Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Vouillemont - Witsen [vielm. Witig]
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1829259
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1831708
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Weiner 
oder 
WVeinher, 
Hans 
Brenner, Ober-Baudirektor. 2 Hefte mit 16 Lithographien um] 
'l'cxt. Carlsruhe 11522, 211. fol. 
Ausgefiibrte und projektirte Gebäude, lithngraphirt und mit 
Text von ihm selbst und Hofrath Schreiber. 7 Hefte, Carlsruhe 
1850. 54. fol. Das letzte Heft unter dem Titel: das Kurgebiinde 
in Baden, und das Hubbad, herausgegeben von A. Schreiber, mit 
8 Lith. Carlsruhe 1835, fo]. Das erste Heft der alten Ausgabe 
erschien schon 1822.  
Wrenlt hat das Bildniss dieses Künstlers gestochen, gr. fu), 
Bei Velten in Carlsruhe erschien es lithogrnphirt.  
Wemer oder Weinher, Hans (Johann), Maler und 3,53m, 
VOR Weilheim, gewöhnlich der Meister mit der Weintraube e. 
naunt, war in München Schüler von F. Sustris, welcher nach de, 
gewöhnlichen Annahme 159g in "hohem Alter starb. Man sagt auch, 
Veiner habe nach Christoph Schwarz (1- 1597) Slllflirl, Wahr- 
scheinlich noch zu Lebzeiten dieses Künstlers, und somit war er 
jedenfalls 1599 ausiibender Maler. Lipowsky behauptet aber, das, 
VYeiner erst am 12. Jänner 1610 das Probestück gemacht habe. 
was wohl einer Berichtigumf bedarf". Wir fanden in den Zunft, 
alaten nur angegeben, dass älVeiner 1610 Slllvlimßisler wer, d. h_ 
einer der in der Stuclsltammer anwesenden- Meister. Er bekleidete 
damals die Stelle eines Camerdieners (Hofmelers) der Herzogin 
Maria Maximiliana von Bayern. Unter dem Jahre 1617 fanden 
wir seiner zum letzten Male erwähnt. Damals nahm er den Hau, 
Lang in die Lehre.  
Ilnns Weiner ist durch mehrere radirte Blätter bekannt, auf 
welchen der Namecder die Buchstaben H. W. mit einer Traube 
stehen; es ist aber zu bemerken, dass sich der Buchstaben H. W_ 
(als Initialen und Monogramm) auch andere Künstler bedienten, 
welche nicht alle namentlich bekannt sind. Wir kommen unten 
auf einen Hans Weyher zurück, welcher um 1567 zu München 
als Radirer auftritt. Sollte dieser seine Blätter auf solche Weise 
bezeichnet haben, so muss man sie von jenen unseres Weiner Lln- 
terscheiden.  
Die Blätter dieses Künstlers sind selten, besonders in guten 
alten Abclriicken.  
1) König Heinrich IV, in ä Ansicht nach links. Neben dem 
Kopfe: Henri IIII. ltex Franciae et Bei: Navnrrae. Recht, 
unten das Monogrnmm H. W., oder H. A. W., und die 
Adresse: Paulus Bruchfelcl exc. H. 8 Z. 11 L" Br. 6 Z. 51" 
Das erwähnte Zeichnen leg-Lman dem Hans VVeincr bei, 
 die Behandlungsweisc, des Blattes stimmt aber nicht für ihm 
Es scheint indessen zu München herausgekommen zu seyn, 
da eine Familie Brachfelclt, oder Prechenfeld im 16. Jahr- 
hunderte daselhst lebte. Vielleicht ist dieser Bildniss von" 
Hans Weyher.   
 2) Ecce homo. Christus in Mitte des Blattes auf dem Steimg 
sitzend, hinter ihm Juden und Soldaten. Linke Pilatus im 
langen Mantel mit Stab und Zettel, auf welchem die Buch. 
staben J. N. R. J. stehen. Unten rechts H. VV- und die 
Weintraube. Hw 10 Z. 2 L., Brl 7 Z. 3 L. 
Bei Weigel 2 Thl. 8 gr."  
3) Die,Verspottung Christi. Mit H. W. und der Traube. fol. 
Dieses Blatt könnte mit dem obiger; dasselbe seyn.
        

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