Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Vouillemont - Witsen [vielm. Witig]
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1829259
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1830809
M2 
Watelet , 
Louis 
Etieilne. 
gegen reizende" Bildchen", sind staunenswiirdig inilIioth und Gelb 
In der Behandlung des Wassers, der verschiedenen Arten der Iie] 
sen und des Gesteins. Von 132g verbreitete sich der Iluf des NIE; 
sters auch in Deutschland. Früher war Watelet nur in Frnlllireic] 
gefeiert, in dem p-enannten Jahre schichte er auch ein Paar ßjl 
der auf die Ausste lung nach Berlin, wo jetzt die Posaune seine, 
Rufes erscholl. Das eine dieser Gemälde stellt in einer prächtige, 
Landschaft einen glänzend gehaltenen Wasserfall mit trefflich grnp 
pirten Bäumcn dar, welche im Farbenspiel des Herbstes prangen 
Das andere gibt die Brücke über die Seine unweit St. Gerain-en. 
Laye, mit magischer Sonnenbeleuchtung, durch welche die grau, 
Brücke, und der Fluss mit seinen "sanften Ufern wie im Vorüher. 
gehen erhellet werden, so dass der Mangel malerischer Formen 
durch optischen Reiz ersetzt wird. Ueber diese Brücke zog 1315 
Bliicher mit seiner Heerabtheilung. Auch später beehrte weine. 
die Ausstellung in Berlin, da er 1852 zum Mitglied der k. pi-eus_ 
sischen Akademie ernannt wurde. Ausserordentliches Aufsehen er. 
regte 185i eine grosse Landschaft, welche in den Besitz des Dm 
Spichcr kam. Andere Bilder, welche zu Berlin in den Privälbtzsitz 
übergingen, sind durch Lithographien von J. Tempeltei behannn 
In allen diesen Werken steht Watelet bereits auf der Höhe sei- 
ner Iiunst, mit einer Bravour und Iiiihnheit des Vortrages, weh 
che Staunen erregt. Es ist diess die Periode seiner glänzende" 
naturalistischen Richtung, in welcher er die materielle Erschci. 
nung mit grosser Kraft bewältigte. Die Vedutenmalerei erscheint 
bei ihm in höchster Vollendung. Das verschiedenartipste Detail 
ist in Form und Ton trefflich gebildet, alles effelatvol und har- 
monisch, das Ganze von seltener lilarhcit. In seinen Bilden, 
herrscht aber nur täuschende Naturwahrheit, nichts llerzlichse; 
klingt in denselben an, während die Landschaften seines Antipnden 
Paul Huet im Beschauer Sympathie erregen. Unter seinen Hauph 
werken dieser Richtungen nennen wir noch die Ansicht von Runen 
vom Berge Bon-Secours aus (1851), den Blick auf Paris von der 
Colonnadc des Louvre (1834), eine grosse cmnponirte Landschaft 
mit Wasser und Bäumen von 1855, worin alles von uniiberti-eif. 
licher Klarheit, und mit höchster Meisterschaft vollendet, und die 
Ansicht eines normannischen Dorfes während des Platzregens, wo 
die materielle Erscheinung mit bewunderungswürdiger Iiratt erfasst 
ist. Der vor dem Hause angekßmmene Fuhrinaun spannt die Pferde 
aus, und man möchte ihm helfen, um ihn schneller aus dem Sinr. 
me und Regenschauer zu bringen, Im Jahre 1856 malte Wvatelet 
die Ansicht dersteinernen Brücke in Lyon mit Iiohlenschiifen am 
Ufer, ein technisch Vollendetes Bildwun schlngender Naturwahr. 
heit, Er führte es auf Befehl des Ministeriums aus, und da das 
Bild mehr als alle seine früheren Arbeiten gefiel, brachte es ihm 
viele neue Bestellungen. Weitere Gemälden geben Ansichten der 
Tuchfabriken in Vienne (1855), vom Thal von Gisors in der Not- 
mandie, der Gegend vonlAllcvarc, dem Canal in Calais (1359) 
und einige Ansichten aus Deutschland sChliessen sich an , Wie dir; 
Ansicht von Innsbruck, mit einem Trupp von Reitern. welche 
von einem Tiroler an den Bergen hingefiihrt werden. Dieses Q0. 
miildc war auf dem Pariser Salon 18th; zu sehen. Mauzaisse hat 
1829 das Bildniss dieses Iiiiitstlers lithographirt. Auch in Chaberß 
Vie de Peintres kommt es vor. 
Stiche und Lithographien nach Chev. Watclet. 
Napoleoifs Empfang in Ludwigsburg, gest. von Winkelea für 
Gavarciis Galleries hisl. de Versailles, läl. qu. fol.
        

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