Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Vouillemont - Witsen [vielm. Witig]
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1829259
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1834574
TVilSQn n 
Wilson , 
Richard. 
519 
Wilson lebt seit 1845 wieder in London, wo er seine italieni- 
schen Bilder mit schönen Ansichten aus dem Vaterlande vermehrte. 
Ein jiiixgerer LVVilson, vielleicht der Söhn, ist ebenfalls Laud- 
schaftsmaler. Auf der Ausstellung 1851 Sah man von J. Wilson 
jun. eine iMarine mit Fiseherbooten an der Küste von Yorkshire. 
Wilson,  Landschaftsmaler zu Londqn, wurde uns 1353 bekannt. 
Seine Seestiicke sollen von grosscr Schönheit seyn , da übßr üie 
Wasserflächen ein magischer Zauber ausgegussen ist. 
VvllSOn, BiChElfd, Landschaftsmaler, war der Sohn eines Predigers, 
und wurde 1714 zu Pianges in Nord-Wales geboren. Sein Vater 
bestimmte ihn 1,11m Gelehrten, Richard trieb aber lieber liuuststu- 
dißn. und somit verschalite ihm 1729 der Baronet George Wyune 
Gelegenheit. zu London unter Th. Wrigltt mit Ernst der Kunst 
sich zu widmen. Er blieb sechs Jahre im Hause desselben, und 
hatte schon mehrere gute Bildnisse gemalt, als er 17519 zur weite- 
ren Ausbildung nach Italien sich begab, wo seine Neigung zur 
Landschaftsmalerei volle Nahrung fand. In Venedig lernte er 
William Loch kennen, welchen er nach 110m und durch einen 
grossen Theil des Landes begleitete, um die interessantesten Ge- 
genden und Ansichten zu zeichnen, wofiir ihn Lock grossmiithig 
unterstützte. Nach Rom zuriielsgekehrt traf er mit J. Vernet zu- 
sammen, welchen gleiche Studien nach Italien triebenj und dieser 
Meister hatte entschiedenen Einfluss auf Wilson, da er ihn zur 
Landschaftsmalerei ermunterte. In Rom fand der Künstler auch 
in dem Grafen von Dartmouth einen Gönner, welchen er nach 
Neapel begleitete, wo er viele Zeichnungen illlßfübfliß. WQVUII ein 
Theil mit zwei Gemalden in den Besitz des edlen Lords kam. 
VVilson blieb aber nicht bei der Vedute stehen, er machte auch 
eifrige Studien in der Historienmalerei, und legte dadurch den 
Grund zu seinem Rubine. Den StoFf zur Stalfage boten ihm ge- 
wöhnlich die Schriften des klassischen Alterthulns, um der Land- 
schaftsmalerei eine höhere Bedeutung zu geben. Seine Vorbil- 
der waren C. Lorrain, Poussii) und S, Rosa, aber ohne dass er 
der landschaftlichen Scenerie einen ausschliessend idealen Charak- 
ter aufdrücken wollte. Er suchte in der Natur nach grossartigen 
Formen, und bevölkerte dann den modernen Boden mit mytholo- 
gischen Figuren, was ihm J. Iieynolds zum Vorwnrfc machte. Wil. 
son's Ruf stieg aber nach seiner 1755 erfolgten Rückkehr aus ita- 
lien von Jahr zu Jahr, und bald nannte man ihn den englischen 
Claude Lorrain, neben welchem er sich aber noch weniger halten 
kann, als neben Poussin und S. Rosa. Wilson gehört indessen bei 
seiner übertriebenen Nachahmung des C. Lorrain dennoch zu den 
ersten englischen Landschaftern, Er nimmt in vielen Bildern eine 
idealische Richtung, und führt uns häufig die edlen Formen der 
italienischen Natur vor. Er geht aber zu einseitig auf den Total- 
elTekt, so dass das Einzelne darüber meist decorationsmässig be- 
handelt ist. Die Färbung ist oft hart und kreideartig, und zeigt 
jetzt grosse Bisse, Auch haben viele Bilder nachgedunkelt. 
Die Zahl seiner VVerke ist sehr gross, obleich er als Techniker 
keine ausserordexitliche Fertigkeit besass. Die Bilder sind in Eng- 
land zerstreut, und meistens durch den Stich bekannt. Thomas 
Buoth besass achtzehn Gemälde von ihm, welche einigermaßen 
die Geschichte der Ausbildung des Künstlers geben. Der erwühutß 
Sir W. VVynne besass das Gemälde mit Cicero und seinen Freun- 
den bei dem Landhause Tusculum, und dann zwei große An-
        

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