Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Veit, Ph. - Vouet
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1819458
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1820182
Veneziano , 
Antonio. 
Veneziano , 
Bonifnzio. 
m 
welchem dieses Blatt gestochen wurde, ist in alten Charakteren 
AV. MCCC XXXVI bezeichnet. Das A ist mit dem V verschlun- 
gen, und vur der Jahrzahl stehen noch Buchstaben, welche ver- 
muthlich a in (anno incuruatio-xiis) heissen, fol. 
Antonio malte ähnliche 'l'at'eln. So besass zu Anfang llnsers 
Jahrhunderts ein in Paris lebender Italiener eine 2 F. 7 Z. 8 L_ 
breite 'l'nfel, welche den Einzug in Jerusalem, das Abendmahl 
und Christus am Oelberg vorstellt. Vgl. Considcratious sur Petat 
de la peinture en ltalie avant Raphael  
lumczlano: Antonlüa Maler, ein jüngerer Künstler, als der 
Obige. dessen Bliithezeit um 1500 gesetzt wird. In S, Francesco 
zu Osiuio ist ein grosses Bild von ihm. auf welchem der Name 
des lYleisters steht, wie Ticozzi behauptet. Dagegen sagt Lanzi 
es sei sein Name mit jenem des Perugino vertauscht worden, vvel: 
chem man dadurch keine grusse Ehre erwies. 
In der Gallerie zu Florenz ist das eigenhändige Bildniss die- 
ses Meisters in Oel gemalt, in einer Manier, welche nicht Iür den 
allen Maler dieses Namens passt. M. A. Cursi hat es lür die Serie 
de' Hitratti gestochen. Auch G. B. Cecchi hat dasselbe Bild "e- 
stechen. a 
Veneziano , 
Ö 
Veneziano , 
Bartolo, s: B. Donati. 
BBDBÖGULO, s. B. Diana. 
Vßnezianü,  F-y s. Giovanni Battista Franco. Das V. auf sei. 
nen Blättern bedeutet ngxr den Ort (Venezia), wo sie gcfcmgct 
wurden, er selbst ist kem Venezianer. 
VCIIBZiiIIIO, BOKIIfäIZtO, Maler von Veiledigz der Nebenbuhler Ti- 
zialfs, wurde um 1500 geboren, und mit einem_ solchen Talente 
begabt, dass er zu den Glanzpunlaten der_venet1anischen Schule 
gehört. Man macht ihn bald zu exnen Sehuler von Palmavecehio, 
welcher jünger ist, oder zu ]ßl1l2ll Giorgiuneß, der zu einer Zeit 
starb, als Bonifazio 11  12 Jahre alt war. Andere halten Ti- 
zian als Antonio's Meister, es Iist aber nicht nachzuweisen, dass 
er Schüler dieses nicht viel älteren Künstlers gewesen ist. ySo viel 
ist aber gewiss, dass in Antomtfs Werken Tizian's Ilülllrgemiiggß 
Auflassung und dessen llarmome der Farben oft so täuschend her- 
vortreten, dass man bei Betrachtung _vun ungewissen Bildern fra- 
gen muss, ob Tizian oder Bomlazxe der Verfertiger sei. Und 
wirklich dürfte in auswärtlgen Gallenen mancher angebliche Ti- 
zian ein Bonifazio seyn. Schon Boschini sagt, er folge dem Ti- 
zian, wie der Schatten dem Körper. Doch 1st er kein sklavischer 
Nachahmer desselben, sondern hiachte SlCll in origineller Xveipe 
die Vorzüge eines Palma, Giorgxune und Tizian zu eigene Er uf- 
fenbart nicht selten ein freies, selbstschöpferisches Talent, und 
verfuhr dabei mit einer Grazie, welche dem Tizian öfters fehlt. 
Indessen sind die Schriftsteller über Kunst mit diesem Meister 
nicht einig, und theilweise im Irrthum. Vasari, Ridolfi, Buschini 
und Zanetti nennen ihn richtig einen Venezianer, Sansovino, 
Lvmülzü. Morelli, Lanzi, der Fortsetzer des Cronista Zagata (il 
Diacon Veronese), und Orlandi verwechseln ihn mit Bunifazio 
Bembo von Cremona, oder mit Bunilazic: Veronese. Der erstere 
war in Cremona thütig, und wird von Vasari im Leben der Fer- 
rarcser Benvenuto Garufaln und Girolamo de Carpi als einer der 
guten Maler der Stadt erwähnt. Er starb gegen 1500- 'N11Cl1rich-
        

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