Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Vouillemont - Witsen [vielm. Witig]
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1829259
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1832498
'Wernher. 
YVernher. 
311 
tlieils das Nackte," welches iniinen mit schrvarzen Linien angegeben 
ist, Vvon, den Gewandern, theils die verschiedenen Bestandtheiie der 
hliltlilxlägdgsl5ütldflf5 da, vlvo mehrere Figuren Clnergrrtlppe bilden, 
iidlneixiit Farbe: laliedialelttse(brelliibediellit nein äinfilcra iliieelii dklilxllixgu, 
  l l 1311 O l B] XVVÜR" 
scheinen, Kronen etc., Silber bei Waffen. Der Grund des Bildes 
ist farbig, z. B. ein blaues Quadrat mit grünem Rande; selten ist 
Ifurpurfarbe angewenilet. Das Ganze ist von einem goldenen und 
silbernen Rahmen eingefasst. Die Darstellungen aus dem Leben 
IMariens erscheinen hier zum erstenmal in einer Vollendung und 
lllaniiiclifaltiglteit, und als Zeugnisse einer frommen Begeisterung, 
W10 sie die Iiunstler des späteren Mittelalters mit Vorliebe zu be- 
handeln Pflegten. Werinher ist aber kein Rafael und kein Diirer, 
Qbgleich man in_ seinenvßildern einen sehr verständigen Künstler 
sieht, welcher mit feinern Sinne die Gegenstände entwarf, und sich 
durch eine ireiere Behandlung und Fliege der Kunst verdient ge- 
macht hat. Duchdaennt er, wie seine Zeitgenossen, die Verhält;- 
msse des rnenschlichen Körpers nicht. An den Köpfen ist die Un- 
Iirlippe mitl einer öothen Liiliie, die Wangen sind durch rothe Fle-- 
c en bezeic inet. ie zuwei en sehr verdrehten Gestalten welche 
welnig NdtiCliläs zeigen, stellten ohne künstliche Gruppirung, einzeln. 
ne en o er intcr einem er. Sie halten lange Streifen mit bibli 
sehen Sprüchen, obgleich der liiinstler das Verhältniss der sprechen- 
den Personen gut zu geben weiss. Zuweilen bemerkt man sogar 
einen nicht unglücklich getroffenen Charakter in den liiipfeir am 
vollendetsten ist aber der Ausdruck von Gemiilhsbewvegungen,ivor- 
nehmlich schmerzlichen. Die Geivandung ist die aus der Zeit d es 
"Künstlers. und im Wurfe durch die gleiche Entfernung der Fal- 
ten eckig und gebrochen. Der oben genannte Oetter hat sechs 
lind" iI1_ Kupfer stechen lassen, und selbe dein Texte beigefügt. 
hugler gibt die Klage der bethlehemitischen Mütter in Abbildung. 
YVenn man auch die Bihlia paiiperuni, welche das Kloster 'l.'egern- 
see besass, dem Werulier Scliolasticus zuschreiben will, bleibt 
diess nur Verrputliung. Fiorillo (Deutschland I. 195, 195, 200) 
meint sugilrt die Qarstellungen der Arrnenbibel seyen dieselben. 
wie im_L0b_l1ed aut dlßwhßllnlllngffäll- Auch jenes Bibelwerli, wel- 
ches die Monche von legernsee dem Kaiser Heinrich dem Heiligen 
(1003  102d) schenkten" kann nicht von diesem Wernher licrriih- 
ren. D1? hlüßterchrßnlk bßl PH. _Anecd. Ill. 5. 512, macht auf 
einenprachtig gebundenen und verzierten Codex aufmerksam, wenn 
es heisst: Aurb _et argento. couiposita ac scriptura deceilter ornata. 
Auf der  Bibliothek in Bamberg, wo Kaiser Heinrich das von 
ihm gegrundete ötilt _mit Werken beschenkte, sind mehrere alte 
Mannscripte mit Miniaturen, welche in die Zeit des Kaisers bin- 
ßulreißlißn, hcmesntragt aber Wernher's Namen. Vgl. Waagen, 
Ijunstwcrke und Iiunstler in Deutschland I. 39 (T. Es ist auch nur 
einenväinälätlhuäivg 9:3: Giinthler (Gesclmdrleriälliä. Anstalteä I1. 30g), 
ex e i.i: von e ernsee ie i er eines ot ex er 
Altteiwßillßuslßphün bei Freisiriäg zuschreibt." Auf dem ersten Blatte 
opfert der Abt Alciiin (m35  11g?) dem heili Stephan die W erlse 
von I-Ioi-az und Yirgil. Die Zeit würde wenigstens für YVeriiiher 
Passen, da man annimmt, er sei H97 gestorben. Auch weiss man. 
ÜSS m Tegernsee Abschriften m, Werken der alten classisclicn 
Mleraluv gernacht wurden. Die 1:. Hof- und Staatsbibliothek zu 
uncllen besitzt mehrere solcher Codices. 
' 11h 1 . r   
VV eärcrfiäß Abt des hlgsters NVemgartexl, galt als der muthmasshche 
er des Clu-omcon de Guelfis, und als Verfertiger der Mium
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.