Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Vouillemont - Witsen [vielm. Witig]
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1829259
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1831393
KVeenix , 
Jan 
Baptist. 
201 
Bild eines Seehafens mit vielen Figuren, vielleicht jenes aus der 
Silllüllllllllg des H. van Slingelandt in Dort, welches Descamps 
noch sah. In der Gallerie des Stuifortlhouse zu London sieht man 
ein vorzügliches Gemälde in der Weise des S. Rosa, Figuren zwi- 
schen riiiiiisehen Ruinen vorstellend. Zu Corshaitihouse sah Waa- 
gen (H. u. li_ II.  eine sehr ausgezeichnete Landschaft von 
pikanter YVirhung (1050). Im Vorgruntl ist ein junger Ivlann, wel- 
cher den Hund aufwarten liisst. Ein anderes grosses, ClurCll C0111" 
Position und iilarheit des 'I'ons ausgezeichnetes Bild ist in Alten 
Tower, dem Landsitze des Grafen von Shrewslaury, Es zeigt einen 
Herrn und eine Dame zu Pferd auf der Jagd.   
Auch in deutschen (jallerien sind Bilder dieses Meisters. Im 
Museum zu Berlin ist ein 4 F. Öä Z. breites Gemälde mit Ermi- 
nia, welche bei den flirte!) Aufnahme sucht. Die Gestalten der 
Hirten sind hier in frischer Naturwahrheit dargestelltr die kriege- 
rische Jungfrau erscheint aber als Theaterheltlin. Vortrefflich ist 
das ruhende Vieh behandelt, und die Landschaft schwimmt in. 
stark. gelbem Abendliehte. Bezeichnet: Gio. Batta. Weenix f. In 
der Pinakothek zu München sind vier treffliche Bilder von ihm. 
Ein kleines Gemiilde stellt ein bei Ruinen schlafendes Mädchen 
mit dem Hunde, das zweite den hcimlsehrentlexi Jäger mit todten 
Vögeln und einem Hasen, das dritte die Ruine eines Prachtge- 
biiudes mit einem schlafenden italienischen Mädchen und einem 
Jüngling, welcher das musikalische Instrument spielt, und das 
vierte den Schcerenschleifer am Eingange eines Prachtgebtiudcs 
von Figuren umgeben dar. In der herzoglicli Leuchtenbergi- 
sehen Gallerie zu München ist ein Seehafen mit Prachtgebiiuden 
und spielenden Soldaten im Vorgrunde. Die Gallerie des Belve- 
dere in Wien bewahrt das Bild eines Seehafens mit alten Gebäu- 
den und Figuren, 5 F. breit, und bezeichnet: J. VVeenix f. Auch 
in der Gallerie Esterhazy (Ruinen eines Gehäudis korinthischer 
Architektur; ßildniss einer Dame mit dem liinde) und in jener 
des Fürsten Lichtenstein (torltes Wild) sind Bilder von ihm. Unter 
den sechs Gemälden in der Gallerie zu Dresden dürfte auch dem 
YVeenix jun. ein Thcil gesichert werden. Sie stellen todtes Wild 
und Geflügel dar. In der Gallerie zu Gotha ist ein Gemälde aus 
der Sammlung des H. Destouches. Man sieht ein im classischen 
Styl errichtetes Gebäude, und vor demselben ergiitzt sich eine Ge- 
scllschuft am Tische. Nach dem Vorgrunde zu schenkt ein Mäd- 
chen NVein ein, und ein anderes sitzt mit dem Hündchen auf dem 
Schoosse neben einer alten Frau, welche den Brief liest. Ein "jun- 
ger Mann legt die Hände auf die Schulter den Dame. Rechts ver-- 
folgt ein Hund den Pfau. H. 2 F.  Z., Br. 3 F. öä Z. Diese; 
Bild besitzt nach Iiathgeber (Annalen S. 105) eminente Vorzüge. 
Die Feinheit der Touche ist nicht geringer, als in den in dieser 
Hinsicht gepriesenen Werken von le Ducq. Herzog Ernst II. von 
Gotha besitzt ein schönes Bild, welches eine Gemüshändlerin vor 
einigen lliiusern vorstellt. Vor ihr ist die Frau mit der Magd. 
Es ist im Catalogue de tableaux prov. de cabinet d'un amateur 
beschrieben, und wurde früher dem Le Nain beigelegt. 
Das Bildniss dieses Meisters findet man in den Werken von 
Weyerman, düirgensville, Descamps, Houbracken und Immer- 
zeel. Auch G. C. Hilian hat es gestochen. 
Stiche nach Werken dieses Meisters.  
L3 gaicte hacchique. Junge Männer und Frauen bei Tiäfh- 
da? üben erwähnte Bild des Verschwenders, welches aus der Gal- 
lerlß Qrleansnach England kam. J. L. Delignon fecu fol-
        

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