Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Vouillemont - Witsen [vielm. Witig]
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1829259
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1832410
YVerner , 
F riedr. 
Bernhard. 
Werner , 
Hans. 
303 
dann in Brünn nieder. 
und Altarblätter. 
Er malte Bildnisse 
Starb, 
Verner, Friedrich Bernhard, Zeichner und Maler aus Ober- 
Schlesien, machte seine Studien in Breslau, und unternahm dann 
Reisen durch einen grossen Theil Europas. Er zeichnete eine 
Menge von Prospekten, welche in den Iiunsthandlungen von En- 
gelbrecht, Probst etc. in Augsburg erschienen, und von verschie- 
denen Meistern gestochen wurden. Darunter sind 12 Prospekte 
von Regensburg, und 40 Ansichten aus Schlesien, an welche sich 
80 Prospekte schlesischer Städte reihen. Er gab eine kirchliche To- 
pographie von Schlesien heraus: Perspektwische Vorstellung der 
vom Könige von Preussen dem Lande Schlesien verliehenen lu- 
therischen Gnaden-Friedenskirehen und Bethäuser, nebst histori- 
schem Text. Die 164 Darstellungen, welche Werner selbst radirt 
hat, erschienen in lt Foliobänden, mit einem Supplementbancle. 
Breslau 1743  52, fol. Ein anderes YVerk des Künstlers hat 
den Titel: Plantaria S, Beruardi, oder Abbildungen deren in Büh- 
nien, Mähren, Schlesien gelegenen Klöstern, Probsteyen etc. des 
heil. Ordens von Cisterz, 10 Blätter, fol. Auch ein Paar Prospekte 
von Nürnberg erschienen nach seinen Zeichnungen, die eine von 
J. G. liingle, die andere von Probst gestochen, qu. ful. Werner 
hatte den Titel eines k. preussischen Scenographus und Reducteur. 
Er starb zu Breslau 1778 in hohem Alter. 
Ausser den Blättern der schlesischen- Topographie ist noch eine 
Ansicht von Leipzig von ihm (schlecht) radirt. l. F. Probst exc., 
s. gr. qu. fol. 
VVGTIIBI, GCOTg Hßlnrlßll, Iiupferstecher und Medailleur zu 
Erfurt, machte sich durch viele Schriften über Kunst bekannt, 
welche in Erfurt erschienen und mit NVernerß Stichen versehen 
sind. Auch mehrere Bildnisse stach er. In Juli. ab Indaginzfs Be- 
schreibung von Nürnberg findet man Prospekte von seiner Hand, 
darunter eine Ansicht des Rathhauses, und des Saales im Grund- 
herfschen Hause, WO 1556 die goldene Bulle errichtet wurde. "Im 
Jahre 176i schnitt er eine Denkmiinze auf das zweite Jubiläum 
des Gymnasiums zu Erfurt. Als liünstler ohnesonderliche Bedeu- 
tung war Werner lYlitglred mehrerer Akademien, und starb zu 
Erfurt 1788 im 06. Jahre. 
Werner, H-, Maler von Magdeburg, machte seine Studien in Ben 
lin, und lebt daselbst als ausübendcr Künstler. Er malt verschie- 
dene Genrebihler und Slyllllßbßl].  
Werner oder WVörner, Hans, Bildhauer zu München, ist (ms 
aus den Zunftalsten bekannt. 1m Jahre 156i? nahm er den Andreas 
Weinhart in die Lehre. Ausser den plastischen Arbeiten fertigte 
er auch historische Zeichnungen, die mit dem Nlunogramm J. W. 
bezeichnet sind. Allein auch Hans Weyher bediente eich eines 
solchen Zeichens. 
Dieser Werner hatte einen Sohn, Namens Johann oder Anton 
Johann. Letzterer war Maler, und ist wahrscheinlich der Mono- 
grammist A. VV. F. 1592 bei Bfllmßt 1- 395.  
Diesem Werner genannten MOHUgPjuHDiStCn legt Niculai (Bei- 
ßen etc. VI. 525) die Emailnxßlereiexi OIUGP Munslraiaze in der k. 
Hoflsapelie zu München bei. Sie sollen mit dem lVIonogx-amme 
und fiel" Jahrzahi 1592 bezeichnet seyn. Die Existenz beider liiiilst- 
1er fanden wir in den Zunftalaten hestättigex.
        

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