters sind sehrbeachtenswerth, theiL 
weise geistreich behandelt in der Weise des C. Schut. 
1) Die Hreuzabnchmung. Christus liegt am Fusse des Kx-mh 
zes. F. Wagenschiin fec. Anno 1711, 8- 
2) Der vom Iireuze abgenommene Leichnam des Herrn. Der 
Kopf desselben ruht im Schoosse der Mutter, und Magda- 
lena ist zu dessen Fiissen hingestreckt. F. Wagenschön inv_ 
ct f. A0. 177i , fol.  
 3) Der Satyr mit dem Horn, links eine Bacchantin und der 
Panther, rechts Silen. Nach J. Jordaens malerisch radim 
F. Wagenschiin fec., 4. 
4) Seegötter und Nymphen. F. Wagenschön _t'cc. 1711, C111. fu]. 
5) Neptun und Thetis, oder Amyhitrite. Nerciden reichen Mu- 
scheln und Corallen. F. Wagenschöh fecit 1'784 9 (1133 ful. 
Wagenschön radirtc zwei verschiedene .COU1POSltXOnen 
dieser Art. Die eine gleicht entfernt dem Bilde von Rubens 
in der Gallerie Lichtenstein. 
Ö) Ein altes Weib mit gefalteten Händen, sitzend nach rechts, 
Unten bezeichnet: F. W. inv. et inc. Sept. 1764. Schön m. 
dirt, in Rubens Charakter, 8.  
7) Verschiedene malerisch radirte Büsten nach Rubens und A. 
van Dycls, 12 Blätter, 12.
        

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