Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Vouillemont - Witsen [vielm. Witig]
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1829259
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1831470
Weet. 
Wegelin o 
Adolph. 
209 
schung nachahmte. Nach dem __Tode des Königs verliess er 1649 
England. 1m Vaterlande ist er nicht bekannt.  
Sein Sohn Johann war ebenfalls Maler. Dieser blieb in Lon- 
don, wo er nach Walpole 1652 starb. 
Weet , 
Wet oder Wett. 
Die 
wechselt. 
Orthographie 
Wegelin,  Architekttirinaler, wurde 1810 in Cleve ebo- 
ren, und machte seine Studien auf der Akademie in Düsseldorf. 
Anfangs sich der Landschaftsmalerei widmend. wirkte die An- 
scliauung der klassischen Architektur des Mittelalters im Rhein- 
lande der Art auf den Iiiinstler, dass er sich entschieden für das 
Fach der architektonischen Darstellung bestimmte. Schon 1351 und 
52 sah man von ihm auf den Ausstellungen zu Düsseldorf und 
Berlin schöne Bilder dieser Art, und iispziter erregte er auch in 
München mit seinen Werken Beifall, da er daselbst von 1335  55 
seiner weiteren Ausbildung oblag._ An den Rhein zurückgekehrt 
lebt er seil 1857 in Cöln. W" er eme grosse Anzahl von YVerlten 
ausführte. Er stellte verschiedene Stadttheile und Kirchen in Oel- 
gemälden dar, und nebenbei entstanden auch mehrere" andere ar- 
cliitektoiiische Coinpositionen._ Ueber diese _Bilder sprach sich die 
Critilt höchst günstig aus, wie in den Berichten der Cölner Zei- 
tung von 1359  (18, im Rheinischen Beobachter und in der All. 
gemeinen Zeitung 18115. in den Rheinischen Provinzialblättern 1357 
etc. Der liönig Friedrich Wilhelm IV. von Preussen, am beton- 
derer Verehrer der mittelalterlichen Architektur, besitzt von We- 
gelin viele architektonische Zeichnungen in Aquarell. Er befahl 
dem Künstler 1312, die alt-christlichen Bauwerks Cölns bildlich 
aufzunehmen. Schon in dem genannten Jahre erwarb der liönig 
ein Album der liirche von Altenberg. Die Aquarellen im Besitze 
des Königs und der Königin von Preussen bilden eine interessante 
Sammlung, da sie in gewissenhafter Genauigkeit architektonische 
Denkmäler enthalten, welche in früher oder späterer Zeit dem 
Verderben entgegen gehen. Die malerische Auflassung in strenger 
Verbindung mit rächt archäologischer Bearbeitung machen diese 
Aquarellen zu einer ganz eigenthümlichen Erscheinung, auf wel- 
che die Kunstgeschichte hinweisen muss. In der Cölner Zeitung 
von 1842, 45, 47 und 50, dann im Demblatte von 1344 u, 49 
 sind nähere Mittheilungen. Ferner ist fällt. Praehtalbuin mit ma- 
lerischen Darstellungen des Schlosses Bruhl zu erwähnen. We- 
gelin führte eS 1846 den liönig von Preussen aus, und diese, 
übersandte es der Königin Victoria von pnglanctzur Erinnerun 
an ihren Aufenthalt ini Schlosse. Vgl. Colner Zeitung 1346, unä 
Elberfelder Zeitung 1845. In der neuesten Zeit wendete Wegeiin 
dem Dom in Cöln seine Aufmerksamkeit mehr als je zu. Em 
Aquarellwerk im Besitze des Königs zeigt in mehreren Blättern 
die zukünftige malerische Vollendung des inneren Domes nach 
demvon dem Baumeister Zwirner ergänzten Plane. Dann arbei- 
tete er (1850) für den König einige Motive der äusseren grossar- 
tigen Chor Strebepfeiler aus, welche, wie in der_Wirklichlteit, so 
auch bildlich aufgefasst, einen wunderbar ergreifenden Eindruck 
hervorbringen. 
'Wir haben nach seinen Zeichnungen auch eine Folge von drei 
lithographirten Blättern zur Erinnerung an die Kirche zum Caipi- 
tol in Cöln, (i. 1) Der ßreuzgang der Kirche, lith. von Boruiii. 
2) Die Seitenansicht des Chorcs, lith. von A. Brandmayer. 5) Die 
SßlVaWF-Cßyelle der Kirche, lith. von demselben. Rouargue 
stach nach ihm die Ansicht des Cölner Domes in seiner Wollen- 
Naglers" Künstler-Lax. Bd. XXI. 14'
        

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