Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Vouillemont - Witsen [vielm. Witig]
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1829259
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1834484
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Willius, 
YVilhnann , 
lWichael. 
Miss Cabbon, gcschabt von V. Green, gr. ful. 
Miss Stuard, geschabt von V. Green, gr. ful. 
Miss Eyebright. Ch. Corhutt sc., gr. full 
Miss Ilunter. als Griechin. Id. 50., fol. 
Eine nachdenhende Dame, sitzend. Halbe Figur, geschah: 
von V. Grecn. Oval ful. 
Büste eines Mädchens mit der Hand unter dem Kinn. Ge. 
schaht vun V. Grecn, Oval 8.  
Ein weiblicher liopf, von demselben gcschabt, fol. 
Jupiter und Leda. Gestochen von V. Green, Mezzotinto,  
gr. ihl.  
vvlllllß; R, Maler, scheint um 1680 in Ulm gearbeitet zu habem 
J. U. Kraus radirte nach seinen Zeichnungen mehrere Blätter für 
den Ungarischen Hriegsroman von Hapiveliusi Ulm 1685. Im Jahre 
168g gab er zu "Ulm eine harte des schwäbischen. Kreises heraus. 
vvlllmillln , Michael, Maler und Radirer, zu seiner Zeit der Sßlllg- 
sischc Apelles genannt, wurde 1650 in Königsberg geboren, und 
von seinem Vater Peter in den Anfangsgriinden der Hunst unter- 
richtet. Er hatte schon als Jüngling von zwanzirr Jahren sein, 
Hunstgeuosseu übertroffen, und somit begab er sich nach Amster. 
dam , wo ihn J. de Becker in sein Haus aufnahm. Willmauxx rich- 
tcte aber auch ein Augenmerk auf Rembrandt, und copirte meh- 
rerc Werke desselben. Ifuhluxann. Beschreibung der Gallcric in 
Berlin (S. 126), behauptet sogar, er sei Rembrandfs Schüler g-ß 
Wesen; alleinman kann nur annehmen, dass der Künstler dem 
Rembrandt nachgeahmt habe. Auch ist es nicht erwiesen, wenn 
der genannte Schriftsteller sagt, dass der schlesische Apelles in 
Boni unter Pielro da Cortona Studien gemacht habe. In seinen 
Werken spricht sich nur die Nachahmung der Manier Rembrandt, 
und der llubenäschen Schule aus, daWillmann bei jeder Gelegen, 
heit Vierlie der holländischen Schule copirte, und eine grosse Alb 
zahl von Zeichnungen nach solchen machte. Diese Studien Vgr, 
mehrte er von Jahr zu Jahr, da er auch Deutschland durchreiste, 
und in Polen und Böhmen viele interessante Kunstwerke zeich- 
 nete und in Oel copirte. Mehrere seiner Copien dürften für Rein. 
brandt und Rubens genomzhcngvorden seyn, und noch jetzt für 
Original gelten. Besonders viel copirte er zu Prag in clerGnllerie 
des Kaisers Rudolph II. Willmaxm malte in Prag auch mehren, 
Bilder näch eigener Composition. welche Dlabacz verzeichnet. Die 
Iiriegsunruhen vertrieben ihn endlich aus Böhmen, und somit 
begab sich der Künstler nach Breslau, wn fast alle Hin-eben Werke 
von ihm haben. Auch Churfürst Friedrich Wilhelm der Grosse 
erwarb nxehrerc Gemälde vun ihm, welche theils in Charlotten- 
lmrg , theils in der Gallcrie zu Berlin ihre Stelle gefunden hatten, 
aber jetzt zurückgestellt sind. Der Chur-Fürst ernannte den räumt- 
lcr in Königsberg zum Hofmaleiq; hier aber wurde er zuletzt auf 
Veranlassung des Jesuiten Wolf katholisch. Dieser Schritt scheint; 
Seinen Aufenthalt unangenehm gemacht zu haben, denn wir fin- 
den von dieser Zeit an den Iiiinstler im Cisterzienser Stilt 1,11 
Lßubus, wo ihm der Abt Arnold Freiburger eine Wohnung ein- 
gerüumthatte. Nicolai behauptet auch; dass der E-ünstler das Ordens- 
lzleicl empfangen habe, allein er lebte nur einige Jahre im liloster, und 
licirathete dann die Wixtwe des k. liofagenten Lischlaa, inrllreslau, 
lir brachte vondicser Zeit an noch vierzig Jahre auf einem Land. 
gute zu, und starb 1706 in Leubus. Seinen Stiefsohn Johann 
(Jhristoph Lischiaa bildete er zum "geschickten Maler heran. Auch
        

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