Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Vouillemont - Witsen [vielm. Witig]
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1829259
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1830677
XVa rneck, 
Alexander. 
Warneck, 
Carl 
Eduard. 
129 
P W. bei Brulliot U. 2560, oder bei Bartseh VI. p. 50g unser P. 
Warnerssen sei. Auf d'en folgenden Blättern steht nur: Gheprent 
tue Campen by mi Peter Warnerssen (Warnersoen, Warmerss) 
in die Broederstrate in den Witten Valke. Die Druclsangabe ist 
aber nicht anfallen Blättern gleich, es kommen Variationen und. 
Abkürzungen vor. Diese seltenen Blätter sind gewöhnlich colorirt, 
theils allegorischen, tlieils scherzhaften Inhalts. Rathgeber (Nie- 
derländische Annalen S. 160) nennt folgende: 
1) Vier allegorische weibliche Figuren: Wie volherdet te einde 
toe die wert salieh. Math. X. 
2) Vierfiissige Thiere mit Spruchzetteln, vor welchen das Glücks- 
rad getrieben wird: Die Stach en beloop der werldt. Auf 
diesem Blatte nennt sich der Drucker: Averncrsben. 
3) Eine missgestaltete Figur: Die Tijdt van  soc is mijn 
nann. Figura de septem peccatis mortalibus. 
4) Drei Männer im Vorgrunde, im Grunde eine Stadt: Re- 
gieregßurgher, Vreemde gast Vint hier een yeder sijne last. 
5) Ein Mann umarmt ein neben ihm sitzendes Weib, während 
ein zweites hinter dem Baume hervor durch die Finger sieht. 
Die oursaeckc van allen Sonden en schanden. Unter der 
Darstellung viele Schrift. 
6) Ein alter Mann und eine junge Frau. Eeils Jungen mans 
auentuir, dz is eens Olden mans Vegeuuir. Mit vieler an- 
derer Schrift. 
7) Ein junger Mann und ein altes Weib. Koort of, du bist 
alleen, den ick van herten meen. 
8) Ein Mädchen in der Laube zwischen einem alten und einem 
jungen Mann hinter dem Tische stehend, auf welchem liar- 
ten und musikalische Instrumente liegen. Van die valsche 
ontrouwe Liefte. Dann mit vieler anderer Schrift. 
Warneck, Alexander, (schreibt XVarnick), Maler, wurde um 1730 
zu St. Petersburg von deutschen Eltern geboren, und kam jung 
in die k. Akademie daselbst. Er bildet sich als Purtraitmaler aus, 
ging 1305 nach_ltalien, und gründete in Rom seinen Ruf. Seine 
früheren BilllDlSSC zeichnen sich ausser der sprechenden Aehn- 
lichkeit durch eine warme und blühende Färbun aus, in den spä- 
teren Arbeiten dieser Art ist aber ein grhnlicger Ton vorherr- 
schend, welcher seinen schwachen Augen zuzuschreiben ist. War- 
nick blieb 4 Jahre in Rom, und kehrte dann nach St. Petersburg- 
zurück, wo er zahlreiche Aufträge fand, und zuletzt auch als Hi- 
storienmaler sich bekannt machte. Die geschichtlichen Darstellun- 
gen von seiner Hand datiren von 1850 an. Sie erwarben ihm den 
Titel eines Professors. 
Warneck, Carl Edllard, Maler, wurde 1805 zu Danzig geboren, 
und kam 1818 nach St. Petersburg, wo er sechs Jahre unter Lei- 
tung seines Vetters Alexander Warneck der Portraitmalerei sich 
widmete, und zu glücklichem Resultate älelangte. Nach seiner 13111. 
erfulgteu Rückkehr in die Vaterstadt na rn er bei Professor Broys- 
sig Unterricht in der Perspektive, und ging dann 1827 nach Ita- 
lien, wo damals der berühmte Maler C-arl BrülolT lebte, in wel- 
chem VVai-neck einen aufrichtigen Freund und weiteren 'Lehrcr 
efun_den hatte. 1m Jahre 1829 kehrte der Künstler wieder nach 
ganzlg zurück, wo er sich dem Unterrichte widmete. 
Der Verfasser des Neuen Allgemeinen Künstler-Lexikon! V8!- 
Nagleräs Künstler - Lex. XXI. Bd. 9
        

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