Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Vouillemont - Witsen [vielm. Witig]
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1829259
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1831614
WVeidner , 
XVillcm 
Frcderik. 
Weigel , 
Christ. 
223 
Vveydner, Vvlllßm Fredenk, Maler, geboren zu Harlem 1818, 
gehört zu den geschickten Künstlern seines Vaterlandes. Er malt 
Blumen und Früchte, todtes Wild, und andere Stillleben. 
Vvelel, ThGOÖOSIUS, Maler zu Zweibrüclsen, wurde um 1805 ge- 
boren. Er machte seine Studien in München, und wurde dann 
Zeichnungslehrer in Zweibriicken. Man findet historische Bilder 
von ihm. 
Welgßll, Charles Henry, Maler zu London, wurde um 1800 ge- 
boren. Er machte sich durch historische Darstellun en und durch 
Landschaften bekannt, in welchen ebenfalls die Staflgage bedeutend 
ist. G. Zobel hat ein charalitervolles Bild gestochen: Death ofTli. 
Becliett in St. Beiiedicts Cliurch Canterbury 117g, Pub1,_ by Acker- 
inann, gr. fol.   
H. Weigall jun. malt Bildnisse in Oel und Miniatur, 
Weigandt, s. Weygandt. 
Vvßlgel, ChPlSIOPlI, liupferstecher und Iiunsthändler, wurde 1654 
zu liedwitz iii Böhmen geboren, und 1mm als linabe von 12 Jah- 
ren in Hof bei einem Goldschmied in die Lehre. Hierauf berief 
ihn der berühmte Erhart Weigel nach Jena, wo er sich in Ver- 
fertigung von Instrumenten übte, bis er 1675 nach Augsburg ging, 
um unter Leitung des Andreas Wolfgang der Iiiipfersteclierei sich 
zu widmen, 1m Jahre 1078 setzte er bei M. Husel seine Uebung 
fort, und nach dem Tod dieses Meisters (1682) suchte er in Wien 
sein Heil. Allein bei der Belagerung der Stadt durch die Türken 
(1085) begab sich Weigel nach Frankfurt, wo er bis 1688 verblieb. 
Hierauf arbeitete er wieder drei Jahre in Wien, und 109i ging er 
nach Augsburg, wo der Iiiinstler mit Ch. Eimrnart und J. J. Sandrart 
an der bekannten ßilderbibel arbeitete, bis er endlich 1698 in Nürn- 
berg das Biirgerrecht erhielt, vwo er bis an seinen 1725 erfolgten Tod 
verblieb, und eine Menge von Blättern und Hupferwerken herausgab. 
Die meisten sind aber nur Verlagsartiliel, da er einen starken Kunst- 
handel trieb. Als Künstler istWeigel von keiner Bedeutung, da er 
handwerksmässig verfuhr, und wenn daher schällzbare Blätter sich 
vorfinden, so rühren sie von anderer Hand her. ,Er war der erste 
liupfersteclier, welcher die Gründe mit einer Maschine fertigte. 
Weigel hatte eine Tochter, welche den 1722 verstorbenen M3- 
ler Joh. Henkel heirathete, und dann wahrscheinlich mit Martin 
TyroFf in die zweite Ehe trat. Man nimmt IUClESSCII gewöhnlich 
an, M. Tyroll habe die Tochter der Frau lienkel geheirathet, al- 
lein V. D. Preisslefs Bildniss der Wittwe unsers Iiiinstlers mit dein 
jungen John David TyroE scheint diese Ansicht nicht zu rechtferti- 
gen. Man liest daraut: Magdalena EstherWeäglin, Christ. Weigelii 
sen. Vidua, ejusqire Nepos. Joh. David Tyro . Dieser Tyroff war 
Martin's Sohn, und Erbe der Wieigelschen Handlung, wie er sich 
selbst auf dem ersten Blatte der späteren Ausgaben des Trachten- 
werkes nennt. Die Hunsthandluiig des Joh. Christoph Weigel jun. 
kann in d'en Besitz Schneidersi. und besteht noch. J. 'Hupeiz1;y 
hat sein Bildniss gemalt, und BLVogel selbes gestochen, roy. fol. 
Unter seinen vieledWei-lserr-nennen wir folgende, ohne der 
Landkarten zu gedenken, welche Atlasse bilden. Die Bildnisse 
haben gewöhnlich nur die Adresse WeigePs. und sind wohl gräss- 
 tentheils von anderer Hand. Mehrere sind von Weigel de icirt. 
Einen Theil der" übrigen liupferwerlie zählt Dlabacz auf. Doppel- 
nfayr if welcher die Biographie des Künstlers beibringt. geht nicht 
aruu ein.  P     M?
        

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