Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Vouillemont - Witsen [vielm. Witig]
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1829259
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1832316
WerI-f, 
Adriaen 
VZID 
der. 
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euszeichnßten. Mehrere ihrer Werke dürften für jene des Meisters 
gelten, besonders die von Limborch. Im Jahre 1710 verlor er sei- 
nen Churfursten durch den Tod, was ihm schmerzlicher fiel, als 
der Verlust seiner Besoldung. Erschöpft durch anhaltende Arbei- 
WQ Slfarb er selbst 1722. In der Tribune der florcntixiischen Gal- 
lerxe ist sein eigenhändiges ßildniss in Oel, ein Geschenk des Chur- 
fllräten von der Pfalz. Gest. im Museo Fiorentino lV- 145, 501-. 
dann in der Serie de ritretti XII. 1x7. Ein zweites Bildniss des. 
selben sieht man in der historischen Gallerie zu Versailles. Gest. 
m Gavard's Gall. bist. de Versailles von Dcsjardins, kl. fol. Für 
Chaberfs Vie de peintres ist es von Jourdain lithographirt, fol. In 
der Gallerie zu Braunschweig ist ein interessantes Gemälde, auf 
Welchem van' "der VVerFf mit seinem Freunde Terburg vorkommt. 
Der erstere sitzt im Schlafrock, und zeigt dem Freunde die von 
ihm geschnitzten Schachiiguren. Im Vorgrunde lauscht ein grosser 
Hund aufeine Fliege. Dieses Bild erwarb der Maler Pascha 
Weitsch in Holland fiir die Gallerie in Salzdahlum. Die Familie 
des Kaufmanns Arnout Gevers bewahrte ein Familienstiick mit le- 
bensgrossen Figuren. Van der Wcrlf sitzt in einem rothseidenen 
Mantel, mit der goldenen Kette um die Schultern, an welcher die 
Medaille mit dem Bildnisse des Churfiirsten von der Pfalz hängt, 
In der Linken hält er Pinsel und Palette, und in der Rechten das 
Bildniss seiner Frau mit einer Tochter. Dieses Gemälde wurde 
1827 aus der Sammlung des Abraham Gevers um 6000 fl. für das 
Museum in Amsterdam angekauft. ln der Dresdner Gallerie erw- 
scheint derMeister in seidenem Schlafrocke mit der reichgeklei- 
deten Frau vor sich. Auch die drei liinder dieser Ehegatten sind 
dabei. Im Düsseldorfer Gallerievverke, in den biographischen Wer- 
ken von Jdoubracken, Descamps, dHh-gensville. und linrnerzcel 
kommt das Bildniss dieses Meisters im. Stiche vor. G. C. Iiilian 
hat es 1772 einzeln gestochen. _  
Descamps zählt (1754) eine grosse Axizahl von Werken dieses 
Künstlers auf, deren aber viele den Standpunkt gewechselt haben. 
Im Museum zu Amsterdam ist ausser dem oben erwähnten Bild- 
niss des Künstler eine heil. Familie aus der Sammlung des Her- 
zogs Choiseul, welche zu den Hairptwerken des Nleisters geltiirt. 
Dann sieht man daselbst Amor und Psyche auf dem Ruhebette, 
eine Landschaft mit Hirten und einer tanzenden Nymphe, sowie 
einen heil. Hieronymus. Das Museum im Haag bewahrt von ihm 
ausser einem Bildnisse die Flucht nach Acgypten, welche unter 
Napoleon das Central-Museum in Paris zierte. Abgebildet im fünf- 
ten Bande von Landon's Annales du lNIusee Nr. 7. Auf der Auk- 
tion der Sammlung des Gerrit van der Pot wurde eine heil. Fami- 
lie um 5225 fl. verkauft, was z in Beweise dient, dass auch in neu- 
erer Zeit die Werke dieses Meisters in hohen Preisen stehen. Im 
Jahre 1854 wurde zu Brüssel das von v. d. Wer-Ff gemalte Bild- 
niss des Prinzen Moriz von Nassau aufgefunden. Es befindet sich 
jetzt wahrscheinlich in der Sammlung des, Königs von Belgien. 
Im Jahre 1840 kam in Amsterdam die Sammlung des H, van 1d- 
Singe zur Versteigerung, und 70' jener Bildnisse, welche für Lar- 
rey's Geschichte von England, Schottland und Irland gestochen 
wurden. Sie sind in 'l'erpentint'arbe auf Papier gemalt, und wur- 
den m" 1055 (i. bezahlt. Sieben Jahre friiher gingen sie aus Goll 
Van Frflllkensteilfs Sammlung um 1410 fl. weg. Diese Bildnisse 
sucht Fiissly in Emsland, sie können aber erst 1310 dahin gekonnt- 
nicn seyn, 
I" England sind aber mehrere schone Bilder von A. van der 
"Wcrlf, darunter auch jene der Gallerie Orleans. Da sah man das
        

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