Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Veit, Ph. - Vouet
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1819458
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1820212
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Veneziano , 
Bonifazio. 
Barbara und St. Omobnono Almosen gebend dar. Ferner ist in 
diesem Palaste ein Bild der Venezia, wie sie von St. Mai-uns die 
Fahne empfängt, 1562 im Style Tizian's gemalt, ehedem im Mq- 
gistrato "cli Monte del Sussidio. Ein drittes Gemälde des h. Paln- 
lastes hesass friiher die Familie Contarini, und war von jeher der 
Gegenstand grossen Lobes. Es stellt den Heiland dar, wie er die 
Iiiinfer und Verkäufer aus dem Tempel jagt. Lanzi sagt, dass 
dieses {igurenreiche Gemälde alleinhinreichen wiircle, den Ur- 
heber unsterblich zu machen. Die Contnrini schenkten es dem 
Staate. In dem Zimmer de Püffiziu della Zecca sind (oder wg- 
wen?) ebenfalls Bilder von Bonilazio. Auch in anderen Palästen 
der Stadt finden sich noch Bildnisse und historische Darstellun. 
gen von ihm, man gibt sie aber lieber fur 'l'i7.ian ans. Der M3- 
ler Natale Schiavone besitzt eine Landschatt mit lYIai-ia, vier Hei- 
ligen und zwei Engeln. Dieses Gemälde stammt aus dem Palaste 
Grima-ni. Das schöne Bild der Anbetung der Könige, welches im 
Palaste Pesaro zu sehen war, ist jetzt in der Gallerie des Grafen 
A. Ilaezynslsi, des berühmten Verfassers der Geschichte der neue- 
ren deutschen liunst. 
In derGallerie zu Florenz ist eine Darstellung des Aben(1_ 
mahles, vollkommen in der Weise Tiziarüs gemalt. Der Künstler 
wird im Cataluge, wie häufig. Bonifacio Verunese genannt. In der 
Pinakothek zu Mailand sind zwei grosse Gemälde von ihm, das 
eine aus dem INTagistrato del Sale, das andere aus der Carthause 
zu Venedig.  
In der Gallerie des Louvre ist eine Erweckung des Lazarus ' 
figurenreiche Composition, im Cataloge dem Bonifacio Veronese 
zugeschrieben. In England sind vier reiche Bilder, welche gß 
wühnlich dem Tizian zugeschrieben werden, nämlich die Triun-l- 
Phe nach Petrarczüs Dichtungen. Im vorigen Jahrhunderte besass 
sie Mr. Smith. S. Pomarede hat sie 1750 nach Zeichnungen gß 
stechen. 
In der k. ls. Gallerie des Belvedere zu VVien sind mehrere 
Bilder von Bonifaziu Veneziano, im Cataloge Passt aber die Alb 
gabe der Lebensgränzcix (1491  1555) nicht außlen Venezianer 
Bunifazio, sondern auf den Veroneser, welcher vielleicht Theil an 
den Bildern hat. Man sieht da die Heiligen Hieronymus und Ja_ 
kobus auf einer steinernen Erhöhung; St Hicroxlyinus im Buche 
lesend und Johannes den Täufer mit dem Lamme; St Franz von 
Assis und St. Andreas mit Hreuz und Buch, jedes dieser Bilder 
in lebensgrossen Eiguren und mit landachaftlichem Grunde. Zwei 
andere Gemälde dieser Gallerie bilden Pendants. Das eine stellt 
Maria dar, wie sie knieend die Botschaft des Engels erwartet, das 
andere den verlsündenden Engel, lebensgrosse Gestalten. 
In der k. Gallerie zu Dresden sind ebenfalls Gemälde von 
Bonifazio, im Cataloge wird aber der Künstler B. Bambi vun Val 
d'Arno (iltgß  1555) genannt. Da ist ein Salvator mundi mit 
der Weltkugel, lsrälitig im Style Tizian's behandelt, was auf 13 
Venezianu schliessel) lässt. Ferner ist da die Erweckung des La: 
zurus in ganzen Figuren, ein Bild der Madonna mit dem liinde 
welches sich zur knieenden St. Catharina wendet, während Josepl; 
und der Ereniil: SLAnton gegenüber stehend, fast lebensgrosse Fi_ 
gnren, und ein drittes Stalfeleibild stellt die Findung des Mm 
ses dar.  
Das lt. Dluseum in Berlin besitzt von Bonifazio die Anbetung 
der Hirten, mit Gebirgslandscbaft im Grunde, und dem verkün-
        

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