Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Vouillemont - Witsen [vielm. Witig]
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1829259
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1829596
Vroom , 
Heu drik 
Cornelissen. 
21 
rcn war. so gab er mit Erlaubniss des Admirals dem Vrqnm den 
Auftrag, die Seeschlachten der "cnglischeurund spanischen lYlerine 
darzustellen. Dieser malte zehn grosse Bilder in Wasserfarben, welche 
die einzelnen Täigesvorfälle während des Kampfes vorstellten. und 
wonach die Tapette ausgeführt wurde. NachBeendignng des Wer- 
kes schilfte Vruqm selbst nach England, und stellte sich dem Lord 
als Verfertiger der Cartons dar, welcherihn mit 100 holländischen 
Gulden beschenkte. In Gentlemans Magazine 18H0, LXX- P- 627 
ist die Tapette im Hause des Lord Howartl beschrieben. und J. 
Pine hat sie in Iiupfer gestochen. Nach seiner Rückkehr stellte 
Vroom nach C. v. Mandefs Bericht den Kampf der englischen 
und spanischen Flotte am siebenten Tage in einem grossen Ge- 
mälde. dar, welches bewundert: wurde, und dann ._den Zug der 
Flotten von Seeland nach Flandern, worauf die Schlacht von lxäieu. 
poort folgte. Dieses Bild wurde in Kupfer gestochen, und es 
brachte dadurch dem Künstler Gewinn ein, weil er Abdrücke an 
die General-Staaten einsandte, wie van Mander, bemerkt. Von 
dieser Zeit an malte Vrooxn, nur Seestiicke, und eri gelangte zu 
immergrösserer Vollkommenheit. Van Mander rühmt namentlich 
"die mächtigen Schiifsformen, mit allem, was zur See gebraucht 
wird. Auch Lanzi sagt bei Beurtheilung der sechs Marinen in 
der Gallerie Colonna zu Rom, dass die Schide und Schiffsbeivaff- 
nung gut dargestellt. seyen, nicht in gleichem Grade die Phäno- 
men des Meeres und der Luft. C. v. Mandel- ist aber in allen 
Theilen zufrieden, mit d'en landschaftlichen Partien, den Bäumen, 
dem Wasser, den Städten, Dörfern, Figuren, Fischen etc, VFOUUÜS 
Strandansichten nennt er noch besonders, und versichert, dass sich der 
liiinstlerhabe gut bezahlen lassen. In grossexl Gallcrien sind aber sehr 
wenige Bilder von ihm; lnnlfrinzen Hef-zuliadem ist ein sehr gryosses 
Bild, welches die engliche Flotte unter dem Commando des Gra- 
fen Leicester vor Vlissingen darstellt. In der Sammlung Wilman 
zu Frankfurt war bis 1859 eine italienische Landschaft mit einem 
verfallenen Castel unter Biiurncn am Flusse. In der Gallerie zu 
Florenz ist eine Marine mit einem grossen Schiff, und im Mu- 
seum zu Amsterdem ein grosses Gemälde, welches die Versenkung 
der spanischen Galeeren durch Atlmiral Ileenislaercls vor Gibraltar 
vorstellt. Ausserdem kommen zu Zeiten im liunsthandel Getnlilrii". 
von ihm vor. Zeichnungen finden sich ebenfalls. Sie sind mit 
der Feder, oder in Tusch und Bister ausgeführt, man muss aber 
bedenken, dass auch Cornelis Vruomfintlicil liehen könnte. Die" 
ser Meister gehört der Schule von Ruysilziel an. Von II. C. Vrunm 
sind vier Zeichnungen in der Sammlung des Erzherzog Carl zu 
Wien, drei Landschaften und ein Seestiick. Im Cabiuet zu Am- 
sterdam sind drei Seeansichten mit Schiffen und Figuren. ln 
Weigefs Aehrenlcse II. 24. sind ebenfalls drei Landschaften in 
Tnsch bescihrieben.  
H. C. Vruom starb zu Harlem 16.740. 
Henricus Vroom Harlemensis pictor. l-LtHondius exc. (Kopie 
nach H. Coch, in H. Hondii pictorum celeb. Gcrmaniae inferiorn; 
effigies , fol. In späterer Ausgabe unter dem Titel: Thcatrum ho- 
nuris etc. Arust. 1612 Jansonium.   
Das Bildniss des Künstlers in C. v. MandePs Werk von 101.8 
.mit der Lobschrift:  
Vromius hic mulmm terris jactatus et alto etc. 
gäbe von J. de Jongh 1704 kommt es_ Blau _L. L. 
Bex Bullart ist eine Gopie. 
,ln der 
Nr. 2 
Aus- 
VDI.
        

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