Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Vouillemont - Witsen [vielm. Witig]
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1829259
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1834844
546 
WVinterhaIter, 
Franz. 
Xavier. 
5. 
9a? 
ä 
T 
 
 
 
 
äi; 
T5 
ä 
22 
ä 
E? 
da: Scheiden der Ritter-zeit, die andere die edelmiitliige Versiili- 
nnngLudvvige des Bayers mit Friedrich dem Schönen von Oester- 
reich zum Gegenstande hat. Diese Darstellungen führte er 1313 
in großen (Kartons aust und die zweite malte er dann zu Ellvvan- 
gen in Ocl, wo der Hunstler inzwischen zum Professor der Zei- 
chcnkunst ernannt worden war. Das grosse Gemälde mit Kaiser 
Ludwig erregte 1821 auf der Ausstellung in Carlsruhe allgemeinen 
Beifall, indem die Neuheit der Darstellung, und die Poesie, we1_ 
che im Bilde herrscht, grossen Anklang fand, obgleich. man in 
Zeichnung und Färbung nicht durchhin befriediget war. Wimeh 
gerst hatte aber, wie damals so häufig, nur das Lob eines genim 
len Meisters, sein Bild wurde aber nicht gekauft. In den Zeib 
schwingen, Weimar 1818, ist ein Umriss nach der Zeichnung von 
A. Briiclsner "ungenügend radirt. Von dieser Zeit an sah man bei 
Gelegenheit der Hunstausstellungen viele andere Qarlons und Zeiclh 
nungen von WViiitergerst, er blieb aber noch etliche Jahre in B15 
Wangen als lYlagister. bis er endlich Professor an der Akademie 
in Düsseldorf wurde, wo Corneliue das Streben desselben zu SQhä_ 
tzen wusste. Auf der Kuustausstellung zu Berlin sah man 1326 
eine heil. Familie von ihm, welche ungefähr im Style des A. Mmb 
tegiia behandelt war, und in der Weise der älteren italienischen 
Meister lieferte der Künstler in der Folge noch mehrere andere 
schöne Bilder. Wir nennen darunter die TochterILabans (1354), 
den giitgn  l,  heil._Catharina, (llG heil. Cäcilia, 
Christus am Oelberge (1832), die heil. Familie (1856), das Opfer 
Abrahams, ein sieben Fuss grosses Bild (1835), Christus als Knabe 
im Tempel (1857), Dante und Beatrice nach Uli.land's Gedicht 
(1337) u. s. w. Auch Bildnisse und Genrestucke finden sich vnn 
ihm, gewöhnlich in jener romantischen Auflassung, wie man sie 
seit Jahren in Düsseldorf liebgewonnen hat. Wintergerst ist da- 
selbst seit 1832 Inspektor der Akademie. 
Dieser Iiiinstler radirte eine Folge von Darstellungen aus dem 
Leben der heil. Catharina von Siena in Iiupfer.  5 
Dann kennen wir auch eine Original-Lithographie von seine, 
Hand. Sie stellt den guten Hirten dar, mit entsprechenden Bit- 
dem um die Hauptfigur. Dieses Blatt gehört in das Duiseltloi-fcr 
Iiunstvereinsheft, fol.   
Winterhalter, Franz Xavier, Maler, wurde 1395 zu St. Blasiqn 
in Baden geboren, erhielt aber seine Schulbildung in Carlsruhe, 
bis er 1825 nach München sich begab, um an der Akademie der 
Iiilnste seine Studien fortzusetzen. Wiiiterhalter zeichnete da eifrig 
nach der Antike und dem lebenden Modelle, und war auch 56, 
l reits im Stande ein gutes Portrait zu malen, als er der llIalei-ei 
entsagen zu müssen glaubte. _Er fand z_war im Hause des Hufnnb 
lers Stieler Zutritt, wia er im Technischen grogse lrurtscliriiie 
machte, dennoch aber war er gezwungen, durch die Lithographie 
seinen Unterhalt zu sichern. Er zeichnete mehrere Bildnisse nach 
Siieler auf Stein, welche grossen Beifall fanden. Auch _lu_r die li. 
thographische Anstalt von Piloti und Selb zeichnete er einige Plat- 
ten, noch mehr aber nahm der Dumherr Speth seine Fertigkeit in 
Behandlung der lithographischen Kreide in Anspruch, da dieser 
die vorzügliclisten Bilder seiner Gallerie bekannt machte. In Miin. 
Cllen war algdder jetzt so gefeierte, und als Fürstenmaler gePi-iq. 
sene Winterhalter nur als Litliograph in Ansehen, als Welcher er 
zu Zeiten auch ein Bildniss malte. 
Den Weg zu seinem Rubine betrat der Künstler zuerst in 
 Carlsruhe, wo er die durch den Stich bekannten Bildnisse de;
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.