Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Vouillemont - Witsen [vielm. Witig]
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1829259
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1831488
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Wegelin , 
Alexius. 
Wegener , 
10h. 
Wilh. 
Püttmann": 
4. 
dung für H. 
Aachen 1842. 
Werk z 
Der 
Cölner 
Dom. 
Cöln 
und 
Vvßgßlill, AlßXiUS, Medailleur, stand um 1757 in 
Fürsten von Anhalt. Auf seinen Geprägen stehen 
ben A. W. 
Diensten (I9; 
die Buchsta- 
Wegener, Johann Friedrich Wilhelm, Thiemaier, geboren 
zu Dresden 1312, äusserte schon in früher Jugend entschiedene 
Neigung zum Zeichnen. war aber als der Sohn unbemittelter 313W 
gersleute auf fremde Hiilfe angewiesen. Nach dem Austritt aus 
der Elementarschule wollte ihn ein Verein von Künstlern studimh 
lassen, allein bald darauf trat ein Geistlicher ins Mittel, welche;- 
ihn in eine Buchdruckerei brachte. Jetzt verlebte er fünf liummep 
volle Jahre unter einem barbarischen Lehrherrn , und konnte nur 
die Nächte zum Zeichnen benützen, wodurch die Gesundheit des 
jungen Schriftsetzers untergraben wurde. Nach erstandener Lehm 
zeit arbeitete Wegener auch noch in anderen Oflizinen, endlich 
aber trat er mit einem Pastellkasten versehen die Reise an, um a], 
fahrender Künstler sein Brod zu suchen. Er malte jetzt in einigen 
kleinen Städten Bildnisse in Pastell, so wie Landschaften in Qeh 
Auch in der Lithographie versuchte er sich, und nahm besonders 
gerne Bestellungen an, wenn Thiere gezeichnet werden mussgem 
Mit massiger Baarschaft versehen trat er dann von liiostoek au, 
eine Seereise nach Copenhagen an. wo er nach Vorzeigung seiner 
Naturstudien sogleich in den Gypssaal der k. Akademie aufgenom- 
inen wurde. Allein seine Mittel waren bald aufgezehrt, und da sich 
kein Nebenverdienst fand, musste We ener wieder nach Deutsch- 
lnncl zurückkehren. In Iiiel und zu läamburg fand er jedoch als 
Lithograph Beschäftigung, und als später auch eine kleine Erh, 
schaft fiel, ward es ihm vergönnt, zu Dresden an der Akademie 
ein geregeltes-Studium zu beginnen. Nebenbei besuchte er auch 
die Veterinärschule, indem sie ihm die Gelegenheit bot, die Na_ 
tur der Thiere zu studiren, war aber bald wieder dem Mangel 
Preisgegeben, ohne durch seine Iiunst Verdienst finden zu könnem 
ln dieser Lage eriniiiiterten ihn die Professoren Dahl und C, VW 
gel von Vogelstein durch Rath und That, und Wegener ist diesen 
berühmten liünstlern zu warmem Dank verpflichtet. lm Jahre 1840 
liaulte endlich der Kunstverein in Dresden ein Bild von ihm, und 
so fort noch einige andere Gemälde und Zeichnungen, so dass der 
Künstler muthig auf seiner Bahn fortschreiten konnte. Auch der 
König von Sachsen richtete ein Augenmerk auf die Leistungen 
VVegenefs, und zeichnete ihn bald durch ehrenvolle Aufträge aus" 
Ueberdiess ertheilte er in den vornehmsten Häusern Unterricht im 
Zeichnen und Malen, und zählt selbst Prinzen und Prinzessinnen 
 zu seinen hohen "Schülern. 
Wegeneüs Werke sind bereits zahlreich, da er, ausser den 
Oelgcinälden auch viele Zeichnungen in Aquarell ausfiihrte. Seine 
Bilder sind meistens nach dem Norden gewandert, und mehrere 
von den Hunstvereineii in Bergen und Christiania angekauft wor- 
den. Andere gingen durch die Verloosungcn des Dresdner Iiunsg- 
Vereins in Privatsainmluiigeri über, und ein Tlieil kam unmigte]- 
bar in die Hände hoher Besteller, so dass sie der öliL-ntliclien 
Ausstellung entzogen waren. Die Critik sprach sich aber immer 
vortheilhaft über seine Leistungen aus. Wegener ist nicht allein 
liünstler, sondern auch Naturforscher. Wenige Meister haben 
eine so glückliche ßenbachtiixigsgabe für die Eigenthümlichkeiten
        

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