Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Vouillemont - Witsen [vielm. Witig]
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1829259
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1832327
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WVerff, 
Adriaen 
VZIII 
d ep. 
Urtheil des Paris, für welches der Herzog 5000 ll. bezahlt hatte. ßei 
der Auktion (1799) wurde es auf 200 i'll St. geschützt, ging aber 
nicht weg. l'on zwei anderen Bildern dieser Sammlung stellt das 
eine einen Fischhändler, das andere eine Eiierhiinrllerin vor. jedes 
auf 100 Pf. St. geschätzt. In der Gullerie des Lurd Ashhurton 
(Alexander Baring) ist eine heil. lYIargarelha mit dem- besiegten 
Drachen, friiher in 'I'allcvranil's Sammlung, wahrscheinlich jines 
Bild. Wßlßhßs Zu Dcscanips Zeit B. de Gagny besnss. Es hat im 
höchsten Grade die Vorzüge und Mängel des Meisters. In der 
Grosvenor-Gallerie, welche der Marquis von VVestminster gesam- 
xnelt hat, ist ein durch Feinheit des Helldunkels und durch De- 
llcatesse der Ausführung gewähltes Bild von 1706- Es stellt die 
heil. Familie vor, und wurde vom Churfiirsten von der Pfalz dem 
Cnrdinal Ottoboni geschenkt. Der Marquis kaufte das Gemälde 
von W. E. Agar. In der Sammlung des Th. Hupe zu London 
ist eine büssende Magdalena von äusserster Vollendung im el- 
fenbeinernen Ton. H. 1 F. 7.3 Z. In der Gallerie zu München 
ist eine lebensgrosse Magdalena, und von anderer Composition. 
Ein zweites Bild der Iiopekchen Sammlung stellt den ungläu- 
bigen Thomas von, vielleicht das Gemälde aus Bisschoifs Samm- 
lung in Rutterdnm. Es ist sehr zart verschmolzen, und etwas 
wärmer im Ton, als meist. Hopds drittes Gemälde stellt Loth 
mit den Tüchtcrn dar,'und kommt Wahrscheinlich aus Bisschopk 
Cabinet. Dieselbe Composition ist auch im Berliner Museum, und 
eine gleichgrosseiVViedex-hgxlung in der Privatsatninlung Georg IV. 
von England. H. 1 F. 5 Z-, Br. 1 F. 5 Z. Zu Greenwich, auf 
dem Latnlhausc des Ritters Plage, sah man 10 Bilder, welche der 
Eitler 11m 5000 Pf. Sterling kaufte. i) Moses im Nil gefunden. 
2) Der keusehe Joseph. 3) Die Geburt Christi. d) Eine Pietas. 
5) Seleucus und Stratonice. ö) Cymon und Peru. 7) Venus mit 
Amor. 8) Der Schäfer mit zwei Schäterinen etc. 
In der Gallerie des Louvre zu Paris sind 7 Gemälde von A. 
v. d. Werif. 1) Die Magdalena in der Wüste, besonders warm 
und harmonisch im Ton. 2) Seleucns tritt seinem Sohne die Stra- 
tonice ab, im warmen Fleischton höchst vollendet. 5) Die Fin- 
dung Mosis, mit neun nüchternen Köpfen, aber wunderbar de- 
licat. 4) Adam und Eva unter dem Baume, ausgezeichnet durch 
den warmen Ton. 5) Die Verkündigung der Hirten, manierirt, 
aber von seltenster Feinheit der Ausführung. 6) Zwei nach der 
Flöte des Faun tanzende Nymphen, mit widrigen Köpfen, aber 
durch Wärme der Farbe und Vollendung ausgezeichnet.  
Unter den deutschen Gallerien ist jene in München die reichste 
an VVerken dieses Meisters, da hier alle jene Bilder vereinigt sind, 
welche der Churfiirst von der Pfalz in Düsseldorf besass, und 
die van der Weril" mit besonderer Liebe ausführte. Wir haben 
schon oben auf mehrere aufmerksam gemacht, und bemerken hier, 
dass 29 Gemälde vorhanden sind. Darunter gehört die Magdalena 
in der Fclscnhiihle rnit dem T0dtenlitipi' zu den Seltenheiteti in 
Lebensgrüsse. In Berlin und in En land findet sich dieselbe Cum- 
Position, aber kleiner. Ansser den bereits erwähnten Bildern nen- 
ncn wir noch die Alte mit dem Lichte, welche auf die Musik der 
Iinaben vor ihrem Fenster horcht, Sara, welche dem Abraham. 
die Hagar vorstellt 1699, die Ve-rstossung der Hagar, eine kleinere 
Magdalena, welche in der Felsengrotte liegt 1707, Maria mit dem 
liinde, welchem Joseph Kirschen reicht, die lesende Maria mit 
dem Iiinde, welchem Johannes ein Vogelnest bringt, Iinahen und 
Mädchen an einem Denkmal, umgeben von studierenden Künstlern.
        

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