Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Vouillemont - Witsen [vielm. Witig]
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1829259
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1832969
Weyden , 
130g ier 
V8. I1 
der. 
unter Hemling's Werken keine Analogie gefunden hatte, 
Förster meint aber, l-lemling könnte Theil an dem TriP. 
Lychun haben.   ,  
8,) Die Mntlunna mit dem Iiinde in einer Landschaft, halbe 
Figur, im Besitze des HÄ Steinmetz zu Brügge. Dieses ;m_ 
muthige Bildchen möchte Passavant seinem B. van Brügge 
zuschreiben, welchem es wenigstens sehr nahe steht. 
9) Die Madonna mit dem Iiindc, welches in einem Buche blä; 
lertn in heiterer Landschaft dargestellt. Dieses atunehmcnd 
schone Bild ist im Besitze des Banquier Oppenheim zu Ciil", 
und vcircl von Förster dem länger van Brügge zugeschriehmh 
10) Ein kleiner Altar mit Flügeln, 19 Z. hoch und 10 Z. breit. 
Dieses Bild wurde im Mailändisciheim für das Stiitlelhsehe 
Institut in Frankfurt erworben, und stellt die Geburt des 
Johannes, die l'autre, Christi und die Enthauytnng C195 Täu- 
fers vor. Jedes der Bilder ist von einem gemalten Spitzbu- 
gen eingeschlossen, an welchen die Apostel (largestcllt sind, 
und unter reichen Tabernakehi sieht man 24 kleine Dür- 
stellungen aus dem Leben des Johannes, welche von der 
grüssten Feinheit sind, und nach Passavant (Iiunstblillt 2843 
15111615) aullullenrl an die architektonische Einfassung des er, 
wähnten lleisezilttirchens Carl V. erinnern. Dennoch hält der 
genannte Schriftsteller das Vhrerk nur für die Arbeit eines 
 Schülers des llogier van Brügge. 
 Neuwenhuys in Brüssel erwarb in Spanien zwei ganz 
gleiche Darstellungen, nur in grösserem Formate (Hd? 1?_ 
t)  Br. 1 F. 6  und tlieseßiltler kaulte der homg 
von Holland für seine Gallcrie im Haag. Sie stellen die G9, 
bnrt des Johannes, und die Taufe Christi dar, das dritte (im 
mälde mit der Enthauptuxlg" des Johannes fehlt. Diese Bilder 
i sind ebenfalls sehr schön Lbehanrlelt, doch nicht so fein in 
der Ausführung, wie das Triptyehon im Institute zu Frank,- 
lurt. Passavant l. c. S. 2551 erkennt sie aber nicht als YVerl-ie 
von Roger van Brügge, sondern legt simmuthmasslich dem 
Juan Flamenco beii, welcher nach einer Notiz ausflem Am 
ehiv der Carthause zu Miraflores bei Burgos von 1'190  99 
(Ülmäiblalt 1822) für die Carthause das Leben des Üfäufep-s 
Johannes malte. Dr. Förster (Iiunstblatt 1'845 S- 29b) er- 
klärt dagegen die Bilder im Haag für Roger? Ülßrh. jlltlem 
sie mit denn anerkannten [teisealtäirchen (Nr. 2) "clbefßltlilinh 
men, in so weit nämlich eine Annäherung an dieses ltei-ß 
liehe und tief ergreifende Gemälde möglich ist, Auch  
tiVaagen (Iiunstblatt 1847 Nr. 45) stimmt dem Dr. Förster  
gegen Passavant bei, und glaubt, die Bilder im Haag gen 
l-iiircia der früheren Zeit des Ilogier an. Das Triplychon in 
l lirzinhlnrt erkliirt Förster für eine verkleinerte Schulcopie,  
und der Juan Flamenco oder Jnan de Flandes bleibt ihm 
ganz lerne, weil die Zeit seiner Tlhiitigkeit starken Vvltler- 
spruch erhebt, da der liiinstlex" noch 150g im Dome zu Pa- 
 llencia malte.  
H) Die lirr-iizalmehmung, ehedem in der Kirche St. Maria Dar- 
buyten zu liivven, jetzt im iVluseun1 zu Madrid. Der Leicli- 
nam_ des Iilerrn wird von Joseph von Arimathia und Nieu- 
demns unterstützt, während Johannes und eine lfratt die 
ohnmiichtige Nlutter vor dem Sinken erhalten. Die anderen 
iVlarien bewcinen den göttlichen Meister. Auf Goldgrutnl.
        

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