Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Veit, Ph. - Vouet
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1819458
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1825200
Von , 
Peter 
V05 r 
Simon 
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Gallerle zu Copenhagen ist eine Schweinsjagd von P. de Vus. 
Doch besitzen nicht ansschliesslich die grossen Gallerien Werke 
von ihm. VVir sahen in neuester Zeit zu München zwei grosse 
Bilder im Kunslhandel. Das eine stellt eine Schweinsjagcl, glas 
anclere eine Jagd auf Wildkatzen dar. Diese Gemälde sind so 
schön als solche von Snyders, nur ist die Färbung nicht kräf- 
tig- ÜCP Künstler Starb 1054. A. van Dyck malte sein Bildniss, 
und S. a Bulswert hat es gestochen. Auch A. Lmnelin stach sein 
Bildniss. J. Vlrinttei- in München radirte 1781 nach ihm eine 
Hirschjagil. und dann eine Gruppe von verschiedenen Thieren aus 
dem Gemälde des Paradieses in Schleisslieim, gr. qu. 8. Wenn 
ihm auch historische Darstellungen: zugeschrieben werden, so wird 
er nach Fliissly und Descamps mit Peter de Vos verwechselt. 
Vos, Pieter de, Maler von Leyden, wurde 1519 Mitglied der Schil- 
dep5-Gi1de zu Antwerpen, hatte aber als Künstler keinen grusscil 
Ruf. Er malte biblische Darstellungen in der Weise der älteren 
holländischeuschule. Martin de Vos war sein Sohn, welchen er 
in den Anfangsgriinclen unterrichtete, bis dieser in die Schule des 
Franz Floris trat. Sein Todesjahr ist unbekannt. 
V05, PIBIIGP dB, Maler von Antwerpen, der Bruder des Martin de 
Vos, war nach C. van Mander, ein "sehr guter Iiiinstler, scheint 
aber durch das Ansehen des Bruders verdunkelt worden zu seyu. 
Er stand vcrmuthlich demselben zur Seite, du Martin's VVerlae zu 
zahlreich sind, als dass er sie ohne fremde Hülle ausgeführt haben 
könnte. Pieter war noch um 1590 tliütig. y 
Folgende Blätter sind nach ihm gestochen. Die Angaben sind 
aber etwas unbestimmt.  
Die Madonna mit dem Kinde und dem Sceprer in einer Ni- 
sche. lYlit der Unterschriftx AntVerpiae pupVLV M genllrix Ver- 
manDat. Vere. Amplissimis Heip. Antverpiensis Sorlaliratilwtis Prac- 
sidiariis Adrianus de S. Huberto velxkluberti exc. cum priv. Iu- 
nerhalb des Stiches liest man nach Fiisslfs Angabe: P. de Von 
üguravit. Hoochtraf  sculp. H. g Z." 9 11., Br. 7 Z. 
Die 12 Apostel, Folge von Ü; Blättern, auf je einem drei auf 
Wolken sitzende Figuren. Mittler Unterschrift: Das Crexlo. P. 
Vos inv. P. Miricynus so. (dessen Monogranun). Guck exc. H. 
O Z. 5 L., Br- 8-; Z- 
Die Wahrheit mit der Zeit, und oben der Neid. P. de Vos 
inve. HC. aux quatre vents. H. 10 Z., Br. 7 Z. 5 L.  
V05, SlmOTl de, Maler, der Sohn des obigen Meisters, wurde 
1605 zu Antwerpen geboren, und von Rubens unterrichtet. Er 
malte historische Darstellungen, in welchen, sich die llichtunn- de; 
Rubens ausspricht. Unter seinen Werlaen finden wir eine lägen-g. 
abnehmnug, die Auferstehung des Herrn , und ein Bild des heil. 
Norbert erwähnt, welche Vullliülhlllßl] in ller Weise des Meisters 
behandelt sind. 1m Museum zu Antwerpen sind nebst einer An- 
betung der Könige zwei Votivbilder, das eine den Donator mit 
St. Wilhelm. das andere die Stifterin] mit St. Barbara vurstellend. 
In der Düsseldorfer Gullerie war eine schöne Hirschjugrl von ilnn, 
 welche der Churfürst von der Pfalz erwarb, wie Descamps versi- 
chert. VVir möchten "fast glauben, dass (lieses Bild von Paul du 
Vos herriilu-c, und in Her Gnllerie zu Sc-lxleissheim aufbewahrt 
werde. J. lleynolds hatte von seinem eigenem Bildnisse liuncle_ 
Vos hatte es in seinem Alter gemalt, und dabei die Weise des Gor- 
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