Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Vouillemont - Witsen [vielm. Witig]
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1829259
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1833347
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Wiertz , 
Hendrik 
Franz. 
XVicrx , 
Anton. 
Werke legte, welche nach einigen ausserordentliche Geistelgabi 
verrathen, nach anderen eine iiherspannte Phantasie kund gebe 
So viel ist gewiss, dass VViex-tz zu den geistreichsten tiiinstlern d 
Vlaamischen Schule gehört, da er in seinen Werken ebenso grus; 
Originalität. als technische Meisterschaft beilrkundet- Im Jahre 133 
zum Mitglied der Akademie von San Luca in Rom ernannt, kehr 
der Künstler in sein Vaterland zurück, und liess sich in Briiss 
nieder, wo man bei Gelegenheit der Kunstausstellungen viele Werli 
von ihm sah, meistens grosse historische Compositionen, aber anc 
Genrebilder in Form von Cabinetsstiicken. lui Jahre 1839 stell; 
er zwei grosse Gemälde aus, wovon das Eine die GrablegungClm 
sti schildert, mit zwei Fliigelbildern, auf welchen Eva nßßb de; 
Siindenfalle, und der Heiland als Ueberwinder des Todes dargc 
stellt ist.- Das zweite Gemälde zeigt Griechen und Trojaner, w; 
sie den Tod des Patroklus beweinexi. Dieses Gemälde wurde zu 
Zeit des Rubens-Festes in Antwerpen verloost. Es mussten 150, 
Aktien zu 10 fl. weggehen, und jeder Theilnehmer erhielt eine v0, 
Wiertz selbst auf Stein gezeichnete Nachbildung des Werkes. Vie 
kleinere Bilder aus jener Zeit gehören dem romantischen Genr, 
an. Zwei derselben wurden unter dem Namen Quasiinodo um 
Esmeralda bekannt, das dritte schildert die Fabel von den dre 
VViinschen, und das vierte stellt römische Mädchen am Fenste, 
dar. Im Jahre 1842 malte Wiertz in Brüssel die Marter des liei] 
Dionys, und in der Augustinerkircke daselbst stellte er in dem. 
selben Jahre ein grosses Gemälde aus, welches 50 F. hoch  und 
den Kampf der Hölle gegen den Himmel vorstellt. Der hunstle, 
haue dieses colossale Bild in achtzehn Tagen vollendet, und darin 
allen Reiclithuxn seiner Phantasie entwickelt. Er bot es der Stadt 
Lüttich zum Geschenke an. Ein späteres Gemälde stellt den lvetg. 
streit des Homers dar, und wurde vom Künstler zur AUsstqL 
lung nach Brüssel gesandt. Er lebt seit mehreren Jahren in LiiL- 
tich, und steht in der ersten Reihe der dortigen Himstlrr. Im 
Jallrß 1840 ernannte ihn der König zum Ritter des Leopoldsordens, 
und in demselben Jahrcfwurde auch seine Lohschrift auf Rubens 
gekrönt. Er hat darin auf geistreiche Weise die Verdienste dißjes 
grossen Meisters gewürdiget.  . 
VVIGTICZ, Hendriclt Franz, Maler, geboren zu Amsterdam 178i, 
genoss schon als Iinabc von eilf Jahren den "Unterricht der_ Male, 
 J. Lauwers und J. de Freij im Zeichnen, und P- Balblßß Pz. 
weihte ihn in die Gesetze der Perspektive ein. Später erhielt er 
mehrere akademische Preise, und von 1811 an flati" sich Sein. Ruf 
als Künstler. Seinen Wirkungskreis zog er in Nijmwegeil. Er malte 
Genrebilder und Landschaften, welche in verschiedenen Besitz 
über-gingen. 
WICTX i), AntOH, Zeichne;- und Iiupfersiecher, der jüngere der 
drei Brüder diese: Namens. wurdß um l550' zu Amsterdam ge- 
huren. und unter unbekannten Verhältnissen zum Künstler her- 
Ingcbildet. Wahrscheinlich war es JOIIHQHES. Welcher ihn in 
Ulllerricht nahm, 50 wie überhaupt che Wlerx in ihren Arbeiten 
sich gleichen, nur dass Anton in einigen Blältexn kräftiger ver- 
 
 Die Künstler dieses Namens schreiben sich auch Wierix, 
KVu-ix, Wiaricz und YVirinx, gewöhnlich aber steht Wierg 
auf ihren Blättern. Der Wechsel der Orthographie kommt 
theilwcise auf Rechnung der Verleger und der Schrifßteclncr.
        

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