Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Veit, Ph. - Vouet
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1819458
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1820224
Veneziano , 
Carlo. 
1 
Veneziano , 
Domenico. 
6a 
dexiden Engel. Ein zweites Gemälde, mit der Jahrzahl 1552, stellt 
die Ehebreeherin vor Christus dar, wie die liriegslmechte die Ver- 
lsiimlxing ihres Schicksals erwarten. Das erstere dieser ziemlich 
grussen Gemiilile findet liiugler (Beschreibung des Museums S. H6) 
ohne souderlicheu Werth, und das letzte erklärt er als lobenswer- 
the Vulkssceue mit einer schönen Siinderin. Nach liugler ist der 
Verfertiäer dieser Bilder nur ein handwerklich tüchtiger Verarbei- 
ter der iigenthiiixilichlieiten der Tizianlschen Schule. Die Angabe 
[der Lebenszeit im Cataluge des Museums (1494  1553) stimmt 
für den Veruneser Bonifazio, welcher vielleicht auch der Verferti- 
ger der Bilder ist. Die herrlichen iYIalereien des Bonifazio in Ve- 
nedig lassen kein solches Urtheil zu. 
Das Bild der Gallerie des Grafen A. Ilaczynslsi, die Anbetung der 
liönigq-haben wir oben erwähnt. Es stammt aus dem Hause Pe- 
saro in Venedig. 
Sehliesslich bemerken wir noch, dass manches Bild des Boni- 
fazio Veneziauo unter Tiziaifs Namen gestochen seyu könnte. 
Veneziano , 
Carlo , 
Sarnceno. 
Veneziano, Domenico, Maler, wird llntel die Scbiiler d? An- 
tonello da Messina gezählt, welcher bekanntlich längere eit in 
Brügge lebte, und im llause des Jan _van Eyclt Zutritt länrl. Die- 
. Meister theilte ihm das GOlIGIIDDLSS. der Oelinalerei mit, und 
Äeiitonellu machte den Duiiiinico Veneziano damit bekannt, wie 
 im Artikel des A. da Nlessina angegeben haben. Die Zeit, 
ii-iuwelcher dieses geschah, ist nicht beliaiiiiltl, es liaim aber näht 
1a], c vur14OQ eschelien seyn. da Antoiie o erst um (iese eit 
nacilii Venedig gältulnlllilll. sein Still, owfntiler nicht aiidefsizwii dten 
Domenieu in das GCIOIIIHIISS (er ema erei eingeweii ate. 
Letzterer theilte es dem Andrea del Casiugni) mit, welcher ihm 
Freundschaft huwheiie,  zulletzt ausdblilerlsuehtßden hhuizätler 
ermordete wie Vasari ei-za t (11110 gern e SIC ere Lll' sc a _zu. 
geblen. Diese? müsst; Eegenl, blöd geywfßn  ,l g?! äiuinenilei) 
1464 nicht nie ir am e en war. wie wir im rti ie es n one o 
da Messina nachgewiesen haben. Andrea starb erst 1480. _ohne 
je den Verdacht eines lYIoi-iles erregtzu haben. Er soll aber auf dem. 
'I'odbette dem Beichtvater das Verbrechen entdeckt haben, um nicht 
Unschuldige in Strafe zu bringen. Und so erzfihlte man zu Va- 
sari's Zeit, Andrea habe den Hunstler. der mit ihm in demselben 
Hause wohnte, zur Nachtszeit an einer Strassenecke uberfallen, 
ihm mit einem Stück Blei den Magen und den Kopf eingeschla- 
en und dann die Flucht ergriden. Wieder in seinem Zimmer 
gmgespcm, brachten ihm Diener die Unglucksbotschaltz und der 
Treulose eilte sogleich nach dem Schauplatze, wo er ]ainmeri.d 
den Freund in seine Arme fasste, der bald daraul starb. So be- 
richtet Vasari und er scheint zu glauben, dass die neue Methode 
der Oelmalerei zunächst die Veranlassung gewesen sei, welche den 
Andrea zur blutigen That verleitete. Der genannte Schriftsteller 
behauptet, Doiiienico sei nach Flgreiäz bberufen werden, welll 
ei- das Geheimnis: des Jan van yci _esass, um so wui-te 
gleich weiter geschlossen, dass gerade die neue Methode den 
A. del Castagiiozum Morde brachte, um fur sich allein die- 
selbe zu bewahren. Allein diese tieschichte ist nicht erwiesen. 
und man glaubt ini Gegentheile, die Oelnialerei könne damals iii_ 
Toscana _nichts Neues gewesen seyn._ P. della Valla inaclit auf 
ein Oelbild des Johannes Paulbda Siena von 1450 aiilinerksain. 
Diess beweisst indessen nur so viel, dass man schon früh Versucht 
Naglerls Künstler-Lax. Bcl. XX. 5
        

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