Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Vouillemont - Witsen [vielm. Witig]
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1829259
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1832082
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Weitsch . 
Weitsch, 
Juh. 
Aul. 
Aug. 
_Weit;cb starb zu Berlin 1323. In Füssly Supplementen zum 
Iiiinstlcr -Lex1kon ist ein ausfiihrlicherer Artikel über ihn- In der 
Vossisclien Zeitung 1828 Nr- 128 gibt Schaduw einen Nekrolug 
dieses universellen Künstlers. Auch in Gubitz Berliner Gesellschai; 
ter 132g Nr. 95 ist sein Andenken gefeiert. Bei Beurtheilung sei- 
ner Werke ist auf die Zeit Rücksicht zu nehmen, in welcher er 
lebte. Den Massstab der modernen Critik halten zwar 'seine Ar- 
beiten nicht aus, man nluss aber seinen Leistungen in anderer 
Hinsicht volles Recht angedeihen lassen. Er belliess sich eines 5c- 
nauen Studiums der Natur, und bildete seine Compusitlonen viel 
strenger durch, als manch anderer gefeierter Künstler seiner Zeit. 
Ueberall offenbart sich Gedankenrichtung, und Gefühl für Schön. 
heit der Jibrm. Seine Bildnisse sind meistens von frnppanter Aehn- 
Iichkeit, und von energischer Stellung. Zum Schmeichler liess er 
sich nie herab, indem er in kräftigen Ziigen unmittelbar das Le. 
ben und den Charakter des Individuums zu erfassexr strebte. In 
allen seinen Werken ist die Färbung harmonisch, kräftig und warm, 
von grosser Naturtrische in den Landschaften. Seine Zeichnungen 
sind theils auf vveisses, theils auf farbiges Papier ausgeführt. Dia 
Fqderzeichnungen sind schwarz oder braun ausgemacht. Andere 
Zeichnungen sind mit rother und schwarzer Kreide behandelt. I" 
der Yortraitsammlung des Hufinalers Vogel von Vogelstein zu. Dres- 
den ist sein von Vogel gezeichnetes Bilduiss (1812). 
Stiche nach Werken dieses Meisters. 
Friedrich Wilhelm der Grosse und seine Gemahlin Duruthen in 
einer Batterie vor Anklaui. Geschabt von J. Freidhuf, qu. ruy. ful, 
Freiherr C. A. v'0n Hardenberg, geschnbt von H. Sinzeniclh 
S. r. lb  
g]. J. Engel, halbe Figur, in schwarzer Manier von J. Freid- 
'hof, gr. fol.  
G. A. Tiedge, Brustbild, von J. Gottschick gestochen, ful. 
Derselbe, lith. von liraft, ful. 
Friedrich der Grosse und Paul Petrowitsch bei ihrer Zusam- 
lmenkunft in Berlin 1776. In Aquatinta von D. Berger, qu. lul. 
Preussens glorreiches erstes Jahrhundert, in Bildnissen der er- 
sten Könige. In Aquatinta von D. Ber er 1800, fol. 
Kaiser Alexander, Friedrich Wilheiämnnd seine Gemahlin am 
SargelFriedrich des Grossen. In Aquatinta von D. Berger 1395, 
r. fo . 
g Deutschland vom Frieden getröstet. In schwarger Manier von 
J. Freidhof 1801. fol.  
Die Befreier Europfs, gest. von D. Berger 1814, gr. fu], 
Maler dolorosa, lith. von Kraft, fol. 
Der Tod der Comala. Im Umriss in Reveil's Musee, 8. 
Die kleine Minette. Iiind mit der Katze. Geschabt von J. Freid- 
hof, gr. fol. 
WGiISClTI, JOhüHIl AUTOR AllgllSt, Maler, der Bruder des obi. 
gen Künstlers, wurde 1762 111 Braunschweig geboren, und von 
seinem Vater, dem Pascha Weitsch unterrichtet. Hierauf copine 
er mehrere Bilder aus der Gallerie von Salzdahlum, und 1734 be. 
leitete er den Friedrich Georg Weitsch nach Italien, wo diese 
giünstler drei Jahre verweilten. Der junge Weitsch verblieb nach 
seiner Rückkehr in Wien, wo er mehrere Gemälde von A. van 
Dyck copirte. Auch das Bild der Frau des Rubens, wie sie aus 
dem Bade kommt, copirte er so getreu, dass man das Original zu 
sehen glaubte. VonWieu aus begab sich der Künstler nach Braun-
        

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